
Der „Aktionszug“ baute sich am Europa-Gymnasium in Wörth auf.
Fotos: Licht/Hogrefe
Wörth – Aufruhr vor dem Europa-Gymnasium in Wörth: Am 12. November stoppte der „internationale Antikriegszug Klassenkampf statt Weltkrieg“ auf seinem Zug durch die Republik auch vor der Schule.
Der Zug des „Aktionsbündnisses“ soll nach eigenen Aussagen ein „politisches Kunstwerk“ darstellen: Drei historische LKW unter anderem mit Raketen bestückt, szenische Darstellungen, Lieder und Reden sollen von Zgorzelec in Polen bis nach Hamburg zu sehen und zu hören sein.
Arbeiter, Berufsschüler und Werktätige aus Germersheim und Wörth nahmen laut Veranstalter an der Aktion teil. Zwei Beschlüsse des Verwaltungsgerichts Neustadt an der Weinstraße gestatteten den Umzug. Das Bündnis hatte gegen Auflagen geklagt und Recht bekommen mit der Begründung, die Auflagen seien zum größten Teil rechtswidrig.
Man kämpfe für den Sozialismus, steht in dem demagogisierenden Flyer, den die Aktionisten an die Schüler verteilten.
Ein Aktionist mit Merkel-Maske machte mit sarkastischen Sprüchen wie „Geht nur alle zur Bundeswehr“ Stimmung gegen die Einsätze der Bundeswehr. Auch gegen den „Hauptfeind im eigenen Land“ wurde gewettert, womit offensichtlich die Bundesregierung gemeint war, die die DDR annektiert habe.
Feuerwehren und THW wurden als „Paramilitärs“ bezeichnet, die auch Betriebe unterwandern würden – Soldaten, die bei Hochwassereinsätzen geholfen hatten, als „olivgrüne Sandsackschlepper“ abgetan.
Ein Lehrer machte dem Spuk schließlich ein Ende und forderte die Aktivisten energisch dazu auf, weiterzufahren. (cli)




