Dienstag, 21. November 2017

Wahl des Verbandsbürgermeisters der VG Annweiler: Drei Kandidaten stellen sich vor

2. Juni 2017 | 2 Kommentare | Kategorie: Allgemein, Kreis Südliche Weinstraße, Politik regional, Regional, Wahlspecial: Landrats-und Bürgermeisterwahl 2017 im Landkreis Südliche Weinstraße
Die drei Kandidaten stellen sich vor. Quelle: Ramberger Bürgerliste

Die drei Kandidaten stellen sich vor.
Quelle: Ramberger Bürgerliste

Für die Verbandsgemeinde Annweiler treten zur Wahl des Bürgermeisters an: Christian Burkhart (gemeinsamer Kandidat CDU/FWG/FDP) , Harald Jentzer (parteilos) und Thomas Wollenweber (SPD). Der Pfalz-Express stellt die drei Kandidaten alphabetisch vor. Alle Kandidaten bekamen die gleichen Fragen.

Christian Burkhart

Diplomverwaltungswirt (FH), Polizeihauptkommissar, 34 Jahre alt, verheiratet, eine Tochter

Warum möchten Sie Bürgermeister der Verbandsgemeinde Annweiler werden, was bewegt sie zur Kandidatur?

Meine beruflichen Qualifikationen und Erfahrungen sowie meine Leidenschaft und Freude für die Kommunalpolitik will ich in den Dienst der Gemeinschaft aller Bürger der Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels stellen.

Beschreiben Sie einem Fremden die Verbandsgemeinde mit maximal drei Sätzen….

Eingebettet in grüne Hügel, im Kontrast zu Sandsteinfelsen und historischen Burgmauern, nah genug an den Nützlichkeiten der Metropolregion Rhein-Neckar aber weitab von deren Launen: Das Trifelsland ist jene Region von der Stadtmenschen insgeheim träumen.

Wenn ich gewählt werde, werde ich als erstes…?

Mich bei meiner Familie, Wählern, Freunden und allen Unterstützern bedanken und mit ihnen feiern.

Die nächsten drei Projekte sind…?
– Herstellung eines behindertengerechten Zugangs zur Verwaltung und zum Büro für Tourismus
– Einrichtung der Behördennummer 115 als Serviceleistung besonders für unsere Senioren.
– Erster Runder Tisch zum Thema „ehrenamtliches Engagement insbesondere in der Jugendarbeit“

Worin sehen Sie derzeit die größte Herausforderung?

Schaffung wirtschaftsfördernder Voraussetzungen im Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde .

Erhaltung und Verbesserung der Infrastruktur für junge Familien.

Zukunftsorientierte Wertschöpfung im Bereich Tourismus durch Hervorhebung unserer Alleinstellungsmerkmale sowie Unterstützung unserer Gastgeber bei der Modernisierung ihrer Angebote.

Langfristig möchte ich für die VG Annweiler erreichen…

Die Verbandsgemeinde als lebens- und liebenswerte Region entwickeln in der jeder seinen Platz hat und in der sich alle wohlfühlen.

Was sind Ihre drei liebsten Beschäftigungen?

Familienfreizeit

Kommunalpolitik

Sportliche Betätigung beim Klettern an heimischen Felsen.

Harald Jentzer

Diplom Finanzwirt (FH), Großbetriebsprüfer in der Groß- und Konzernbetriebsprüfungsstelle des Finanzamtes Ludwigshafen, Ortsbürgermeister von Dernbach seit 2009, 47 Jahre alt, verheiratet, zwei Söhne

Warum möchten Sie Bürgermeister der Verbandsgemeinde Annweiler werden?

Ich möchte meine Kompetenz und Erfahrung nutzen, um das Trifelsland mit neuen Ideen und Impulsen nach vorne zu bringen.

Beschreiben Sie einem Fremden die Verbandsgemeinde mit maximal drei Sätzen…

Die Verbandsgemeinde Annweiler besteht aus 12 Ortsgemeinden und der Stadt Annweiler. Landschaftliche Schönheit erlangt das Trifelsland durch seine idyllischen Täler im Pfälzer Wald mit markanten Felsen, den Streuobstwiesen und Weinbergen. Neben der Burg Trifels gibt es weitere Burgen und historische Stätten sowie Aussichtspunkte, die bei einer Wanderung besichtigt werden können.

Wenn ich gewählt werde, werde ich als erstes…?

Die nächsten drei Projekte sind…?

Langfristig möchte ich für die VG Annweiler erreichen…

Ich arbeite nicht für kurzfristige Erfolge. Daher ist auch die „übliche 100-Tage-Bilanz“ für mich ohne jegliche Relevanz.

Meine Arbeit ist auf einen nachhaltigen mittel- und langfristigen Erfolg ausgelegt.
Die Verwaltung ist gemeinsam mit den Mitarbeitern in einen Dienstleistungs- und Servicebetrieb für Bürger und Ortsgemeinden umzugestalten.

Dabei muss sich die Verwaltung als Ganzes begreifen und nicht jede Abteilung nur für sich arbeiten. Die ehrenamtlich tätigen Ortsbürgermeister müssen besser unterstützt werden. Alle unsere Grundschulen müssen erhalten werden.

Der Tourismus ist mit neuen Ideen anzukurbeln, damit die Gäste- und Übernachtungszahlen nicht noch weiter sinken. Ich möchte meine jahrelangen Praxiserfahrungen in der Landschaftsoffenhaltung allen Ortsgemeinden zur Verfügung stellen, damit wir neue Offenhaltungsprojekte umsetzen können.

Dies dient dem Erhalt alter Kulturlandschaften, z.B. Streuobstwiesen, und sichert die Vielfalt der Arten bei Pflanzen und Tieren. Landschaftsoffenhaltung ist aktiver Umweltschutz. Die Feuerwehren werde ich unterstützen, denn sie sind auch ein wichtiger Teil der Dorfgemeinschaft.

Es wird keine Zusammenlegung von Feuerwehren geben. Die Förderung der Jugendfeuerwehr und der Bambini-Gruppen ist aktive Jugendarbeit. Wir brauchen dringend neue Gewerbegebiete in unserer Verbandsgemeinde, damit die Steuerkraft nicht noch weiter zurückgeht. Durch unbürokratische Hilfe kann man die Vereine als Bürgermeister unterstützen.

Worin sehen Sie derzeit die größte Herausforderung?

Die Anliegen der Bürger müssen ernst genommen werden. Daher ist Bürgernähe für mich einer der wichtigsten Kompetenzen, die ein Bürgermeister haben muss. Für mich ist das gelebte Realität. Gerade durch meine Zuhörtour habe ich das bewiesen. Mit den Bürgern ist auf Augenhöhe zu kommunizieren, damit die Entscheidungsabläufe transparent dargestellt werden.
Was sind Ihre drei liebsten Beschäftigungen?

Gemeinsame Unternehmungen mit Familie und Freunden, die Natur genießen, Zeit für Hobbies finden.

Thomas Wollenweber

Regierungsangestellter; 53 Jahre jung; glücklich (!) verheiratet und Vater von zwei Töchtern (18/19 Jahre)

Warum möchten Sie Bürgermeister der Verbandsgemeinde Annweiler werden?

Bürgermeister meiner Heimatverbandsgemeinde zu sein, gemeinsam mit dem Team unserer Verwaltung etwas zu bewegen, war und ist mein Traumjob.

Durch mein Studium der Betriebs- und Verwaltungswissenschaft, meinen 13 Jahren Erfahrung als Bürgermeister der Stadt Annweiler und meiner beruflichen Tätigkeit in einem Landesministerium bin ich bestmöglich auf diese Aufgabe vorbereitet.

Beschreiben Sie einem Fremden die Verbandsgemeinde mit maximal drei Sätzen…

Umgeben vom schönen Pfälzerwald, inmitten einer geschichtsträchtigen Region liegen 13 attraktive Ortsgemeinden, in denen es sich gut leben lässt. Hier sind die Menschen ehrlich und bodenständig, gesellig und hilfsbereit. Wir wohnen da, wo andere Urlaub machen …

Wenn ich gewählt werde, werde ich als erstes…?

… mit jeder/m einzelnen Mitarbeiter/in der Verwaltung und jedem Bürgermeisterkollegen der Verbandsgemeinde Gespräche führen, um gemeinsam zu entscheiden, wie die Anforderungen an eine bürgernahe und leistungsstarke Verwaltung zeitnah und effektiv umgesetzt werden können.

Die nächsten drei Projekte sind…?

– die sachgerechte und erfolgversprechende Vorbereitung einer möglichen Fusion mit der VG Hauenstein
– die Sicherstellung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit aller Ortsgemeinden in der VG
– die Modernisierung unserer Verwaltung für die Bürger und die Gemeindevertretungen

Worin sehen Sie derzeit die größte Herausforderung?

Die Fusion der Verbandsgemeinde Annweiler mit einem Großteil der Verbandsgemeinde Hauenstein – die ich für sehr wahrscheinlich halte – ist zweifellos die derzeit größte Herausforderung für den zukünftigen Bürgermeister und den Verbandsgemeinderat.

Meine sehr gute Vernetzung mit den politischen Entscheidungsträgern im Land wäre mir hierbei sicher äußerst dienlich.

Langfristig möchte ich für die VG Annweiler erreichen…

Eine hohe Wirtschaftskraft in allen Ortsgemeinden; die Sicherung der gemeindlichen Einrichtungen, insbesondere die der Feuerwehr und aller (!) Grundschulen; die Erweiterung unseres touristischen Angebots; eine stärkere Identifikation mit der Verbandsgemeinde und eine direktere Beteiligung der Bürger an den gemeindlichen Entscheidungen

Was sind Ihre drei liebsten Beschäftigungen?

kommunizieren, organisieren, scheinbar Unmögliches möglich machen

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2 Kommentare auf "Wahl des Verbandsbürgermeisters der VG Annweiler: Drei Kandidaten stellen sich vor"

  1. Lucifer´s Friend sagt:

    In einer Demokratie hingegen gehört auch der Nichtwähler zum Souverän, folglich muß seine Stimme berücksichtigt werden. Da der Nichtwähler zu allen Wahlvorschlägen NEIN sagt, soll er virtuelle Abgeordnete ins Parlament schicken, die zu allem NEIN sagen. Ausschließlich die ungültigen Stimmen fallen unter den Tisch. Beleuchten wir die Bundestagswahl 2013, so sehen die Ergebnisse so aus: Wahlbeteiligung 71,5%, d.h., 285 virtuelle NEIN-Sager im Parlament. 1,3% ungültige Stimmen, das Parlament hat demnach 987 Abgeordnete, davon 702 aus Fleisch und Blut. Die Kanzlermehrheit beträgt 494 Abgeordnete, die alle aus Fleisch und Blut sein müssen. Union (CDU + CSU): 29,13% = 291 Abgeordnete, SPD: 18,04% = 180 Abgeordnete. Die „große“ Koalition hätte mit 471 Abgeordneten noch keine Mehrheit! Linke: 6,248% = 62 Abgeordnete, Grüninnen: 5,897% = 59 Abgeordnete, FDP 3,370% = 34 Abgeordnete (wäre also drinnen), AfD: 3,299% = 33 Abgeordnete, Piraten: 1,544% = 15 Abgeordnete, NPD: 0,913% = 9 Abgeordnete, Freie Wähler: 0,702% = 7 Abgeordnete. Auf die Sonstigen entfallen 12 weitere Abgeordnete. Merkel hätte also eine vierte Partei in die Koalition holen müssen, Linke, Grüninnen, FDP oder AfD – und eine deutlich selbstbewußtere CSU an Bord gehabt.

    Dieses Wahlrecht hätte entscheidende Vorteile für die Demokratie im Land. Dann wäre eben nichts mehr „alternativlos“, dann muß die Politik so gestaltet werden, daß das Volk zustimmt. Türken den deutschen Paß zuzuwerfen, brächte weder der SPD noch den Grüninnen etwas, da diese leicht eine AKP (Erdogan) oder eine PKK (Kurden) gründen könnten und damit direkt im Parlament vertreten wären. Heute ist eine Wahl gültig, selbst wenn nur Parteimitglieder und Beamte wählen gehen, mithin eine einstellige Wahlbeteiligung erzielt würde. Mit der neuen Regelung wäre das Land bei einer Wahlbeteiligung unter 50% nicht mehr zu regieren, da bei dieser Zahl die NEIN-Stimmen der virtuellen Abgeordneten die absolute Mehrheit hätten. Und ja, ich weiß durchaus, daß wir seit 1956 kein gültiges Wahlrecht mehr haben. Aber das schert die Politik nicht, Diäten, Ministergehälter und Dienstwagen gibt es trotzdem.

  2. Max sagt:

    Harald Jenzer, aus Dernbach ?
    Das ist doch der wo versucht in seinem Dorf Hütten-Wirte zu bedrohen und zu blockieren weil sie eine Veranstaltung ( Rede eines Botschafters aus Kohls Zeiten ) von der AfD dulden.
    Dieser Mann will Parteilos sein ?
    Dieser Mann ist ein anti Demokrat hoch 3.
    http://alternative-ger.de/2017/07/06/dienstaufsichtsbeschwerde-gegen-den-ortsbuergermeister-von-dernbach-harald-jentzer/

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