
Quelle: pixabay.com
Ein internationales Ermittlerteam hat den mutmaßlich ältesten noch aktiven Online-Geldwäschedienst im Krypto-Bereich vom Netz genommen. Die Plattform cryptomixer.io, die seit 2016 genutzt wurde, ist am Mittwoch (26. November 2025) abgeschaltet worden.
Ermittler aus Deutschland, der Schweiz und weiteren europäischen Ländern sicherten dabei Kryptowährungen im Wert von rund 25 Millionen Euro.
Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt (ZIT), die Kantonsstaatsanwaltschaft Zürich, das Bundeskriminalamt (BKA), die Stadt- und Kantonspolizei Zürich sowie Europol waren an der groß angelegten Aktion beteiligt. In der Schweiz wurden Server, Mailkonten und große Datenmengen eines Filehosting-Dienstes beschlagnahmt. Die Ermittler erhoffen sich davon Hinweise auf weitere Cyberstraftaten.
Ein Mixer für die Unterwelt
Cryptomixer.io galt als einer der größten sogenannten „Bitcoin-Mixer“. Solche Dienste verschleiern Geldströme, indem sie Kryptowährungen anonym mischen und wieder auszahlen – ein Prinzip, das gezielt darauf ausgelegt ist, Transaktionen unauffindbar zu machen. Die Betreiber verzichteten bewusst auf jede Form der Kundenidentifikation. Genau das machte die Plattform in der Underground Economy so beliebt.
Laut den Ermittlern setzte cryptomixer.io über die Jahre Milliarden um. Es besteht der Verdacht, dass ein Großteil dieser Gelder aus kriminellen Quellen stammt. Den mutmaßlichen Betreibern werden gewerbsmäßige Geldwäsche und der Betrieb einer kriminellen Handelsplattform vorgeworfen. Wer genau hinter dem Dienst steckt, ist allerdings noch unklar.
Internationale Zusammenarbeit
An der Operation, die unter dem Namen „Olympia“ lief, waren neben den deutschen und schweizerischen Behörden auch Eurojust, US-Behörden und weitere europäische Ermittlungsstellen beteiligt. Die Kooperation gilt als weiterer Schritt im Kampf gegen globale Cyberkriminalität.
BKA-Vizepräsidentin Martina Link betonte die Bedeutung der Aktion:
„Diese Operation ist ein weiterer wichtiger Schritt bei der internationalen Bekämpfung von Online-Geldwäsche. Wir kombinieren digitale Spuren und erhöhen das Risiko für die Täter immer weiter.“
Auch der Leiter der ZIT, Oberstaatsanwalt Dr. Benjamin Krause, sieht in der Abschaltung einen Erfolg:
„Selbst wenn die Verantwortlichen bislang nicht identifiziert wurden, entziehen wir der Szene erhebliche Vermögenswerte und stören kriminelle Strukturen nachhaltig.“
Weitere Informationen zur Operation gibt es auf operation-olympia.com und auf der Website des BKA.
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