
Symbolbild: Pfalz-Express / Rolf H. Epple
Gleich zwei gefährliche Vorfälle haben sich in der Nacht auf Montag auf den Bahnstrecken zwischen Freinsheim und Ludwigshafen ereignet. Unbekannte legten dort Gegenstände auf die Schienen und brachten damit Menschen und Züge in Gefahr.
Zunächst entdeckte ein Lokführer gegen 22 Uhr zwischen Freinsheim und Frankenthal Äste und Steine auf den Gleisen. Er konnte rechtzeitig bremsen, so dass weder Zug noch Infrastruktur beschädigt wurden.
Wenige Stunden später kam es zwischen Frankenthal-Süd und Ludwigshafen-Oggersheim zu einem weiteren Vorfall: Mehrere schwere Betonplatten, offenbar von einem angrenzenden Gehweg, waren auf die Gleise gelegt worden. Ein Lokführer auf einem Nachbargleis bemerkte die Hindernisse gegen 2 Uhr und alarmierte sofort die Leitstelle. Die Bahnstrecke wurde gesperrt, die Bundespolizei rückte an, sicherte Spuren und setzte die Platten wieder in den Gehweg ein.
Durch die Sperrung kam es zu Verspätungen. Die Bundespolizei ermittelt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Das Betreten der Gleisanlagen und das Platzieren von Gegenständen auf den Schienen stellt nicht nur eine Straftat nach § 315 StGB dar, sondern gefährdet auch das Leben von Reisenden und Bahnbeschäftigten.
Nach Angaben der Bundespolizei wurden in den vergangenen Wochen bereits mehrere ähnliche Fälle im Zuständigkeitsbereich festgestellt.
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