Mittwoch, 07. Dezember 2016

Mit VoluNation in Südafrika: Alina aus Limburgerhof als Freiwillige in Kapstadter Klinik

15. September 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Leute-Regional, Rhein-Pfalz-Kreis

Alina machte die Arbeit im Krankenhaus viel Spaß.
Foto: red

Kapstadt/Limburgerhof. Ein Praktikum in einem Krankenhaus im Ausland war ihr größter Traum. Alina Nakov machte ihn wahr. Acht Wochen lang engagierte sich die 19-jährige aus Limburgerhof als Freiwillige in einer Klinik in Kapstadt.

Fragt man Alina, warum sie als Freiwillige in Südafrika war, braucht sie nicht lange zu überlegen. „Mein größter Traum war schon immer, nach dem Abitur im Ausland ein Praktikum im Krankenhaus zu machen“, erinnert sie sich.

Mit Unterstützung von www.VoluNation.com fand sie im Internet ihr Wunschprojekt und entschloss sich, nach Kapstadt zu reisen. „Da es sehr schwer ist, im Ausland ohne medizinische Vorkenntnisse ein Praktikum im Krankenhaus zu bekommen, habe ich nicht lange gezögert und mich direkt beworben, als ich das Angebot gesehen habe“, berichtet sie.

Die Tagesklinik in einem Vorort von Kapstadt hat eine 24-Stunden-Notaufnahme, eine Geburtenstation, eine Kinderzahnklinik, mehrere Untersuchungsräume und eine Apotheke. „Wir Freiwilligen hatten die Möglichkeit, in alle Bereiche reinzuschnuppern. Für mich war jedoch schon am Anfang klar, dass ich die meiste Zeit in der Notaufnahme verbringen werde, da mich dieses Gebiet am meisten interessiert.“

Die Patienten der Tagesklinik kommen aus den umliegenden Townships und bekommen eine billige Behandlung, erzählt Alina.  Dafür müssen sie aber recht lange Wartezeiten in Anspruch nehmen. „Wie viele Patienten am Tag kommen, ist oft vom Wetter abhängig, da Südafrikaner bei schlechtem Wetter nicht so gerne vor die Tür gehen.

Wenn die Menschen ihr Gehalt bekommen, ist meist mehr los, weil die Einwohner sich dann wieder mehr Alkohol leisten können und somit aggressiver werden.“  Häufig müssen Krankheiten und Beschwerden wie Tuberkulose, Asthma oder Bauch- und Kopfschmerzen in der Tagesklinik behandelt werden. „Es kamen auch Epileptiker, die vergessen hatten, ihre Tabletten zu nehmen.“

Alinas Hauptaufgabe war, die Ärzte zu begleiten. „Dadurch hatte ich die Möglichkeit, ihnen so viele Fragen zu stellen wie ich wollte und viel zu lernen.

Aber auch die Praxis kam nicht zu kurz und so wurde mir schon in den ersten Tagen beigebracht, einen Venenkatheter zum Beispiel für eine Infusion zu legen, zu nähen, zu gipsen und Röntgenbilder auszuwerten.“ Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase beschloss sie, auch Nachtschichten zu machen.

„Da kann man noch mehr miterleben, wie zum Beispiel mehr Stichwunden oder auch einen Herzinfarkt früh morgens. Unter der Woche war es in der Nacht meist ruhiger als am Tag und die Ärzte hatten somit auch mehr Zeit, uns etwas zu erklären und zu zeigen.

Die Nachtschichten waren wie alles freiwillig, ich würde sie aber jedem empfehlen, weil man nicht nur viel lernt, sondern auch viel Spaß mit den Ärzten und Schwestern hat“, sagt Alina lachend.

„Auch im Krankenhaus spürt man die entspannte Art der Südafrikaner und es liegt an einem selber, wie viel man am Ende des Praktikums gelernt und erfahren hat. Das Ganze ist mit viel Spaß verbunden, sodass man auch einfach gerne zur Arbeit geht. Die Erfahrungen sind unvergesslich.“

Ab und zu kümmerte sich Alina auch noch um Kinder. „Die meisten meiner Freunde waren als Freiwillige in einem Kindergarten, der von Kindern aus Townships und den umliegenden Farmen besucht wird. Man hat die Möglichkeit, Kindern die Kosten für den Kindergartenbesuch zu bezahlen.

Ich habe mich dazu entschieden, ein Kind zu sponsern und bin deshalb manchmal mit dorthin gefahren, um das Kind, das ich unterstütze, kennenzulernen.“

Neben der Arbeit Zeit für Land und Leute

Untergebracht war Alina in einem Freiwilligenhaus, von dem aus die Tagesklinik gut mit dem Minibus oder Auto erreicht werden konnte. „Zwölf Mädchen finden in diesem Haus Platz. Man wird sofort in die Gemeinschaft aufgenommen und schon nach wenigen Tagen habe ich Freundschaften fürs Leben geschlossen“, freut sie sich.

Zusammen mit anderen Freiwilligen mietete sich Alina ein Auto. „Dadurch konnten wir täglich etwas unternehmen. Ob Strand, Stadt oder wandern – in Kapstadt wird es nie langweilig.

Aber mein persönlicher Favorit waren definitiv die Wochenmärkte. Die Stimmung dort ist  immer gut, man trifft viele Leute und der Hauptgrund, warum ich diese Märkte so liebe, ist natürlich das hervorragende und sehr billige  Essen.“ Selbstverständlich durfte auch ein Ausflug zur Westküste nicht fehlen. „Da kann man noch mehr vom wunderschönen Südafrika sehen als nur Kapstadt und Erfahrungen sammeln wie Elefanten streicheln oder auf einem Strauß reiten.“

Über VoluNation
VoluNation ist Spezialist für weltweite Freiwilligenarbeit. Neben einem umfassenden Beratungsangebot bietet VoluNation kurzfristig buchbare Freiwilligenprojekte in mehreren Staaten Afrikas, Asiens und Südamerikas an. Weitere Informationen sind im Internet unter www.VoluNation.com erhältlich. (red)

Alina wird zukünftig auch selbst ein Kind sponsorn.
Foto: red

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