Dienstag, 19. September 2017

Martin Brandl kritisiert Unterrichtsausfall im Kreis Germersheim

2. September 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional

Landtagsabgeordneter Martin Brandl (CDU).
Foto: pfalz-express.de

Kreis Germersheim – „Noch immer gibt es bei der Unterrichtsversorgung Defizite. Das Land muss die Situation dringend verbessern“, fordert der Landtagsabgeordnete Martin Brandl (CDU).

 In den Sommerferien hat das Land die Statistik zum temporären Unterrichtsausfall, der etwa durch Krankheit, Fortbildung oder Klassenfahrten entsteht, veröffentlicht.

Die aktuelle Statistik weise für einzelne Schulen im Kreis immer noch zu viel „nicht planmäßig erteilten“ Unterricht aus, so Brandl.

Dieser nicht planmäßig erteilte Unterricht werde zum Großteil von den Schulen durch externe Kräfte, Mehrarbeit und „selbstbestimmtes Lernen“ ausgeglichen.

Stillbeschäftigung oder sogenannte „Mitführung“ etwa durch den Lehrer der Nachbarklasse würden damit als „Regulierung des nicht planmäßig erteilten Unterrichts“ gelten. In welchem Umfang sogenanntes „selbstbestimmtes Lernen“ qualifizierten Unterricht ersetzen soll, werde nicht ausgewiesen.

„Diese Stunden fehlen dann unseren Kindern. Für sie ist jede Stunde wichtig, um die Unterrichtsinhalte zu verstehen und einzuüben. Die Zeit für individuelle Förderung der Schwachen wie auch der Begabten bleibt zwangsläufig auf der Strecke“, sagte Brandl.

Für Schulen, die am „Personalmanagement im Rahmen Erweiterter Selbstständigkeit von Schulen“ (PES) teilnehmen, wird der Unterrichtsausfall im ersten Halbjahr 2014/2015 ausgewiesen.

An den Nicht-PES-Schulen sei der Unterrichtsausfall in der Woche nach Pfingsten beispielhaft erfasst worden.

Bei den PES-Schulen ist für die Berufsbildende Schule Germersheim mit 4 Prozent temporären Unterrichtsausfalls der höchste Wert im Kreis verzeichnet.

Auffällig sei außerdem das Europa-Gymnasium in Wörth mit 2,9 Prozent (458 Stunden) sowie die Richard-von-Weizsäcker Realschule plus mit 2,6 Prozent (432 Stunden).

„Gerade an den Berufsbildenden Schulen fällt nach wie vor zu viel Unterricht aus“, bemängelt Brandl. Dies gefährde den Erfolg der dualen Berufsausbildung.

„Wir brauchen möglichst lückenlosen Unterricht“, fordert der Abgeordnete. Statistiken, die die Mängel verschleierten, seien nutzlos. (red)

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