
Die Kinderbibel gibt es mittlerweile in 30 Sprachen – zum Beispiel in Portugiesisch.
Quelle: Deutsche Bibelgesellschaft
Neustadt. Vor 20 Jahren entwickelte der Pfälzer Pfarrer und Schriftsteller Michael Landgraf eine besondere Kinderbibel – und seither ist sie in alle Welt gegangen.
Bis heute wurde die „Kinderbibel zum Selbstgestalten“ in mehr als 30 Sprachen übersetzt, teilte die Deutsche Bibelgesellschaft mit. Das Prinzip ist einfach und wirkungsvoll: Kinder hören oder lesen eine biblische Geschichte und gestalten sie anschließend in eigenen Bildern.
Landgraf [1], Leiter des Religionspädagogischen Zentrums in Neustadt an der Weinstraße und des von ihm gegründeten Pfälzischen Bibelmuseums, entwickelte die Idee in Ghana. Der heute 65-jährige Theologe hatte bei einem Besuch in einer Schule in Ghana beobachtet, wie Kinder allein Bibelverse von einer Tafel abschrieben.
Mit den Lehrkräften besprach er die Idee, an der Tafel ganze Bibelgeschichten elementar und mit Bildsymbolen zu entwickeln. Er gestaltete Vorlagen und probierte es an der Tafel aus, die Kinder gestalteten die Geschichten dann im Heft weiter. Dann probierte er es mit Kopien und auch das funktionierte und die Kinder waren begeistert.
Zurück in Deutschland stellte er fest, dass das Konzept überall funktioniert. Ein vorgezeichnetes Bild gibt es bewusst nicht. „Wenn Kinder ihre eigenen Vorstellungen entwickeln, verankern sich die Geschichten im Herzen und im Gedächtnis“, betont Landgraf.
Die Kinderbibel enthält 160 biblische Geschichten und ist unter anderem auf Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Quechua und Ukrainisch erhältlich. Auf jeder Seite steht unten ein kurzer Text, darüber befindet sich eine weiße Fläche zum Bemalen oder Bekleben. Mit der Zeit erschaffen die Kinder so ein persönliches Werk: ihre ganz eigene, einzigartige Kinderbibel.
Für die weitere Verbreitung sammelt die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft Spenden.
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