Samstag, 10. Dezember 2016

„Verdammt gut gemacht“: Schulelternsprecherin Christine Gartner verabschiedet

16. Oktober 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Allgemein, Kreis Germersheim

Langjährige SEB-Sprecherin Christine Gartner (r.) mit Stufenleiterin Astrid Lutz.
Fotos: Beil

Rheinzabern – Am letzten Schultag vor den Herbstferien traf sich die Schulgemeinschaft der IGS Rheinzabern zur Vollversammlung.

Don‘t look back in anger, mahnte das Eingangslied der Schulband, doch ob mit dem „anger“ der Ärger über schleppend vorangehende Sanierungsarbeiten, erste Aufsatzbewertungen oder persönliche Erfahrungen gemeint waren, sei dahingestellt. Jedenfalls dominierte der Blick nach vorne die gelungene Feier.

Absoluter Höhepunkt der Assembly war die Verabschiedung der langjährigen Elternsprecherin Christine Gartner, die zwar nicht viel Aufsehens wollte, sich dem Dank der Schulgemeinschaft aber nicht entziehen konnte.

In Vertretung des erkrankten Schulleiters Pete Allmann, mit dem zusammen die scheidende SEB-Sprecherin so manche Schlacht für die IGS Rheinzabern geschlagen hatte, sprach Stufenleiterin Astrid Lutz eine kleine Laudatio auf ihr großartiges Engagement und überreichte Gartner einen Ehren-Oskar.

„Du hast deine Sache verdammt gut gemacht“, betonte Lutz, nicht ohne zu erwähnen, dass Christine Gartner zusammen mit SEB-Mitgliedern an den heißesten Tagen des Jahres noch ein Abschiedsgeschenk an die Schüler baute: Die Freiluft-Sitzgruppe aus Baumstämmen (gestiftet von der Gemeinde Rheinzabern) erweist sich als beliebter Platz zum Quatschen und Chillen, die Basketballkörbe für den Pausenhof verlocken indes zum Bewegen der Glieder.

Intensiver Beifall war der Dank der Schulgemeinschaft. Dass es dabei nicht ohne Emotionen zuging, dafür hatte auch Rolf Kerns Abschiedsmusik gesorgt.

Seit sechs Jahren pflegt man an der IGS Rheinzabern regelmäßig Vollversammlungen, um das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken und den „Stallgeruch“ zu fördern.

Nicht zuletzt gilt es, zwischen Sextanern und mittlerweile Obersekundanern der auf über 700 Schüler gewachsenen Schule den Teamgeist zu fördern. Die Kleinen schauen auf die Großen und deren Verhalten. Es galt aber auch Missstände öffentlich anzusprechen, wozu diesmal die völlig inakzeptablen Manipulationen an Fahrrädern zählten. Lautstark distanzierte sich die Schülerschaft von schwarzen Schafen.

Die neue SV mit Sprecherin Melissa Knodel und Felix Bohlender (5. bzw. 6. v.r.).

Dass man nach vorne schaut, artikulierte sich auch in der von SV-Sprecherin Melissa Knodel vorgetragenen Präambel der Hausordnung. Begriffe wie Rücksichtnahme, Respekt, Individualität, Gemeinschaft, oder Haus des Lernens sollen keine hohlen Floskeln bleiben, sondern aktiv gelebt werden. Ein Unterfangen – wir haben es mit Kindern zu tun – woran natürlich tagtäglich gearbeitet werden muss. Eine Aufgabe für Schüler, Lehrer und Eltern.

Zur Mitverantwortung in der Schulgemeinschaft tragen auch die SV-Sprecher und Stufenvertreter bei, die Verbindungslehrer Johannes Groß vorstellte. Jüngste im SV-Team ist die Fünftklässerin Emma Katz.

Europakompetenz ist eines der Leitziele der IGS, weswegen Lehrerin Bettina Vierthaler nicht nur den normalen Schüleraustausch mit Schulen in England, Griechenland, Frankreich oder Schweden ansprach, sondern auch ein neues Erasmus-Projekt vorstellte, für das die Schule nach mehreren COMENIUS-Projekten den Zuschlag erhielt.

Die Kinder von EUROPIA: Schule-Arbeit-Leben in 100 Jahren, ist das Projekt betitelt. Im April 2016 werden die ersten Gäste aus fünf europäischen Ländern erwartet, doch ist dieses Thema einen eigenen Bericht wert.

Zum Auftakt von EUROPIA stellten die Schüler Zeitkapseln vor, die beim Ersten Spatenstich für den Erweiterungsbau der Sekundarstufe II vergraben werden sollen. Deren Inhalt soll künftigen Genrationen zeigen, was heutigen Kindern und Jugendlichen wichtig erscheint.

Die Archäologen von morgen werden sich freuen dürfen. Schon einmal waren sie am Schulstandort aktiv, allerdings um römische Gräber zutage zu fördern.

Zur Assembly gehört stets eine bunte Mischung aus musikalisch-künstlerischen Beiträgen, so dass nicht nur die Ratio, sondern auch die Emotio der Kinder angesprochen werden. Die 6a mit Lehrerin Dorothée Jehling sang einen hintergründigen Reinhard-Mey-Song über Vorurteile.

Die 7a mit Lehrerin Astrid Lutz gab eine Boomwhackers-Performance, während die Fünftklässer symbolhalft den Lern- und Lebensweg besangen. Das Lied Über sieben Brücken musst du gehen liefert dazu nachdenkenswerte Stichworte.

Mit Rocking all over the world, gesungen von Svenja Nolte und Robin Hoffmann, erinnerte die Schulband schließlich an ein Leben außerhalb der Schule. Dennoch war zu verspüren, dass die Rasselbande mit vielen guten Vorsätzen in die verdienten Herbstferien entschwand. (Gerhard Beil)

Boomwhackers der 7a.

Bettina Vierthaler (2. v.r.) stellt das neue ERASMUS + Projekt vor.

Sag es mit Musik: Chor der Fünftklässer.

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