
Akku-Zug für die Pfalz auf einer Testfahrt bei Edesheim. Foto: Fritz Engbarth/zöpnv
Auf mehreren Bahnstrecken in der Pfalz beginnt am Montag, 21. September 2026, der Fahrgastbetrieb mit den neuen Akku-Zügen. Zwischen Landau und Neustadt sollen sie schrittweise die bisherigen Dieselzüge ersetzen. Gleichzeitig ist der langfristige Erhalt des Reisezentrums im Landauer Hauptbahnhof gesichert.
Nach Verzögerungen bei der Zulassung startet zunächst ein Probebetrieb mit Fahrgästen. Zwischen Neustadt und Landau sollen voraussichtlich vier der neuen Triebwagen eingesetzt werden. Sie fahren auf der Regionalbahnlinie 51 beziehungsweise der Regional-Express-Linie 6.
Auch auf der Strecke Pirmasens – Zweibrücken – Saarbrücken beginnt am 21. September der Probebetrieb. Dort soll zunächst ein Akku-Zug eingesetzt werden.
Ab Oktober bis Karlsruhe
Voraussichtlich ab 1. Oktober 2026 sollen die neuen Züge auch auf der gesamten Strecke Neustadt – Landau – Karlsruhe unterwegs sein. Voraussetzung ist, dass die laufenden Bauarbeiten rund um Winden wie geplant vorläufig abgeschlossen werden.
Rund um Zweibrücken soll der Einsatz ebenfalls schrittweise ausgeweitet werden. Bis Ende des Jahres sollen alle Fahrten der Regionalbahnlinie 68 mit den neuen Fahrzeugen erfolgen.
Die Akku-Züge bieten laut Zweckverband ÖPNV Rheinland-Pfalz Süd mehr Platz als die bisherigen Dieseltriebwagen und sind leiser sowie leistungsstärker. Zur Ausstattung gehören WLAN und Fahrgastinformationen in Echtzeit. An beiden Zugenden gibt es zudem jeweils eine Sitzgruppe für kleinere Gruppen.
Weitere pfälzische Bahnstrecken sollen in den kommenden Jahren folgen. Die Verbindungen Pirmasens – Kaiserslautern, Kaiserslautern – Lauterecken und Kaiserslautern – Kusel werden schrittweise bis Mitte 2027 umgestellt. Landau – Pirmasens soll im Frühjahr 2029 folgen, Winden – Bad Bergzabern im Dezember 2029.
Reisezentrum in Landau bleibt erhalten
Für Bahnreisende in Landau gibt es eine weitere Nachricht: Das Reisezentrum im Hauptbahnhof soll langfristig erhalten bleiben. Grundlage ist ein Agenturmodell im neuen Verkehrsvertrag für das Pfalznetz.
Damit soll weiterhin montags bis samstags insgesamt 60 Stunden pro Woche eine persönliche Beratung samt Fahrkartenverkauf angeboten werden. Die bisherigen Räumlichkeiten bleiben dafür bestehen.
Nach Angaben des Zweckverbands können über die Agentur 90 bis 95 Prozent der bisherigen Leistungen eines DB-Reisezentrums angeboten werden. Dazu gehören Beratung sowie der Verkauf von Fahrkarten für den Nah- und Fernverkehr. Internationale Fahrkarten können dort allerdings nicht verkauft werden.