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Bad Bergzabern: Neue DRK-Rettungswache eingeweiht – besser gerüstet für Tausende Einsätze

V.li.: Dr. Fritz Brechtel, Beauftragter der Landesregierung für grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Jürgen See, Geschäftsführer der DRK-Rettungsdienst Südpfalz GmbH, Hermann Augspurger, Stadtbürgermeister von Bad Bergzabern, Dr. Susanne Ganster, Landrätin des Landkreises Südwestpfalz und Vertreterin der zuständigen Rettungsdienstbehörde, Kathrin Flory, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern, Landrat Dietmar Seefeldt, Vorsitzender des Aufsichtsrates der DRK-Rettungsdienst Südpfalz GmbH, Dr. Thomas Gebhart, Bundestagsabgeordneter für die Südpfalz, Karl Schäfer, Mitglied des Aufsichtsrates der DRK-Rettungsdienst Südpfalz GmbH, und Manuel Gonzalez, Vorstand des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz.
Foto: KV SÜW

Bad Bergzabern – Mehr Platz, moderne Technik und deutlich bessere Bedingungen für die Rettungskräfte: Die neue DRK-Rettungswache in Bad Bergzabern ist fertiggestellt und im September in Betrieb gegangen. Rund 3,6 Millionen Euro wurden in den neuen Standort in der Landauer Straße investiert.

Rund zwölf Monate dauerte der eigentliche Neubau. Entstanden ist eine Rettungswache mit etwa 775 Quadratmetern Nutzfläche auf einem 3660 Quadratmeter großen Grundstück. Vier Stellplätze für Einsatzfahrzeuge, eine eigene Waschhalle, Sozial- und Aufenthaltsräume und ein Schulungsraum gehören zur Ausstattung.

Alte Wache stammte aus dem Jahr 1970

Der Neubau war lange überfällig. Die bisherige Rettungswache befand sich im ehemaligen Schwesternwohnheim des Klinikums Bad Bergzabern und stammte aus dem Jahr 1970. Das Gebäude war ursprünglich überhaupt nicht als Rettungswache geplant worden.

Im Lauf der Jahrzehnte wurden die Einsatzfahrzeuge größer, die technische Ausstattung umfangreicher und die Anforderungen an Hygiene und Arbeitsbedingungen höher.

„Die alte Wache hat uns über viele Jahre gute Dienste geleistet, aber man hat einfach gemerkt, dass sie nicht für die Anforderungen des heutigen Rettungsdienstes gebaut wurde“, sagte Max Buckel, Leiter der Rettungswache Bad Bergzabern. Die neue Wache biete nun deutlich mehr Platz, bessere Arbeitsabläufe und moderne Aufenthaltsmöglichkeiten.

Aktuell arbeiten am Rettungswachen- und Notarztstandort 22 hauptamtliche Mitarbeiter, drei Auszubildende, zwei junge Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr und zehn Ehrenamtliche. Zur Fahrzeugflotte gehören ein Notarzteinsatzfahrzeug, ein Rettungswagen und zwei Krankentransportwagen.

2632 Notfalleinsätze im vergangenen Jahr

Wie stark der Standort gebraucht wird, zeigen die Einsatzzahlen: Allein 2025 rückten die Rettungskräfte in Bad Bergzabern zu 2632 Notfalleinsätzen aus. Hinzu kamen 2005 Krankentransporte.

Geschäftsführer Jürgen See sieht in dem Neubau deshalb weit mehr als ein neues Gebäude. Die Investition sichere den Rettungsdienst auch für die kommenden Jahre und verbessere gleichzeitig die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten.

Landrat Dietmar Seefeldt, Vorsitzender des Aufsichtsrates der DRK-Rettungsdienst Südpfalz GmbH, verwies darauf, dass die Rettungswache nicht nur für Bad Bergzabern wichtig sei. Sie sei ein wichtiger Bestandteil der rettungsdienstlichen Versorgung in der gesamten Süd- und Südwestpfalz.

Mehr als zehn Jahre Suche nach einem Standort

Bis der Neubau tatsächlich starten konnte, verging allerdings viel Zeit. Bereits vor mehr als zehn Jahren begann die Suche nach einem geeigneten Gelände. Erst 2023 konnte schließlich ein Grundstück gekauft werden.

Von Oktober bis Dezember 2024 wurde das dort vorhandene Altgebäude abgerissen. Im Juli 2025 folgte der offizielle Spatenstich, im Januar dieses Jahres begann der Innenausbau. Im August war die Rettungswache fertig.

Architektin Marion Klag von der Firma Speeter sprach von einer großen Herausforderung. Trotz des engen Zeitplans sei es gelungen, die geplante Bauzeit von zwölf Monaten und auch den Kostenrahmen einzuhalten.

Beim Bau wurden unter anderem 46,5 Tonnen Stahl, 345 Kubikmeter Beton und 440 Quadratmeter Mauerwerk verarbeitet.

Photovoltaik, Wärmepumpe und Regenwasserzisterne

Auch bei der Energieversorgung wurde auf moderne Technik gesetzt. Auf dem Gebäude arbeitet eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher und Notstromfunktion. Hinzu kommen eine Wärmepumpe, LED-Beleuchtung und eine Klimatisierung der Sozialräume.

Eine Zisterne sammelt Regenwasser für die Außenanlagen. Für Mitarbeiter stehen außerdem Ladesäulen für Elektrofahrzeuge bereit. Verwendet wurden unter anderem Recyclingschotter und Öko-Pflaster.

Das Konzept orientiert sich an der „Grünen Rettungswache“ des DRK-Landesverbands Rheinland-Pfalz.

Marco Wilhelm, Gebäude- und Umweltmanagementbeauftragter der DRK-Rettungsdienst Südpfalz GmbH, erklärte, Nachhaltigkeit sei von Beginn an Teil der Planung gewesen. Neben Energieversorgung und Beleuchtung seien deshalb beispielsweise auch Gebäudehülle und Regenwassernutzung berücksichtigt worden.

Auch grenzüberschreitend wichtiger Standort

Eine besondere Rolle spielt Bad Bergzabern durch seine Lage nahe der französischen Grenze. Bei medizinischen Notfällen können die bestehenden Vereinbarungen zwischen Rheinland-Pfalz und dem Elsass genutzt werden, um Rettungsmittel bei Bedarf auch über die Staatsgrenze hinweg einzusetzen.

Die rund 3,6 Millionen Euro Baukosten umfassen auch den Kauf des Grundstücks und den Abriss des alten Gebäudes. 75 Prozent übernehmen anteilig die Landkreise Germersheim, Südliche Weinstraße und Südwestpfalz sowie die Städte Landau, Pirmasens und Zweibrücken. Die restlichen 25 Prozent trägt die DRK-Rettungsdienst Südpfalz GmbH.

Zur Einweihung kamen neben Jürgen See und Dietmar Seefeldt auch Dr. Fritz Brechtel, Beauftragter der Landesregierung für grenzüberschreitende Zusammenarbeit [1], Bad Bergzaberns Stadtbürgermeister Hermann Augspurger, die Südwestpfälzer Landrätin Dr. Susanne Ganster als Vertreterin der zuständigen Rettungsdienstbehörde und VG-Bürgermeisterin Kathrin Flory.

Ebenfalls dabei waren der Südpfälzer CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Gebhart, Aufsichtsratsmitglied Karl Schäfer und Manuel Gonzalez, Vorstand des DRK-Landesverbands Rheinland-Pfalz.

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