Samstag, 10. Dezember 2016

Schnelles Internet für Berg, Neuburg und Scheibenhardt – 100 Verträge werden gebraucht

16. September 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim

Foto: dts Nachrichtenagentur

VG Hagenbach – Eine erste Informationsveranstaltung zur Breitbanderschließung in der Verbandsgemeinde Hagenbach hatin Berg stattgefunden.

Die Firma Inexio stellte den Bürgern der drei Gemeinden ihr Angebot zum Ausbau der Breitbandinfrastruktur vor. Die Kreisverwaltung und die Verbandsgemeinde unterstützen die Ortsgemeinden gerne beratende beim Thema Breitbandausbau.

Die nächsten Informationsveranstaltungen finden am Donnerstag, 17. September, 19 Uhr, im Bürgerhaus Neuburg und am Donnerstag, 24. September, 19 Uhr, im Bürgerhaus Scheibenhardt statt.

Inexio kann durch den Ausbau des unternehmenseigenen Netzes von Glasfaserfernverbindungen initiativ auf die Gemeinden zugehen und Angebote für den Breitbandausbau unterbreiten.

Eine dieser Leitungen führt zwischenzeitlich in verhältnismäßig geringer Entfernung an Berg vorbei und ermöglicht heute ein Angebot für die Erschließung der drei Gemeinden mit Glasfaser.

Vor zwei Jahren noch musste die Gemeinde mit großen bürgerschaftlichem Engagement und Fördermitteln aus der Breitbandinitiative des Landes um die Gewinnung eines Unternehmens kämpfen.

„Wenn die technischen Möglichkeiten bereits vor einigen Jahren bestanden hätten, wäre dies für die Bürger der Gemeinde Berg eine Erleichterung in jeder Hinsicht gewesen“, so Ortsbürgermeister Günter Roitsch,

„Wir freuen uns aber auch heute, dass eine Firma anbietet, die Gemeinde mit einer Kabel gebundenen Lösung an das schnelle Internet anzuschließen. Damit entsteht für alle eine echte Alternative zu den bisher in der Gemeinde verfügbaren Angeboten.“

Die für Berg vorgestellten Pläne sehen eine Verlegung von Glasfasern zwischen dem Backbone und allen in der Gemeinde vorhandenen Kabelverzweigern (KVZ) der Telekom vor.

Bei den Kabelverzweigern handelt es sich um die in der Gemeinde verteilt stehenden grauen Kästen. Neben allen KVZ sollen zusätzlich eigene Technikstandorte eingerichtet werden, die vor Ort das Telefon- und Internetsignal erzeugen.

Dieses Signal wird von dort aus wie bei einem klassischen Telefon oder DSL-Anschluss über „die letzte Meile“ via Kupferkabel bis in die vorhandene Telefondose jedes einzelnen Haushaltes übermittelt.

„Beim Kunden zu Hause ist damit kein Umbau erforderlich. Telefon- und Internetsignal kommen weiterhin aus der vorhandenen Telefondose“, erklärt Frau Kiefer von Inexio, „Bei der Schaltung des Anschlusses muss lediglich die neue, von Inexio gelieferte Fritz-Box eingesteckt werden und schon kann es los gehen.“

Zusätzlich zu den beiden nächsten Infoveranstaltungen am 17. und 24. September bietet das Unternehmen in jeder Gemeinde drei bis vier Termine für die individuelle Beratung von Interessenten an.

100 Verträge werden gebraucht

Die Umsetzung der Pläne wird vom Unternehmen allerdings an eine Voraussetzung geknüpft:

In jeder Gemeinde muss zunächst eine bestimmte Zahl an Vorverträgen vorliegen. Hierdurch will das Unternehmen das Interesse in der Bevölkerung abklopfen und gleichzeitig das Risiko einer wirtschaftlichen Bauchlandung minimieren.

Für Berg und Neulauterburg müssen bis zum 31. Oktober 2015 insgesamt 100 Vorverträge mit Inexio vorliegen. Im Gegenzug verspricht das Unternehmen dann einen Ausbau bis Mai 2016.

„Mit dem sogenannten DSL-Versprechen haben eine Reihe von Gemeinden im Landkreis gute Erfahrungen gemacht“, so Stefan Hesse, bei der Kreisverwaltung zuständig für den Breitbandausbau.

Im Landkreis Germersheim wurden von Inexio bisher die Gemeinden Lustadt, Weingarten, Germersheim-Sonderheim, Hördt und Steinweiler ausgebaut.

Nach Auskunft des Unternehmens stehen Ausbauvorhaben in den Gemeinden Erlenbach, Zeiskam sowie dem Gewerbegebiet Horstgelände in der Stadt Kandel bereits fest auf der Agenda. „

Persönliche Beratungstermine (ohne Anmeldung):

Gemeinde Berg, im Nebenraum der Gemeinschaftshalle

30.09.2015 von 16:00 – 19:00 Uhr

15.10.2015 von 16:00 – 19:00 Uhr

27.10.2015 von 16:00 – 19:00 Uhr

Gemeinde Neuburg, im Bürgerhaus

01.10.2015von 16:00 – 19:00 Uhr

21.10.2015von 16:00 – 19:00 Uhr

02.11.2015von 16:00 – 19:00 Uhr

16.11.2015von 16:00 – 19:00 Uhr

Gemeinde Scheibenhardt, im Bürgerhaus

08.10.2015 von 16:00 – 19:00 Uhr

22.10.2015 von 16:00 – 19:00 Uhr

03.11.2015 von 16:00 – 19:00 Uhr

Informationen gibt es auch auf www.myquix.de oder unter der kostenlosen Rufnummer 0800/7849375.

Information

Das Thema Breitbandversorgung bewegt die Gemeinde bereits seit Jahren. In der Vergangenheit wurde in der Gemeinde mit großem Engagement – insbesondere auch der Bürgerinnen und Bürger – um eine schnelle Versorgung gekämpft und alle Hebel in Bewegung gesetzt, um einen Ausbau zu ermöglichen.

2013 wurde eine Lösung gefunden. Die Firma Skytron hatte nach einer Ausschreibung den Zuschlag erhalten, die Gemeinden Berg, Neuburg und Scheibenhardt mit einer Funklösung auszubauen. Um dem Unternehmen einen wirtschaftlichen Ausbau zu ermöglichen, wurde das Projekt damals im Rahmen der Breitbandförderung bezuschusst.

Mit der jetzt vorgestellten Lösung von Inexio werden mit der Anbindung via Glasfaser und dem Bau von Technikstandorten vor Ort physikalische Eigenschaften der Kabelwege und wirtschaftliche Überlegungen geschickt kombiniert: Bei den bisher verwendeten Kupferkabeln verliert das Signal mit jedem Meter Kabelweg an Qualität.

Bei einer Länge von mehreren Kilometern kann man so zwar noch problemlos telefonieren, an schnelles Surfen im Internet ist jedoch bereits bei zwei Kilometern Kupferkabel nicht mehr zu denken. Aktuell wird beim der Nutzung der Telefonleitung das Telefon- und Internetsignal für Berg im Hauptverteiler in Hagenbach erzeugt – in ca. 5 Kilometern Entfernung.

Das vorgestellte Anschlusskonzept verkürzt diesen Weg innerhalb der Gemeinde auf wenige Meter bis deutlich unter einen Kilometer. Damit werden allen Anschlussnehmern im Radius von 100 Metern um die KVZ Bandbreiten bis 100 MBit/s, innerhalb eines Kilometers wird eine Geschwindigkeit von 25 MBit/s in Aussicht gestellt.

Dass auf den letzten Metern weiterhin auf das Kupferkabel gesetzt wird, basiert auf rein wirtschaftlichen Überlegungen. Die Erdarbeiten sind der wesentliche Kostenfaktor der Erschließungsmaßnahme. Durch Anschluss der KVZ werden diese Arbeiten auf ein Minimum reduziert, eine schnelle und kostengünstiger Umsetzung garantiert.

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