Donnerstag, 19. September 2019

8.+9. Juni: Begegnungsfest „Mittendrin & Bunt“ kommt nach Kandel

30. April 2019 | 9 Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Landau

Grafik von Flyer

Kandel – Am 8. und 9. Juni veranstaltet das Bündnis „Kandel gegen Rechts“ das interkulturelle und inklusive Begegnungsfest „Mittendrin & Bunt“. Neben einem abwechslungsreichen Musikprogramm können sich die Gäste auf ein internationales gastronomisches Angebot, ein Familienprogramm sowie verschiedene Informations-und Austauschmöglichkeiten freuen.

„Nach über einem Jahr mit regelmäßigen Demonstrationen durch rechte Gruppierungen möchte das Bündnis ´Kandel gegen Rechts´ etwas Positives und Fröhliches in die Stadt bringen“, so eine Sprecherin.

Bereits letztes Jahr haben sie sich mit der Idee eines interkulturellen Festivals beim Aktionsfond ViRaL der Bertelsmannstiftung und Citizens for Europe beworben und wurden als einer von 10 Gewinnern unter 180 Bewerbern ausgewählt. „Das gab für uns den Startschuss, das Fest zu planen.“

Durch ihren Bündnispartner „Aufstehen gegen Rassismus Südpfalz e. V.“ kam der Kontakt zur Initiatorin der „Mittendrin & Bunt“-Feste in Herxheim von 2016 und 2017 zustande. Schnell wurde klar, dass sich die Konzepte sehr ähneln und man Ressourcen und Ideen bündeln möchte. So festigte sich der Plan, das Mittendrin & Bunt Festival in Kandel zu veranstalten.

Nun steht der Termin fest: an Pfingstsamstag- und Sonntag wird vor und in der Bienwaldhalle gefeiert. Unterstützt wird das Fest bisher von der Stadt Kandel, der Initiative „WIR sind Kandel“, der Rosa-Luxemburg-Stiftung sowie einigen Vereinen aus Kandel und der Umgebung.

Ein Fest für Alle

Das Musikprogramm soll abwechslungsreich sein, so dass für alle Geschmäcker etwas dabei ist. Auch „interkulturelle Töne“ solllen nicht fehlen. Es werden Kandeler Bands spielen wie „Gino in the Bottle“, interkulturelle Künstler wie „GEMMA“ oder die „Humanistischen Frauen“ (türkische Folklore). Am Abend treten unter anderem „die Dicken Kinder“, „Strom&Wasser“ und „Luis Baltes“ auf.

Auch das gastronomische Angebot wird abwechslungsreich und international, aber auch Liebhaber der Pfälzer Kost sollen auf ihre Kosten kommen. Gemeinsam mit dem Jugendzentrum Kandel wird ein Familienprogramm mit Angeboten für Kinder und Jugendliche organisiert. Informationsstände und Workshops zu Themen wie Demokratie, Rassismus, Integration und Frauenrecht runden das Ganze ab.

Der Eintritt ist kostenlos.  „Damit möchten wir gewährleisten, dass niemand ausgeschlossen wird“, so die Sprecherin. Finanziert wird das gesamte Fest durch Spenden und Sponsoren. Dafür hat das Bündnis eine Crowdfunding-Kampagne eingerichtet, bei der sich jeder mit ein paar Euro beteiligen kann, die aber auch Sponsoren unterstützen können: https://www.startnext.com/mittendrin-bunt-festivalk-2019

„Wir freuen uns über jede Unterstützung. Wer sich finanziell nicht beteiligen kann, sich aber anderweitig gerne einbringen möchte, darf uns gerne kontaktieren. Wir freuen uns schon jetzt auf ein tolles Begegnungsfest in Kandel, für Kandel und die gesamte Region! Wir möchten Begegnungen schaffen für Menschen, unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Religion, Behinderung oder sexueller Orientierung. Wir möchten zusammen lachen, tanzen und uns austauschen und damit ein Zeichen setzen für Menschlichkeit, Vielfalt und eine offene Gesellschaft“,  so das Bündnis.

 

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9 Kommentare auf "8.+9. Juni: Begegnungsfest „Mittendrin & Bunt“ kommt nach Kandel"

  1. AntiAntifa sagt:

    Multikulti ist gescheitert, absolut gescheitert

    Berlin – „Der Ansatz für Multikulti ist gescheitert, absolut gescheitert!“, sagte Kanzlerin Angela Merkel auf dem Deutschlandtag der Jungen Union (JU) in Potsdam. Man müsse Migranten nicht nur fördern, sondern auch fordern.

    16.10.2010
    DER SPIELGEL

  2. Familienvater sagt:

    @AntiAntifa: „AM: Multikulti ist gescheitert, absolut gescheitert“

    Daran können sich die CDU/CSU-Klatschhasen wegen Taub- und Blindheit nicht mehr erinnern. Genauso wie an das angeekelte Wegwerfen der Deutschlandfahne durch ihre große Kanzlerin, die sich über die Amnesie ihrer Parteimitglieder und Wähler diebisch freut und keinen Fehler eingesteht.
    Mea Culpa, habe leider erst während der 1. Kanzlerschaft von AM, meinen Fehler eingesehen.
    Also ihr CDU/CSU – Wähler denkt über Alternativen nach, traut euch, revidiert euren Fehler, für die Zukunft eurer Kinder und Kindeskinder, bei den nächsten Wahlen!
    Nur Mut, es kann nur besser werden.

  3. karlheinz sagt:

    Es wurde ja auch Zeit, dass aus einem reinen Protest, aus „Dagegen“, aus Reaktion endlich Aktion wird.
    Bisher wurde in Kandel alles an MK ausgerichtet.

    Er war bisher stets der Taktgeber.

    Wenn es jetzt noch gelingt, die abgedroschene Floskel „Zeichen setzen für eine offene Gesellschaft“ zu überwinden, das nur eine inhaltsleere Platitüde ist, kann das echt noch was werden.

    Spannend übrigens, dass das Kernteam des Festivals gar keine Ur Kandeler sind, sondern aus Trier, Heidelberg und anderen Orten….

    Aber Helga wird sicher auch kommen(tieren)….

  4. Niara sagt:

    Sie trauen Kandelern anscheinend wenig zu, Karlheinz.
    „Kernteam“ bzw. Initiator des Festivals ist „Kandel gegen Rechts“, und das besteht seit ich sie kenne aus Leuten aus Kandel bzw. der näheren Umgebung. Unterstützt wird das ganze (siehe Artikel) von anderen Gruppen aus der Region.

    Dennoch, ein großer Tag! Ich bin sicher es wird diesen Leuten sehr viel bedeuten, dass man Ihnen etwas recht machen konnte.

  5. Kandelaber sagt:

    Ich hoffe, dass die Aluhüte ihre Demo direkt vor der Bienwaldhalle nicht genehmigt bekommen.
    Falls das Ordnungsamt diese Demo doch genehmigen sollte, dann ist das grob fahrlässig und gegen alle vernünftigen Überlegungen bezüglich der Sicherheit aller Beteiligten.

    Eine Genehmigung einer rechten Demo an diesem Tag an diesem Ort kommt einem Eingeständnis gleich, dass man gerne die rechte Seite unterstützt und selbst diese Gesinnung in sich trägt.

    Neu wäre das für Kandel ja nicht…

    • Philipp sagt:

      Gefährdungen für Normalbürger gingen bisher nur von „Nichtrechten“ „Demonstranten“ aus.
      Wer da jetzt glaubt, dass sich das schlagartig ändern würde, muss ein sehr kurzes Gedächtnis haben oder aber einen preiswürdigen Aluhut.
      Aber beides gehört ja zu den Standardcharakteristika der „Wirren von Kandel“, der „Antirassisten“ und der „Antifaschisten“.

      • Tobi sagt:

        Das erklärt auch, weshalb bisher nur Teilnehmer der (nach deiner eigenartigen Interpretation) Linksradialen Kurzdemo wegen Körperverletzung verurteilt wurden.

  6. Philipp sagt:

    Interessant ist auch die Unterstützung durch die Amadeu-Antonio-Stiftung.
    Die wollen bestimmt auf das kommende 70jährige Jubiläum der Stasi oder auf das gerade vergangene 100jährige Jubiläum der Tscheka mit Einrichtung der offiziellen Konzentrationslager erinnern.
    Wer solche „Förderer“ bei seiner Veranstaltung hat, wird wohl ein Problem haben zu erklären, was diese Veranstaltung mit Demokratie, Grundrechten, Toleranz, Meinungsfreiheit und Menschenrechten gemein hat.
    Vielleicht soll damit nur aufgezeigt werden, dass für die Veranstalter diese Begriffe nur leere Propagandaphrasen sind, um die Bürger für dumm zu verkaufen?
    Für die übrigen Förderer sollte das ein hinreichender Grund sein, Förderzusagen zurückzuziehen, wenn sie ihre Ansehen nicht auch noch nachhaltig schädigen wollen!

  7. Anton sagt:

    Wollen wir doch hoffen und bangen, dass es ein schönes Begegnungsfest wird. Sollten wider Erwarten einige Schlägereien, Vergewaltigungen und Messerstechereien aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums stattfinden, wird das die Presse zu beschönigen wissen. Die Textbausteine sind schon fast alle fertig, um dem Michel genau das Gegenteil zu berichten…

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