Samstag, 03. Dezember 2016

Neustadter Beigeordneter Krist fordert OB-Rücktritt und wird selbst dazu aufgefordert

16. Oktober 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Politik regional, Regional

Die Stadträte Werner (GRÜNE) (r.), Stahler (CDU) (2.v.r)  und Frey (FDP) (3.v.l.) von der Jamaika-Koalition (hier bei einer B39-Veranstaltung), wollen Beigeordneten Krists (4.v.r.) Rücktritt. Er hatte sich in einem Interview gegen OB Löffler (4.v.l) positioniert.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Neustadt. Wirbel im Neustadter Stadtrat: Nach einem Zeitungs-Interview des Beigeordneten der Stadt, FWG-Beigeordnetem Georg Krist, in dem er OB Löfflers Rücktritt forderte, ist die Empörung bei den Koalitionsfraktionen CDU, Grüne und FDP groß.

Mit „völligem Unverständnis“ hätten sie sowie die entsprechenden Parteien die Vorwürfe des FWG-Beigeordneten Georg Krist gegen die Neustadter Stadtverwaltung und insbesondere gegen Oberbürgermeister Löffler „zur Kenntnis genommen“.

Eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit, wie bislang üblich, sei mit ihm auf dieser Basis nicht mehr möglich. „Krist wird daher zum sofortigen Rücktritt vom Beigeordnetenamt aufgefordert, um die Stadt, aber augenscheinlich auch ihn selbst vor weiterem Schaden zu bewahren“, so die Koalitionsfraktionen.

Hintergrund: Krist sprach von Löfflers Untätigkeit seit Beginn der zweiten Amtsperiode 2009. Er „sitze nur die Zeit bis zum Ruhestand ab“ und würde sich nicht mehr für die Stadt engagieren.

Georg Krist entgegnet: „Ich halte die Rücktrittsforderung für unbegründet und sehe darin ein „Sandkastenspiel“, mit dem von dem in meinem Interview dargelegten Kernproblem abgelenkt werden soll. Darauf wird gar nicht eingegangen.

Im Übrigen sehe ich die Reaktion als scheinheilig an, nachdem die Idee, die Oberbürgermeisterwahl auf den Termin der Landtagswahl vorzuziehen, aus den Reihen der CDU stammt. Und die Neustadter Grünen hatten sogar – bis heute unwidersprochen – im Februar 2014 dem amtierenden Oberbürgermeister öffentlich vorgeworfen, Freunde bevorzugt zu bedienen und andere warten zu lassen.“ (desa/red)

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