Mittwoch, 13. Dezember 2017

Wahl der Pfälzer Weinkönigin am 6. Oktober: Daniela Töpfer kandidiert für Annweiler

2. Oktober 2017 | 6 Kommentare | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße, Leute-Regional, Regional
Daniela überwacht im eigenen Keller die Gärung der 2017er Weine. Foto: hi

Daniela überwacht im eigenen Keller die Gärung der 2017er Weine.
Foto: hi

Annweiler. Nicht wenige Annweilerer werden am Abend des 6. Oktober vor dem Fernseher sitzen und die Daumen drücken.

Denn mit Daniela Töpfer, 26, stellt sich in diesem Jahr auch eine Bewerberin aus dem Weinort Annweiler am Trifels zur Wahl der Pfälzischen Weinkönigin. An diesem Freitag bestimmt eine Jury aus Journalisten, Werbefachleuten und Vertretern der Pfälzer Weinwirtschaft, wer von den 8 Kandidatinnen als 79. Pfälzische Weinkönigin im kommenden Jahr für die Pfalz und den Pfälzer Wein werben wird. Die anderen sieben werden als Pfälzer Weinprinzessinnen künftige Botschafterinnen der Pfalz sein.

Die Wahlveranstaltung im Saalbau in Neustadt wird vom Rhein-Neckar-Fernsehen RNF live übertragen.
Wer den TV-Empfang dazu nicht hat, kann auch an seinem PC im Internet (rnf.de/mediathek/video/rnf-livestream) verfolgen, wie die Weinhoheiten mit ihrem fachlichen Weinwissen, Schlagfertigkeit und Charme das Publikum überzeugen.

Erwartet werden am Freitagabend mehr als tausend Besucher an diesem traditionellen Krönungsort der Deutschen und der Pfälzischen Weinkönigin.

Darunter auch eine 54-köpfige Fan-Gruppe aus Annweiler. Damit die strahlende Persönlichkeit von Daniela noch mehr zum Ausdruck kommt, ist – neben anderen Sponsoren aus der Süd- und Westpfalz – aus Annweiler der Friseur M.Winter als Sponsor mit dabei: Ein Jahr lang wird sich der Chef, Martin Winter, zusammen mit Tochter Isabel (Make-up Artist) persönlich um Hair-Styling und Make-up der Annweiler Weinhoheit kümmern. Dazu Carmen Winter: „Wir unterstützen unsere langjährige Kundin und künftige Weinkönigin bzw. Weinprinzessin, weil diese Repräsentation Annweiler nach vorne bringt. Als Mitglied im Gesamtvorstand des Vereins Zukunft Annweiler e.V. unterstreichen wir damit auch unser Engagement für die Stadtentwicklung“.

Auch Walter Herzog, Vereinsvorsitzender, ist begeistert und ergänzt: „Eine Südpfälzer Weinprinzessin aus Annweiler am Trifels bringt eine neue Qualität an Image und Bekanntheit unserer mittelalterhistorischen Stadt und damit einen weiteren wertvollen Impuls für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Wir alle sind in Danielas Fan-Club. Unser Vorstand ist am Freitag in Neustadt dabei, und wir werden unsere Unterstützung kraftvoll kundtun.“

Nach ihrem agrar-betriebswirtschaftlichen Studium in Nürtingen hat sie ihre Ausbildung zur Winzerin in den VDP-Weingütern Münzberg (Godramstein) und Kranz (Ilbesheim) im Juli dieses Jahres abgeschlossen. Die Jungwinzerin arbeitet halbtags im Weingut Kranz, ansonsten ist sie rund um die Uhr im familieneigenen Weingut tätig. Zur Seite steht ihr der Vater, Prof. Reinhard Töpfer, mit dem sie gerade die Jungwein-Verkostung im Keller vornimmt. Und auch Danielas Freund, Sebastian, bringt sich tatkräftig vor allem bei den Maschinenarbeiten und im Weinberg ein.

Die Töpfers leben seit 25 Jahren mit ihren zwei Kindern in Annweiler. Tochter Daniela ist ein echtes Annweiler Gewächs: „Nach Kindergarten und Grundschule habe ich 2010 mein Abi auf dem TGA gemacht. Später einmal will ich das vom Vater seit 1999 aufgebaute Weingut in der historischen Altstadt von Annweiler in eigener Regie führen. Als klassische Winzerfamilie“, wie sie sagt.

Die Weinberge der Töpfers liegen in der bekannten Großen Lage Siebeldingen Im Sonnenschein mit den Rebsorten Regent und Calardis Blanc. Der Riesling kommt aus dem Birkweiler Kastanienbusch. Nach der Handlese der Trauben überwacht Daniela derzeit den Gärprozess im Keller.

„Den 2017er Regent werden wir als trockenen Rotwein erstmalig komplett im Barrique (=Eichenfass mit 225 l, Red.) ausbauen. Ein Teil der Regent-Trauben wird als Roséwein gekeltert, der schon in den Vorjahren mit leichten fruchtigen Noten und feinem Aroma überzeugt hat.

Er ist inzwischen komplett ausverkauft“. Das Flaschenlager im Weingut Töpfer umfasst ca. 10.000 Flaschen. Von der 2016er Ernte wurden Ende August knapp 4.000 Flaschen abgefüllt und werden in Kürze etikettiert. Dann kann man auch wieder Rosé und den ersten Jahrgang „Calardis Blanc“ erwerben. „Unsere hochwertigen Weine lassen wir fast ein Jahr auf der Hefe liegen, damit sie sich optimal entfalten können“ skizziert Daniela ihre „Philosophie“.

Daniela Töpfer war 2014/15 die Annweiler Kastanienprinzessin. Von daher kennt sie die persönlichen Herausforderungen und Anstrengungen der Präsentation bei zahlreichen Terminen, zumeist an den Wochenenden.

Danach gefragt, warum sie nun nach der Königskrone strebt, mit den noch einmal sehr viel größeren zeitlichen Belastungen durch die vielen nationalen und internationalen Terminverpflichtungen auf Messen, Eröffnungsveranstaltungen und bedeutenden Weinverkostungen.

Da blitzt die Begeisterung und Freude aus den Augen: „Ich möchte jetzt den tollen Pfälzer Wein, die wunderschöne Landschaft und die Herzlichkeit und Offenheit der Pfälzer nach außen tragen. In Deutschland und auch international“.

Am kommenden Freitagabend wird es also spannend. Der Saalbau fasst über 1.500 Besucher und ist seit drei Monaten ausverkauft. Um 18 Uhr ist Einlass, die Krönungs-Zeremonie beginnt 19:30 Uhr. Dann werden die 8 Kandidatinnen von der Mittelhaardt und Südpfalz in einem 80-Sekunden-Spot vorgestellt, wobei Charakteristisches ihrer jeweiligen Heimatregionen ins Bild gesetzt wird.

Gleichviel wie die Entscheidung der Jury am kommenden Freitag ausgeht: Annweiler am Trifels wird als Weinort erstmalig in seiner Geschichte auch durch eine Weinhoheit repräsentiert sein. (hi)

Mehr zu den anderen Kandidatinnen

 Jungwinzerin Daniela Töpfer im Wingert bei der Handlese 2017. Foto: hi

Jungwinzerin Daniela Töpfer im Wingert bei der Handlese 2017.
Foto: hi

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6 Kommentare auf "Wahl der Pfälzer Weinkönigin am 6. Oktober: Daniela Töpfer kandidiert für Annweiler"

  1. Demokrat sagt:

    Annweiler als Weinort?
    Da fehlts aber an einigem.

    • günter w. sagt:

      Gräfenhausen … Weinbaugemeinde >>> Stadtteil von Annweiler. Passt also

    • hirschi sagt:

      … noch (!) … aber das ist doch super, dass Annweiler hinsichtlich seiner Stadtentwicklung nach vorne, in die Zukunft, blickt … Ich drücke Daniela Töpfer die Daumen: alles Gute und viel Erfolg in Neustadt am kommenden Freitag. Und nebenbei bemerkt: „Weinort“ ist eine amtlich geregelte Bezeichnung. Annweiler ist (!) Weinort. Das dazugehörige Wohlfühlambiente wird sich auch noch entwickeln, wenn die Annweilerer mit ihrem Verein „Zukunft Annweiler e.V.“ dahinter stehen.

      • Demokrat sagt:

        Stimmt, dass bringt die vielen Winzer und Weingüter in der Trifelsstadt Annweiler ein Stück weiter!

        • hirschi sagt:

          Irgendwie verstehe ich die Ironie nicht, Demokrat.
          Es geht doch nicht nur um „Winzer und Weingüter in der Trifelsstadt Annweiler“. Vielfältige Impulse mit unterschiedlichen Facetten braucht eine zukunftsgerichtete Entwicklung einer Stadt wie Annweiler mit ihrer großartigen mittelalterlichen Historie.
          Werfen Sie doch mal einen Blick auf die Satzung des Vereins Zukunft Annweiler e.V.: stadtentwicklung-annweiler.de

  2. Ein Annweilerer sagt:

    Erstmal geht es in dem Artikel ja um die Bewerbung von Daniela zur Pfälzischen Weinkönigin. Ich bin mal gespannt, wie sie sich heute Abend schlägt und drücke ihr die Daumen!
    Ich finde es super, dass sich in unserer Altstadt was bewegt. Annweiler ist sicher kein großer Weinbauort, aber Gräfenhausen als Stadtteil von hat sowohl eine große Tradition im Weinbau als auch aktive Winzer. Für Annweiler ist das Projekt der Töpfers auf jeden Fall eine Bereicherung. Davon bräuchten wir noch mehr!

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