Mittwoch, 20. September 2017

Positionspapier zum Pfälzerwald verabschiedet: Gleichstellungsbeauftragte berichtet dem Bezirkstag Pfalz

19. Juni 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Bad Dürkheim, Rheinland-Pfalz

Zu Gast bei der Bezirkstagssitzung in Bad Dürkheim: sechs Ausbilder aus Ruanda, die sich zurzeit an der Meisterschule für Handwerker in Kaiserslautern über die hiesige Aus- und Weiterbildung informieren.
Foto: red

Bad Dürkheim. Nach eingehender Diskussion verabschiedeten die Mitglieder des Bezirkstags Pfalz in ihrer Sitzung in Bad Dürkheim ein Positionspapier zum Naturpark Pfälzerwald, das der Bezirkstagsvorsitzende Theo Wieder zur weiteren Entwicklung des Biosphärenreservats vorgelegt hatte.

„Der Pfälzerwald ist – wie kaum etwas anderes in der Pfalz – identitätsstiftend für die Bevölkerung“, sagte Wieder. Die Aufgaben, denen sich der Bezirksverband Pfalz  mit der Übernahme der Trägerschaft stelle, seien „anspruchsvoll und hochkomplex“, auch habe der Regionalverband nicht überall die alleinige Entscheidungsgewalt.

Zu den Schwerpunktthemen, denen man sich vorzugsweise widmen müsse, gehöre die Erweiterung der Kernzonen auf drei Prozent der Fläche des Biosphärenreservats. Eine „attraktive Idee“ gäbe es hierbei, angeregt durch Gespräche mit den französischen Partnern, wenn sich eine größere grenzüberschreitende Kernzone ausweisen ließe.

Des Weiteren sei die Aufrechterhaltung und Sicherung der rund 150 Hütten des Pfälzerwald-Vereins und der Naturfreunde von besonderer Bedeutung für die Infrastruktur im Pfälzerwald. Dabei soll mithilfe eines Architekten der Zustand hinsichtlich Brandschutz, baurechtlichen Anforderungen und Hygienestandards überprüft und ein Plan, der den Sanierungsbedarf darstellt, erarbeitet werden. Was die grenzüberschreitende Zusammenarbeit betreffe, sei der Lenkungsausschuss reaktiviert worden, berichtete Wieder.

Nun müsse die Marschrichtung vereinbart werden, „welche Projekte auf französischer und deutscher Seite jeweils zuerst anzupacken sind“. Wichtig seien außerdem eine einheitliche Besucherlenkung und die Entwicklung einer Regionalmarke für die Produkte des Biosphärenreservats.

Schließlich gehe es um eine nachhaltige Umweltbildung, wobei man die bestehenden Einrichtungen, wie Pfalzmuseum für Naturkunde in Bad Dürkheim, Pfalzakademie und Regioakademie in Lambrecht, Haus der Nachhaltigkeit in Johanniskreuz und Biosphärenhaus in Fischbach, miteinander vernetzen und die Pfalzakademie als Umweltbildungszentrum nutzen wolle.

Bezirkstagsvize Dr. Klaus Weichel, zugleich Vorsitzender des Pfälzerwald-Vereins, bezeichnete das Positionspapier als „fortschreibungswürdiges Grundsatzpapier“. Für die Verwirklichung seien „Höhe und Nachhaltigkeit der Finanzierung“ wichtig. Er mahnte an, die Pfalz als Tourismusland besser zu vermarkten, indem die Aktivitäten gebündelt werden müssten. Auch müsse die Besucherlenkung, die sich auf einem guten Weg befinde, „mit Vehemenz weitergeführt werden“.

Erstmals berichtete die Gleichstellungsbeauftragte des Bezirksverbands Pfalz, Renate Flesch, die seit zwei Jahren im Amt ist, den Mitgliedern des Bezirkstags Pfalz über ihre Tätigkeit. Zuständig für 14 eigene und mitgetragene Einrichtungen des Bezirksverbands Pfalz mit rund 1.000 Beschäftigten, darunter etwa 600 Frauen, ist ihr ein „Miteinander“ ganz wichtig.

Vor Ort bietet sie Sprechstunden an, um „Vertrauen zu gewinnen, Präsenz zu zeigen und Impulse zu geben“. Darüber hinaus bietet sie ein Fortbildungsprogramm für Frauen in der Pfalzakademie an, ist bei Bewerbungsgesprächen dabei und pflegt Kontakte, unter anderem zur Arbeitsgemeinschaft für Frauen- und Gleichstellungsfragen bei den kommunalen Spitzenverbänden in Rheinland-Pfalz.

Im vergangenen Jahr würdigte sie das 25-jährige Jubiläum der Gleichstellungsstelle im Bezirksverband Pfalz  mit einer Präsentation in der Pfalzbibliothek, auch organisierte sie in der Pfalzakademie eine Ausstellung zum Thema „Frauenspuren in der Westpfalz“ mit Eröffnungsvortrag. Am Ende ihres Berichts forderte sie die Bezirkstagsmitglieder auf, bei ihrem „Engagement für Gerechtigkeit“ zu bleiben. (red)

Stellt das Positionspapier zum Pfälzerwald vor: Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder.
Foto: red

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