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 Beirat für Migration und Integration in Landau: Ali Alhammoud holt meiste Stimmen

V.li.: Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron, Tri Tin Vuong, Kandasamy Kulenderarajah, Ameer Albarode, Suhila Algmati, Ali Alhammoud, Nuriye Bayram, Orhan Yilmaz und Hassan Jibril Hirsi (v.l.n.r.) nach der Auszählung für den Landauer Beirat für Migration und Integration.
Foto: Stadt Landau

Landau hat gewählt: Am Sonntag, 27. Oktober, waren die Einwohner mit Migrationshintergrund aufgerufen, einen neuen Beirat für Migration und Integration zu wählen.

Am Ende konnte die Liste „Leben in Landau“ fünf und die Liste „Zusammen Eins“ drei Sitze im neuen Gremien für sich verbuchen. Nach Listenplätzen zogen damit (in der Reihefolge der meisten Stimmen) Ali Alhammoud, Hassan Jibril Hirsi, Ameer Albarode, Kandasamy Kulenderarajah, Nuriye Bayram, Orhan Yilmaz, Suhila Algmati und Tri Tin Vuong in den Beirat für Migration und Integration ein.

Oberbürgermeister Thomas Hirsch und Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron dankten allen Kandidaten für deren Engagement und gratulieren den Wahlsiegern. „Zum dritten Mal seit der Einführung des Landesgesetzes über die Einrichtung von kommunalen Beiräten für Migration und Integration im Jahr 2009 wurde in unserer Stadt jetzt ein solches Gremium gewählt – und unser Migrationsbeirat hat sich in dieser Zeit als Sprachrohr für Landauer mit Migrationshintergrund etabliert“, ist der OB überzeugt.

Er hatte den Beirat und dessen Aktivitäten viele Jahre als Sozialdezernent begleitet und nennt als Erfolge in dieser Zeit unter anderem die Teilnahme an den Internationalen Wochen gegen Rassismus mit dem sichtbaren Hissen eines Banners am Rathausbalkon, die Mitarbeit am neuen Integrationskonzept und zahlreiche sportliche Integrationsveranstaltungen, mit denen sich der Beirat für das friedliche Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen in Landau eingesetzt habe.

Bürgermeister Dr. Ingenthron, Hirschs Nachfolger als Sozialdezernent, freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Gremium: „Ich wünsche den Mitgliedern viel Freude bei ihrer herausfordernden Aufgabe und freue mich auf neue Impulse aus den Reihen des Beirats für Migration und Integration.“

Gleichzeitig ordnet der Sozialdezernent die Wahlbeteiligung von 10,7 Prozent gegenüber 12,6 Prozent bei der Wahl im Jahr 2014 ein. „Klar ist, dass eine höhere Wahlbeteiligung wünschenswert gewesen wäre, jedoch stehen wir im landesweiten Vergleich in Landau durchaus sehr gut da“, kommentiert Ingenthron. Der Beirat werde auch weiterhin ein wichtiges Sprachrohr für Migranten in der Stadt sein.

Für die aktuellen Wahlen waren rund 4.300 Frauen und Männer in das  Wählerverzeichnis eingetragen,  ein Plus von rund 1.200 an originär Stimmberechtigten gegenüber 2014. Hinzu kommen noch die Menschen mit Migrationshintergrund, die die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen.

Die Zahl der Frauen und Männer, die ihre Stimme tatsächlich abgegeben haben, stieg um rund 70 Wähler auf insgesamt 463 an.

Die detaillierten Ergebnisse der Wahlen zum Beirat für Migration und Integration können auf https://info.landau.de/wahlen [1] eingesehen werden. (ld/red)

 

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