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Betrüger erbeuten Goldmünzen nach Schockanruf – Zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Foto: Pfalz-Express

Verbandsgemeinde Edenkoben / Görlitz – Ein 78-jähriger Mann aus der Verbandsgemeinde Edenkoben ist Anfang Dezember 2025 Opfer eines perfiden Schockanrufs geworden.

Betrüger erbeuteten dabei mehrere wertvolle Goldmünzen. Zwei Tatverdächtige sitzen seit Dezember in Untersuchungshaft. Das teilte das Polizeipräsidium Rheinpfalz gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Landau in der Pfalz am Freitag (27. Februar) mit.

Am Nachmittag des 10. Dezember 2025 erhielt der Senior einen Anruf eines Unbekannten. Der Anrufer behauptete, die Tochter des Mannes habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht und befinde sich nun in Haft. Gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von 70.000 Euro könne sie jedoch freikommen.

In Panik übergab der 78-Jährige daraufhin mehrere Goldmünzen an einen unbekannten Abholer, der kurz darauf bei ihm erschien. Bereits am folgenden Tag, dem 11. Dezember 2025, konnten Polizeikräfte am Grenzübergang Görlitz ein verdächtiges Fahrzeug kontrollieren.

In dem Auto befanden sich einige der zuvor übergebenen Goldmünzen. Die beiden 26-jährigen Insassen wurden vorläufig festgenommen. Gegen sie erließ die Staatsanwaltschaft Landau auf Antrag Haftbefehl wegen des Verdachts des Betrugs. Seit dem 12. Dezember 2025 befinden sich beide in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen der Tat sowie zur möglichen weiteren Beteiligung der beiden Männer dauern an.

Die Polizei Rheinpfalz weist in diesem Zusammenhang erneut auf die perfide und professionelle Vorgehensweise solcher Telefonbetrüger hin. Viele Opfer – meist ältere Menschen – leiden nach der Tat stark unter Scham und Schuldgefühlen, obwohl sie keinerlei Schuld trifft. Die Täter passen ihre Maschen laufend an und nutzen die emotionalen Schocksituationen skrupellos aus.

Opfer und Angehörige können sich kostenlos und vertraulich an die Opferschutzberatung des Polizeipräsidiums Rheinpfalz wenden: Telefon: 0621 963-21160Zur Vorbeugung gegen Telefonbetrug hat die Polizei eine spezielle Beratungshotline eingerichtet: Telefon: 0621 963-21177 (Mo.–Do. 8–16 Uhr, Fr. 8–12 Uhr)

Wichtige Verhaltenstipps der Polizei:

  • Die echte Polizei ruft niemals unter der Notrufnummer 110 an und fordert Sie nie zur Rückruf-Taste auf.
  • Bei Aufforderung, die 110 zu wählen: Auflegen und selbst die 110 wählen!
  • Geben Sie keine persönlichen Daten (Name, Geburtsdatum, Bankverbindungen, Vermögensverhältnisse) an Fremde heraus.
  • Die Polizei schickt keine Beamten in Zivil, um Geld oder Wertsachen „sicherzustellen“.
  • Lassen Sie Ihre Telefonnummer aus öffentlichen Verzeichnissen streichen.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle oder über die Onlinewache.

Weitere Informationen und Präventionstipps findet man unter:
https://s.rlp.de/93 [1] oder www.polizei-beratung.de [2]

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