Donnerstag, 21. September 2017

OB-Wahl in Neustadt – VG-Bürgermeister-Wahl in Maikammer: Die Kandidaten stellen sich vor

2. September 2017 | noch keine Kommentare | Kategorie: Allgemein, Kreis Südliche Weinstraße, Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Politik regional, Regional

In Neustadt an der Weinstraße wird am 24. September der neue Oberbürgermeister gewählt.
Es treten an (in alphabetischer Reihenfolge): Pascal Bender (SPD), Ingo Röthlingshöfer (CDU) und Marc Weigel (FWG).

Der Pfalz-Express stellt die drei Kandidaten in einem kleinen Interview vor. Alle Kandidaten bekamen die gleichen Fragen.

Pascal Bender (SPD)

Pascal Bender.

Pascal Bender.

Alter: 47
Familienstand: in einer Partnerschaft
berufliche Tätigkeit: Geschäftsführender Gesellschafter Martens & Prahl Neustadt

Warum möchten Sie Oberbürgermeister der Stadt Neustadt an der Weinstraße werden, was bewegt Sie zur Kandidatur?

Ich bin Neustadter, Neustadt ist meine Heimat, ich habe mein Unternehmen hier aufgebaut. Neustadt begeistert mich und deswegen möchte ich, dass sich die Potentiale dieser Stadt wieder entfalten können. Es muss endlich gelten „Gestalten statt Verwalten“. Ich möchte den Neustart für Neustadt. Neustadt braucht einen Aufbruch, gemeinsam mit allen Bürgern.

Beschreiben Sie einem Fremden die Stadt mit maximal drei Sätzen….

Abwechslungsreich: städtisches Miteinander in der Kernstadt und dörfliches Flair in den Weindörfern. Vielfältig: Lebensqualität eingebettet in Reben am Tor zum Pfälzer Wald. Lebendig: eine aufgeschlossene Bevölkerung, eine bunte Kultur- und facettenreiche Genußszene.

Wenn ich gewählt werde, werde ich als erstes…?

Meine Gespräche mit den Bürgern fortsetzen, um ein Arbeitsprogramm für unsere Stadt fertig zu stellen. Dann werde ich die Verwaltung neu organisieren, strukturieren und motivieren.

Den Menschen, die dort arbeiten, den Rücken stärken, mit ihnen den Dienstleistungscharakter ihrer Arbeit benennen und den Mut, zu eigenverantwortlichem Handeln stärken. Meine Devise ist: Zuhören – Verstehen – Kommunizieren – Umsetzen.

Die nächsten drei Projekte sind…?

Mit drei Projekten wird es nicht getan sein. Dennoch, die ersten drei Projekte sind: 1. die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes. 2. Fokus auf die Wirtschafts- und Tourismusentwicklung. 3. Wohnraum und Infrastruktur verbessern.

Worin sehen Sie derzeit die größte Herausforderung?

Neustadt hat kein Ausgaben-, sondern ein Einnahmenproblem. Wir müssen die Wirtschaftspolitik neu ausrichten, um lokale Angebote, Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen zu entwickeln. Dazu kommt die Herausforderung bezahlbaren Wohnraum für Neustadt zu schaffen und die Verödung der Innenstadt umzukehren. Ich möchte, dass Neustadt wieder jung und alt begeistert.

Langfristig möchte ich für die Stadt Neustadt erreichen…

Neustadt ist in den letzten Jahren ins Hintertreffen geraten. Die Koalitionen von CDU/FWG und den Grünen haben hier in der Vergangenheit leider keinen Weitblick bewiesen. Ich möchte, dass wir unsere Position im interkommunalen Wettbewerb behaupten und ausbauen.

Ich werde gemeinsam mit den Bürgern definieren, was Neustadt ausmacht, wofür Neustadt steht. Neustadt muss seinen Bürgerinnen und Bürgern wieder optimale Versorgung, Wohnraum, Einkommen und Lebensqualität bieten. Dafür müssen wir in Neustadt aktiv Gewerbe, Handel- und Handwerk entwickeln, die bunte Kulturszene erhalten, Wohnraum schaffen und Lebensqualität aufbauen.

Was sind Ihre drei liebsten Beschäftigungen?

Ich engagiere mich gerne für unsere Stadt, deshalb bin ich ehrenamtlich in der Kultur, im sozialen Bereich und in der Lokalpolitik aktiv.

Entspannen kann ich mich bei Spaziergängen mit meinem Hund in den Weinbergen, auf dem Motorrad und bei einem Schorle im Freundeskreis. Um mich zu entspannen, erobere ich mit meinem Hund die Weinberge, setze mich auf mein Motorrad oder genieße eine Schorle im Freundeskreis.

 

Ingo Röthlingshöfer (CDU)

Ingo Röthlingshöfer.

Ingo Röthlingshöfer.

Alter: 55
Familienstand: verheiratet
Beruf: (derzeit) Bürgermeister der Stadt Neustadt an der Weinstraße.

Warum möchten Sie Oberbürgermeister der Stadt Neustadt an der Weinstraße werden, was bewegt Sie zur Kandidatur?

Nach 20 Jahren als Bürgermeister möchte ich in Zukunft meine zahlreichen Ideen und Vorstellungen für alle Bereiche der Stadt ein gutes Stück freier verwirklichen können.

Beschreiben Sie einem Fremden die Stadt mit maximal drei Sätzen….

Neustadt muss man einfach erleben, in der Mischung aus historischer Kernstadt und traditionellen Weindörfern, im Mix von Wein und Kultur, mit freundlichen, offenen Bürgern. Wir sind stolz auf unsere vielfältige Geschichte, vor allem das Hambacher Fest, und wissen gleichzeitig, dass Veränderungen notwendig sind: Heute gut leben, für die Zukunft denken und gestalten.

Wenn ich gewählt werde, werde ich als erstes…?

die Kommunikation innerhalb der Verwaltung sowie mit den Bürgern auf allen Ebenen ausbauen und verbessern.

Die nächsten drei Projekte sind…?

Bahnhofs-/Saalbauentwicklung, Einrichtung eines Jugendzentrums, Aufbau eines Innenstadtmanagements

Worin sehen Sie derzeit die größte Herausforderung?

Lösung der unerträglichen Verkehrssituation/-belastung durch neue Verkehrskonzepte bei gleichzeitiger Optimierung der aktuellen Situation (z.B. Verbesserung der Ampelschaltung)

Langfristig möchte ich für die Stadt Neustadt erreichen…

dass zufriedene Bürger ein positives, zukunftsgewandtes Image unserer Stadt überall hin nach außen tragen.

Was sind Ihre drei liebsten Beschäftigungen?

Radfahren und lesen sowie gutes Essen und Trinken.

Marc Weigel (FWG)

Marc Weigel.

Marc Weigel.

Alter: 38 Jahre
Familienstand: geschieden, in fester Partnerschaft lebend
Beruf: Gymnasiallehrer

Warum möchten Sie Oberbürgermeister der Stadt Neustadt an der Weinstraße werden, was bewegt Sie zur Kandidatur?

Als gebürtiger Neustadter und Lokalpatriot tut mir weh, wie in Neustadt und in der Region über uns gesprochen wird und dass man Neustadt für schläfrig und undynamisch hält. Ich möchte den von vielen ersehnten Aufbruch und Imagewandel für Neustadt bewirken und die Stadt mit Kreativität und Innovation in die Zukunft führen. Ich bin dafür der Richtige, weil ich jung, offen, in Neustadt gut vernetzt und kommunalpolitisch erfahren bin.

Beschreiben Sie einem Fremden die Stadt mit maximal drei Sätzen….

Neustadt ist eine Stadt mit hoher Lebensqualität, geprägt durch Wald und Wein, die fröhliche, engagierte und optimistische Menschen anzieht. Die neun Weindörfer tragen besonders dazu bei, dass Neustadt in Sport und Kultur ein vielfältiges Vereinsleben mit einem hohen Maß an ehrenamtlichem Engagement vorweisen kann.

Neustadts hoher kultureller Stellenwert wurde früher auch durch seine ökonomische und bildungspolitische Bedeutung gestützt. Heute haben uns andere Städte etwas den Rang abgelaufen und Neustadts Stellenwert als Mittelzentrum droht zu sinken. Diese Entwicklung muss gestoppt und umgekehrt werden.

Wenn ich gewählt werde, werde ich als erstes…?

mit den Mitarbeitern der Stadtverwaltung und den Vertretern der Kommunalpolitik sprechen und sie davon überzeugen, dass es mir ernst ist, offen und ehrlich einen Neuanfang zu wagen, Neustadt gemeinsam nach vorne zu bringen und dabei alte Rituale und Gräben zu überwinden.

Die nächsten drei Projekte sind…?

– die Gründung einer Stadtentwicklungsgesellschaft
– die Neustrukturierung der Stadtverwaltung
– die Einleitung eines Verbesserungsprozesses mit Blick auf Kommunikation und Kundenorientierung

Worin sehen Sie derzeit die größte Herausforderung?

Die Finanznot, die alle rheinland-pfälzischen Kommunen betrifft und die gerade in Neustadt mehr Engagement und Kreativität als bisher erfordern, um der Stadt neue Handlungsspielräume zu ermöglichen. Nur so kann die Stadt aktiver selbst gestalten und aus der Zuschauerrolle heraus.

Langfristig möchte ich für die Stadt Neustadt erreichen…

…dass die Bürger und die Menschen, die für die Stadt arbeiten, stolz auf Neustadt sind, glücklich sind und dass wir uns gewiss sein können, für die großen Herausforderungen der Zukunft gerüstet zu sein.

Was sind Ihre drei liebsten Beschäftigungen?
– lesen
– mit der Familie und mit Freunden wandern zu gehen und anschließend gemütlich zusammen zu sein
– Kunst und Kultur zu genießen und mich von der Kreativität und Energie anderer Menschen inspirieren und anregen zu lassen

 

Wahl der Bürgermeisterin der VG Maikammer: Gabriele Flach stellt sich vor

In der VG Maikammer wird am 24. September die neue VG-Bürgermeisterin gewählt.
Es tritt Gabriele Flach (CDU) als einzige Kandidatin an.

Gabriele Flach.

Gabriele Flach.

Gabriele Flach
Alter: 50
Beruf: Verwaltungsdirektorin beim Gemeinde-und Städtebund Rheinland-Pfalz

Der Pfalz-Express stellt die Kandidatin in einem kleinen Interview vor.

Warum möchten Sie Verbandsbürgermeisterin werden, was bewegt Sie zur Kandidatur?

Die Südliche Weinstraße ist für mich mehr als mein Geburts- und Wohnort. Hier bin ich verankert und geerdet.

Nun eröffnet sich die Chance, Entwicklung vor Ort direkt mitzugestalten. Wenn man seine Heimat liebt und in über 20-jährigen Dienstjahren berufliche Kenntnisse in den verschiedensten Tätigkeitsfeldern der öffentlichen Verwaltung, aber auch politische Erfahrungen gesammelt hat, die eine gute Grundlage für die Bewältigung dieser Aufgabe sind, reizt es natürlich, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Beschreiben Sie einem Fremden die VG mit maximal drei Sätzen….

Herrliche Landschaft, fließender Übergang vom wunderschönen Höhenrücken des Pfälzerwaldes mit interessanten Wanderzielen in das Rebenmeer der Haardt.
Kommunale Infrastruktur auf hohem Niveau, hervorragendes touristisches und gastronomisches Angebot, attraktive Freizeitmöglichkeiten.
Für das Gemeinwesen engagierte, lebensfrohe und gesellige Menschen, die gerne auch mal feiern.

Wenn ich gewählt werde, werde ich als erstes…?

Mich bei den Wählern und den vielen Unterstützern und Helfern bedanken. Dann gilt es zusammen mit den Mitarbeitern der Verwaltung die anstehenden Aufgaben anzupacken.

Die nächsten drei Projekte sind…?

Ganz oben auf der Agenda stehen die Modernisierung der Grundschule in St. Martin, der Umbau der Schulturnhalle in Kirrweiler und die Sanierung des Sanitärbereiches der Grundschule in Maikammer.

Auch künftig wird der zukunftsorientierte Ausbau von Angeboten für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren ein Dauerthema sein, bei dem es darauf ankommt, wie entsprechende Angebote bedarfsgerecht und qualitätsbewusst, gleichermaßen aber auch bezahlbar geplant und gestaltet werden können.

Worin sehen Sie derzeit die größte Herausforderung?

Die Aufgaben, denen sich Kommunen künftig gegenüberstehen, werden m.E. wachsen.
Gerade die Auswirkungen des demographischen Wandels erfordern neue Lösungen für das Zusammenleben der Generationen.

Dabei gilt es, alle Generationen mit ihren altersbedingt unterschiedlichen Ansprüchen bei den Beteiligungs- und Entwicklungsprozessen einzubeziehen. Generationengerechte und familienfreundliche Angebote sind ein wichtiger Baustein für eine zukunftsfähige Entwicklung.

Hierbei muss m.E. auch das Zusammenspiel zwischen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft unter dem Aspekt der Kooperation und einem wachsenden Anspruch an Transparenz und Beteiligung in Teilen überdacht und neu definiert werden.

Langfristig möchte ich für die VG Maikammer erreichen…

Besonders wichtig ist mir ein gutes Miteinander der Bürger in den drei Ortsgemeinden.
Ebenso wichtig sind Gremien und politische Mandatsträger, die bereit sind, sachorientierte Lösungen für die künftigen Herausforderungen zum Wohle der Bürger zu suchen und zu finden.

Mein langfristiges Ziel ist es, eine nachhaltige Weiterentwicklung in der Verbandsgemeinde mit auf den Weg zu bringen, die wirtschaftliche Interessen berücksichtigt, gleichermaßen aber auch die natürlichen Lebensgrundlagen schont und das gesellschaftliche Leben gerecht gestaltet.

Was sind Ihre drei liebsten Beschäftigungen?

Mit Menschen in Kontakt sein, Ideen aufzunehmen, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen und gemeinsam Vorschläge zu entwickeln und umzusetzen.
Daneben bin ich mich gerne in der Natur unterwegs und fahre leidenschaftlich Ski.

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