
Symbolbild: Pfalz-Express
Schifferstadt. Im Zeitraum vom 19. bis 25. Oktober 2026 führte die Polizeiinspektion Schifferstadt ihre zweite Verkehrssicherheitswoche durch.
Im gesamten Dienstgebiet fanden verstärkte Kontrollen statt. Täglich waren bis zu neun Beamte im Einsatz, an zwei Tagen unterstützt von der Bereitschaftspolizei. Die Bilanz: mehr als 400 festgestellte Verstöße innerhalb von sechs Tagen.
Zu Beginn der Woche standen nach den Herbstferien vor allem Schulwegkontrollen im Vordergrund. Besonderes Augenmerk lag auf der Sicherung von Kindern und dem ordnungsgemäßen Umgang mit E-Scootern.
Hier fiel die Bilanz positiv aus: Die Jugendlichen hielten sich weitgehend an die Vorschriften. Auch die Sicherung von Kindern wurde in den meisten Fällen als vorschriftsmäßig bewertet. Lediglich zwei Elternteile mussten wegen unzureichender Sicherung belangt werden.
Weniger erfreulich gestaltete sich die übrige Woche. An fünf eingerichteten Geschwindigkeitsmessstellen außerhalb geschlossener Ortschaften wurden 132 Verstöße festgestellt. Der höchste gemessene Wert lag bei 112 km/h in einer 70-Zone. Nach Abzug der Toleranz ergab sich eine Überschreitung um 38 km/h – verbunden mit 200 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg.
Weitere Überschreitungen führten zu Bußgeldern zwischen 100 und 175 Euro, ebenfalls jeweils mit einem Punkt. Zusätzlich wurden 62 Gurt- und 29 Handyverstöße geahndet. Gegen drei Fahrzeugführer wurden Verfahren wegen des Verdachts des Fahrens unter Alkohol- oder Drogeneinfluss eingeleitet.
Eine Autofahrerin wies am Samstagabend 1,85 Promille Atemalkohol auf; der Fahrzeugschlüssel wurde sichergestellt. Bei einem weiteren Fahrer reagierte ein Drogenvortest positiv auf THC.
Darüber hinaus gab es eine Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie gegen den Halter wegen Zulassens. Zwei E-Scooter waren nicht versichert. Bei einem Kontrollierten bestanden zwei offene Haftbefehle; durch Zahlung von insgesamt 3732 Euro konnte die Inhaftierung abgewendet werden.
Insgesamt wurden 96 Mängelberichte und Kontrollaufforderungen ausgestellt – vor allem wegen fehlender Dokumente, Fahrzeugmängel oder fehlender Ausrüstung wie Warnweste, Warndreieck und Verbandskasten.
Die Betroffenen müssen die Mängel innerhalb einer Frist beheben, andernfalls drohen weitere Schritte der zuständigen Behörden. In den Nachtdiensten fanden ergänzend Kontrollen mit Blick auf Wohnungseinbrüche statt. Die Maßnahmen wurden von der Bevölkerung überwiegend positiv aufgenommen. Die Polizei kündigt an, die Verkehrssicherheitsarbeit fortzusetzen.