
Landrat Dietmar Seefeldt (links) informierte sich bei Bürgermeister Christian Burkhart in Annweiler über die ersten Bezahlkarten, die im Kreis SÜW verwendet werden.
Foto: KV SÜW
SÜW – Die Bezahlkarte für Flüchtlinge wird im Landkreis Südliche Weinstraße eingeführt, zunächst ab 1. Januar 2026 in der Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels. Nachdem dieses „Pilotprojekt“ angelaufen ist, soll die Karte ab dem zweiten Quartal 2026 auch in den weiteren sechs Verbandsgemeinden im Kreis angewendet werden, teilte die Kreisverwaltung mit.
„Die Bezahlkarte sieht aus wie eine EC-Karte, sie fällt also in Geschäften nicht auf und stigmatisiert nicht. Allerdings können mit ihr keine Überweisungen ins Ausland getätigt werden“, so Landrat Dietmar Seefeldt. „Dies halten wir für den zentralen Vorteil der Karte, denn die ausgezahlten Leistungen sollen den hier lebenden Asylbewerberinnen und Asylbewerbern zugutekommen und nicht an Dritte weitergeleitet werden.“
Christian Burkhart (CDU), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Annweiler, sagte: „Auf die Bezahlkarte umzusteigen, bedeutete zunächst Mehraufwand für unsere Verwaltung. Langfristig versprechen wir uns jedoch einen verbesserten und schnelleren Ablauf der Auszahlungen.“
In Annweiler habe man an eine kleine Gruppe Menschen, die Asylbewerberleistungen beziehe, bereits im Dezember die ersten Bezahlkarten ausgegeben. Zum Jahreswechsel bekommen dann alle Asylbewerber aus der Verbandsgemeinde eine Karte. Das sind derzeit 56.
Im ganzen Kreisgebiet erhalten aktuell 430 Menschen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Je nachdem, in welche Bedarfsgruppe eine Person fällt, belaufen sich diese Leistungen auf monatlich zwischen 327 und 441 Euro, so die Kreisverwaltung.
Im Kreis SÜW folgen die Kommunen den Empfehlungen des Landes, wonach davon 130 Euro als Bargeld von der Bezahlkarte abgehoben werden können, die sich bei weiteren Haushaltsangehörigen auf 50 Euro pro Person als Bargeldleistung erhöhen.
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