
Symbolbild: (Archiv): Pfalz-Express
Die Zahl der Asylerstanträge in Deutschland ist im Jahr 2025 stark gesunken.
Nach Angaben des Bundesinnenministeriums wurden bis zum Jahresende 113.236 Erstanträge gestellt. Das entspricht einem Rückgang von rund 51 Prozent im Vergleich zu 2024 und von etwa 66 Prozent gegenüber 2023.
Im Jahr 2024 hatten noch 229.751 Menschen erstmals Asyl beantragt, 2023 waren es 329.120. Damit setzt sich der rückläufige Trend fort, der bereits im Lauf des vergangenen Jahres eingesetzt hatte.
Das Bundesinnenministerium führt den deutlichen Rückgang auf eine Neuausrichtung der Migrationspolitik zurück. Als zentrale Maßnahmen nennt das Ministerium unter anderem verstärkte Zurückweisungen an den deutschen Außengrenzen, die Aussetzung des Familiennachzugs für bestimmte Gruppen, die Abschaffung der sogenannten Turboeinbürgerung sowie eine konsequentere Rückführung abgelehnter Asylbewerber. Zudem seien sogenannte Pullfaktoren reduziert worden.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sieht in den Zahlen eine Bestätigung des eingeschlagenen Kurses. „Kontrolle, Kurs und klare Kante wirken“, erklärte Dobrindt. Deutschland ordne „mit Klarheit und Konsequenz das Migrationsgeschehen“. Wer keinen Schutzanspruch habe, solle nicht einreisen, Straftäter müssten das Land verlassen. Das Signal einer veränderten Migrationspolitik sei international wahrgenommen worden. (red)
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