Montag 11.Mai 2026

Anklage nach Messerattacken in Essen – Jugendlicher soll aus islamistischen Motiven gehandelt haben

20. April 2026 | Kategorie: Nachrichten

Symbolbild: Sang Hyun Cho/Pixabay

Essen/Düsseldorf – Nach schweren Messerattacken in Essen hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen einen 16-jährigen Kosovaren erhoben.

Zuständig ist der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf.

Dem Beschuldigten werden unter anderem dreifacher versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen. Laut Anklage soll er aus islamistisch-jihadistischen Motiven gehandelt haben.

Nach den bisherigen Ermittlungen fasste der Jugendliche Anfang September 2025 den Entschluss, Anschläge zu verüben. Am Morgen des 5. September griff er zunächst einen Hausmeister an einer Grundschule an und setzte dabei Pfefferspray ein. Anschließend attackierte er eine Lehrerin an seinem Berufskolleg und verletzte sie mit einem Messer schwer.

Danach suchte der Beschuldigte zweimal die Alte Synagoge in Essen auf, traf dort laut Anklage jedoch keine Opfer an. Stattdessen soll er einem ihm unbekannten Mann auf offener Straße in den Rücken gestochen haben. Alle Angegriffenen überlebten, einige von ihnen wurden jedoch schwer verletzt.

Als die Polizei eintraf, lief der Jugendliche mit einem Messer auf die Beamten zu. Dabei wurde er durch einen Schuss im Gesicht verletzt und anschließend festgenommen.

Der Beschuldigte sitzt seit dem 6. September 2025 in Untersuchungshaft. Die Bundesanwaltschaft hatte die Ermittlungen bereits kurz nach der Tat übernommen. 

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