Samstag, 25. November 2017

Tag der Deutschen Einheit: Großer Festakt in Mainz mit vielen Gästen

3. Oktober 2017 | 3 Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Rheinland-Pfalz
Deutschland feiert die Einheit. Foto: dts nachrichtenagentur

Deutschland feiert die Einheit.
Foto: dts nachrichtenagentur

Mainz. Jedes Jahr am 3. Oktober wird er gefeiert, der Tag der Deutschen Einheit. Traditionell finden die offiziellen Feierlichkeiten in dem Bundesland statt, das zu diesem Zeitpunkt die Bundesratspräsidentschaft inne hat. Somit richtet 2017 das Land Rheinland-Pfalz den Tag der Deutschen Einheit aus.

Unter dem Motto „Zusammen sind wir Deutschland“ wird der nationale Feiertag in der Gastgeberstadt Mainz begangen und steht ganz im Zeichen von Schwarz-Rot-Gold, den Farben des Hambacher Festes von 1832, der „Wiege der deutschen Demokratie“.

Feierlicher Festakt in der Rheingoldhalle

Neben den protokollarischen Veranstaltungen am 3. Oktober, dem Festgottesdienst im Hohen Dom zu Mainz sowie dem Festakt und Empfang des Bundespräsidenten in der Rheingoldhalle für geladene Gäste, steht das zweitägige Bürgerfest in der Innenstadt im Fokus der Feierlichkeiten. An den beiden Tagen werden über 500.000 Gäste in der Stadt erwartet.

Wie es sich für einen Tag der Deutschen Einheit gehört, werden sich auch die 16 Bundesländer in Mainz vorstellen. Besucher können in der Innenstadt auf eine Kurzreise durch Deutschland gehen und dabei unter anderem auch kulinarische Besonderheiten aus allen Ecken des Landes kosten.

Ebenso werden Bundesrat, Bundestag und Bundesregierung mit großen Präsentationsflächen in Mainz vertreten sein. Intensiv können sich die Bürger über die Verfassungsorgane informieren und Politik hautnah und multimedial erleben.

Der offizielle Teil der Feierlichkeiten beginnt am 3. Oktober um 9.30 Uhr im Gutenbergmuseum. Dort begrüßen Bundesratspräsidentin Malu Dreyer und Oberbürgermeister Michael Ebling die Verfassungsorgane des Bundes.

Nach dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Mainz findet im Dom der ökumenische Gottesdienst statt, zu dem 1.000 Gäste erwartet werden.

An dem anschließenden Festakt in der Rheingoldhalle werden 1.200 Gäste teilnehmen, unter anderem Mitglieder der Bundesregierung, Europa-, Bundes- und Landtagsabgeordnete, die Regierungschefs der Länder oder Vertreter des Diplomatischen Corps und der Kirchen.

Der Gottesdienst wird live vom SWR, der Festakt vom ZDF übertragen. Die Gäste des Bürgerfestes können beides beim Public Viewing im Rheinland-Pfalz Zelt auf dem Fischtorplatz oder der SWR-Bühne auf dem Schillerplatz mitverfolgen.

Die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit enden am 3. Oktober mit einer großen Abendshow auf dem Rhein. Dort wird mit viel Licht, Animation und Musik die deutsche Geschichte aus dem Blickwinkel des Landes Rheinland-Pfalz eindrucksvoll inszeniert.

Rund 150.000 Menschen beim Bürgerfest in Mainz

Rund 150.000 Menschen haben am 2. Oktober beim Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit friedlich zusammen gefeiert.

Nachdem der Nieselregen am Nachmittag nachgelassen hatte, füllte sich die Veranstaltungsfläche zunehmend. Auf der Ländermeile und vor den verschiedenen Bühnen auf den Plätzen der Stadt Mainz drängten sich die Zuschauer bis in die späten Abendstunden. Der Zugang zur RPR-Bühne musste wegen des Andrangs zeitweise gesperrt werden.

Aus Sicht der Polizei verlief das Bürgerfest gestern weitgehend störungsfrei. Auch der erwartete Stau zur morgendlichen Rush-Hour sei ausgeblieben. Offenbar hätten die Besucher die Hinweise der Stadt Mainz und der Polizei auf Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel angenommen.
Schweitzer zum Tag der Deutschen Einheit: „Demokratie jeden Tag aufs Neue mit Leben füllen“

„Der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober ist ein Tag der Freude und des mahnenden Erinnerns. Die historischen Ereignisse, durch die die deutsche Wiedervereinigung herbeigeführt wurde, sind Beleg für die Kraft des Willens nach Freiheit, Demokratie und Rechtstaatlichkeit.

Vor 27 Jahren hat die friedliche Überwindung der innerdeutschen Teilung eine politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformation in Deutschland ausgelöst. Erneut erleben wir in diesen Zeiten eine Transformation der politischen Landkarte in Deutschland und Europa. Erneut ist es an Demokratinnen und Demokraten, die innere Einheit Deutschlands zu bewahren.“

Schweitzer weiter: „Die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am 2. und 3. Oktober in Mainz sind ein würdiger Höhepunkt der rheinland-pfälzischen Bundesratspräsidentschaft.

Das Motto unserer Ministerpräsidentin und Bundesratspräsidentin Malu Dreyer „Zusammen sind wir Deutschland“ hat die rheinland-pfälzische Bundesratspräsidentschaft geleitet. Es ist zugleich Appell an alle Bürger, für ein gemeinsames Miteinander, für Freiheit, Toleranz und Weltoffenheit in unserem Land einzutreten und unsere Demokratie jeden Tag aufs Neue mit Leben zu füllen.“

Cornelia Willius-Senzer, FDP: Tag der Einheit ist Tag der Freiheit

Zum Tag der Deutschen Einheit und zur Einheitsfeier in Mainz sagt die Vorsitzende der FDP-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz, Cornelia Willius-Senzer:

„Der 3. Oktober ist ein denkwürdiger Tag der deutschen und der europäischen Geschichte. Am 3. Oktober 1990 wurde mit dem Beitritt der ehemaligen DDR zur Bundesrepublik Deutschland das letzte Kapitel des Kalten Krieges geschlossen.

Der Mut, den die Menschen während der Demonstrationen in den kalten Novembertagen des Jahres 1989 bewiesen haben, ist bewundernswert. Das Streben der Menschen nach Freiheit und Demokratie war größer als die Angst vor den Repressionen des Sicherheitsapparats der DDR-Führung.

Der Tag der Deutschen Einheit ist ein Tag der Demokratie, der Freiheit und der Menschenrechte. Der Fall des Eisernen Vorhangs bedeutete nicht nur die Wiedervereinigung Deutschlands, der gesamte europäische Kontinent konnte zusammenwachsen. Die Einheit Deutschlands hat wesentlich dazu beigetragen, dass Europa heute ein Ort des Friedens und des Wohlstands ist.

Die Errungenschaften des europäischen Einheitsprozesses scheinen zu häufig in Vergessenheit zu geraten. Nationalistische Tendenzen sind in ganz Europa wahrnehmbar. Auch in Deutschland, das wie kein zweites Land von der Stabilität der Europäischen Union profitiert. Mir ist es ein besonderes Anliegen, die Notwendigkeit des geeinten Europas stärker in den Fokus der öffentlichen Debatte zu rücken.

‚Gemeinsam sind wir Deutschland‘ lautet das Motto der diesjährigen Einheitsfeier in Mainz. Dieses Motto teile ich ausdrücklich. Aus den 82 Millionen unterschiedlichen Lebensentwürfen der Menschen in unserem Land entsteht die vielfältige, tolerante Bundesrepublik.

Eine besondere Freude ist es, dass Mainz in diesem Jahr Gastgeber der Einheitsfeier ist. Mainz wird sich den Gästen aus dem In- und Ausland als weltoffener und herzlicher Gastgeber präsentieren. Den vielen tausend Einsatzkräften und den Menschen, die durch ihr freiwilliges Engagement zum Gelingen des Einheitsfests in Mainz beitragen danke ich sehr herzlich.“

Juncker betont Bedeutung der deutschen Einheit für Europa

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die Bedeutung der deutschen Einheit für Europa unterstrichen. Juncker sagte der „Bild am Sonntag“ über die Deutsche Einheit: „Sie ist ein Symbol dafür, was wir bewirken können, wenn wir den Blick darauf richten, was uns eint. Diese einende Kraft ist und bleibt Europas Chance und Versprechen für die Zukunft.“

Der 3. Oktober sei für ihn deshalb ein besonderer Tag, so der EU-Kommissionspräsident weiter. (red/dts Nachrichtenagentur)

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3 Kommentare auf "Tag der Deutschen Einheit: Großer Festakt in Mainz mit vielen Gästen"

  1. Johannes Zwerrfel sagt:

    https://scontent-frx5-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/22279821_902433919905314_6885855738176676612_n.png?oh=7e95f27dea28eea960b9238d98d95b97&oe=5A4F0252

    Prof. Dr. Jörg Meuthen
    Liebe Leser, der heutige Tag der Deutschen Einheit ist ein ausgezeichneter Anlass, um über unser vereintes Deutschland und seine Stärken nachzudenken.
    Unser Land ist geprägt von einer schönen, bereichernden Vielfalt. Eine Vielfalt, getragen von Menschen aus sechzehn Bundesländern mit all ihren liebenswerten, regionalen Charakterzügen.
    Zugleich ist es eine Vielfalt unter dem Dach einer gemeinsamen kulturellen Prägung, die uns zu dem macht, was wir sind: Deutsche. Bedauerlicherweise fokussiert man sich beim Thema „Deutsche Einheit“ in vielen medialen Diskussionsrunden aber nicht auf das Einende, sondern auf das angeblich Trennende zwischen Ost und West.
    Das halte ich für den falschen Weg. Dieses vermeintlich Trennende ist nämlich letztlich nur ein Ausdruck unterschiedlicher Stärken der Menschen, zum Teil auch der Strukturen in den einzelnen Regionen.
    Warum also nicht den Fokus auf wechselseitiges Lernen legen?
    So kann der Osten in wirtschaftlicher Hinsicht von seinen eigenen Leuchtturm-Regionen wie auch von vielen Gebieten des Westens lernen, welcher Faktoren es bedarf, um wirtschaftliche Dynamik zu entfalten. Neben vielem anderen ist hier auch die Notwendigkeit eines starken Mittelstands zu nennen – ein Rückgrat der Gesellschaft, das in den Mühlen der sozialistischen SED-Diktatur leider zermahlen wurde, das aber gerade im Süden Deutschlands ein enormer Eckpfeiler des Wohlstands ist.
    Der Westen dagegen kann vom mutigen Osten Demokratie lernen – ja, Sie haben richtig gelesen: Der Westen kann vom Osten Demokratie lernen, mögen die Protagonisten des politisch-medialen Komplexes auch stets das Gegenteil behaupten.
    Haben Sie, liebe Leser, beispielsweise den selbstgefälligen Auftritt von Heribert Prantl bei „Anne Will“ am vorgestrigen Sonntag gesehen? Dieses ultralinke Chefredaktionsmitglied der Süddeutschen Zeitung zieh allen Ernstes die Menschen im Osten eines mangelnden Demokratieverständnisses, da ihm die hohen Wahlergebnisse unserer Bürgerpartei augenscheinlich ein Dorn im Auge sind:
    „Man hat geglaubt, wenn man ungeheuer viel [in Wohlstand] investiert, dann kommt auch Demokratie heraus. […] Das hat im Osten nicht funktioniert. […] Es gibt demokratische Defizite im Osten.“
    Demokratische Defizite, weil Menschen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen und unsere Bürgerpartei dort noch stärker unterstützen als ohnehin schon andernorts?
    Nein, Herr Prantl, und alle, die dies bislang glaubten: Kein Wort davon ist wahr. Die Menschen im Osten haben nach jahrzehntelanger Unterdrückung unglaublich feine Antennen dafür, vom Staat und seinen „Eliten“ gemaßregelt und bevormundet zu werden.
    Ihr untrügliches Gespür sagt ihnen sofort, dass etwas faul ist in unserem Land, wenn beispielsweise ein Zensurminister namens Heiko Maas die freie Meinungsäußerung grundgesetzwidrig unterdrücken möchte, nach der sich diese Menschen jahrzehntelang gesehnt hatten.
    Diese ihre wertvolle Freiheit schätzenden und schützenden Bürger würden auch niemals einen Herrn Kretschmann von den Grünen zum Ministerpräsidenten küren, der die Hälfte der AfD-Wähler pauschal als „Bodensatz der Gesellschaft“ aufs Übelste verunglimpft: Solche Demokratie-Heuchler bekommen im Osten sehr schnell, was sie verdienen, nämlich eine krachende Wahlniederlage.
    Zeit also für wechselseitiges Lernen in unserem Vaterland. Zeit für Demokratie und Wohlstand.
    Zeit für die #AfD.

  2. Johannes Zwerrfel sagt:

    Merkwürdig
    Da feiern heute Politiker den Tag der deutschen Einheit,
    obwohl sie das Land spalten?!

  3. Johannes Zwerrfel sagt:

    Betonsteine, 7.400 Polizisten, Fensterverbot –
    Strengste Sicherheit für den Tag der Deutschen Einheit

    Es sah aus, am Samstag, als spiele jemand in der Mainzer Innenstadt mit Lego, mit Betonlego, um genau zu sein: An 117 Zugangspunkten wird die Innenstadt von Mainz abgeriegelt gegen mögliche Bedrohungen, 147 Betonsteine und 47 mobile Sperrgegenstände kommen dabei zum Einsatz. Zwei Tage vor Beginn des Bürgerfestes zum Tag der Deutschen Einheit in Mainz wird es damit ernst: Mainz wird zur Sicherheitszone. Es wird wohl der größte Polizeieinsatz aller Zeiten – für Mainz, für Rheinland-Pfalz und auch für die Einheitsfeier selbst. 7.400 Polizisten werden an den beiden Tagen 2. und 3. Oktober im Einsatz sein, davon kommen 20 Prozent aus anderen Bundesländern. Für den 3. Oktober gibt es eine Hochsicherheitszone rund um Dom und Rheingoldhalle, und hier gilt in der Tat für die Anwohner, was schon gerüchtehalber kursierte: „Gehen Sie nicht ans Fenster….“

    ….

    http://www.mainzund.de/betonsteine-7-400-polizisten-fensterverbot-strengste-sicherheit-fuer-den-tag-der-deutschen-einheit/

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