
Starlink-Einheit (Archiv),
Foto: via dts Nachrichtenagentur
Warschau – Nach dem Brandanschlag auf ein Starlink-Terminal in Polen führt offenbar eine Spur zu den „Daltons“, einer türkischen Gruppe der Organisierten Kriminalität, die auch in Deutschland aktiv ist.
Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf mehrere voneinander unabhängige Quellen aus mehreren Ländern. Mitglieder der Bande könnten die gezielte Sabotageaktion demnach im Auftrag russischer Geheimdienste verübt haben.
Die polnische Regierung bezeichnete den Brand als gezielte Sabotageaktion und machte Russland verantwortlich. Aufgrund eines polnischen Rechtshilfeersuchens wurden am Montag im baden-württembergischen Nürtingen zwei türkische Staatsbürger festgenommen. Aus dem Umfeld mehrerer Sicherheitsbehörden verlautete laut Bericht, die Männer könnten womöglich zu den „Daltons“ gehören oder könnten mutmaßlich von Anhängern der Bande beauftragt worden sein.
Die „Daltons“ gelten als eine der europaweit schlagkräftigsten Banden der Organisierten Kriminalität. Ihre Mitglieder treten seit Jahren nicht nur in ihrem Heimatland, sondern auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern in Erscheinung, unter anderem mit Schutzgelderpressungen, Waffenhandel und Auftragsmorden.
Eine Station des satellitengestützten Internetdienstes in Zentralpolen war am 23. September in Brand geraten. Starlink spielt eine zentrale Rolle für die Ukraine, deren Armee mithilfe des Dienstes ihre Verteidigungsanstrengungen im russischen Angriffskrieg koordiniert. (dts Nachrichtenagentur)
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