
Foto: dts Nachrichtenagentur
Brüssel – Der Abschluss des Mercosur-Abkommens soll auf 2026 verschoben werden.
Zuletzt soll der Widerstand an dem Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und mehreren südamerikanischen Staaten insbesondere aus Italien unüberwindlich gewesen sein. Auch Frankreich hatte sich quer gestellt. Verhandler zeigten sich aber am Donnerstag weiter überzeugt, dass das Abkommen am Ende abgeschlossen werde. Mitte Januar soll ein neuer Anlauf gewagt werden.
Eigentlich sollte das Mercusor-Abkommen an diesem Wochenende unterschrieben werden. Die Verhandlungen dazu hatten vor über 25 Jahren begonnen. In Brüssel hatten währenddessen europäische Landwirte teils gewalttätig gegen das geplante Abkommen protestiert.
Landwirte befürchten Einkommenseinbußen
Das Mercosur-Abkommen ist ein geplantes Handelsabkommen zwischen der EU und dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur (Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay).
Ziel ist es, Zölle abzubauen, den Handel zu erleichtern und den Marktzugang für Waren wie Autos, Maschinen, Agrarprodukte und Dienstleistungen zu verbessern.
Europäische Landwirte beklagen am Mercosur-Abkommen vor allem, dass billigere Agrarprodukte aus Südamerika auf den EU-Markt drängen könnten. Sie fürchten sinkende Preise und damit Einbußen beim Einkommen, weil sie mit Importen konkurrieren müssten, die unter niedrigeren Umwelt-, Tierwohl- und Sozialstandards produziert werden als in der EU. Dadurch sehen sie ihre Wettbewerbsfähigkeit geschwächt.
(dts Nachrichtenagentur/red)
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