Freitag, 24. November 2017

Leserbrief zu den Misshandlungen in Flüchtlingsheimen

4. Oktober 2014 | 1 Kommentare | Kategorie: Leserbriefe und Kommentare

Leserbrief an den Pfalz-Express

Flüchtlingsheim-Skandale in der BRD:

Wofür machen wir eigentlich Bildungsarbeit?? Und: In allen Medien wird jahrein/jahraus geredet, geschrieben, gezeigt: Wir wollen alles tun, damit so etwas wie im dritten Reich nie mehr vorkommt! Alle können es also wissen!

Aber damals hat ja angeblich auch keiner was von Deportationen gewusst. Und dann gibt es immer noch Viele, die einen Schlussstrich haben wollen. Wo lebe ich…?

So etwas darf nie mehr vorkommen – man denke an die Bilder, wie Wachleute gerade kürzlich Flüchtlinge behandelt haben. Ich habe gerade eine Reise nach Auschwitz hinter mir. Fatale Ähnlichkeiten…, so fing es an: Mißachtung der Menschenwürde. Die ersten Häftlinge, die nach Auschwitz kamen, waren so genannte „Funktionshäftlinge“ – oft Kriminelle mit sardistischen Energien. Diese konnten als so genannte Kapos mit „ihren“ KZ-Häftlingen tun und lassen, was sie wollten.

Unglaublich, dass heute so ein „Ausgeliefertsein“ in der „zivilisierten, wohlorganisierten Bildungsrepublik Deutschland“ noch vorkommen kann. Ich bin schockiert!!

Genau deswegen fahre ich als Lehrer der IGS Kandel immer wieder zu Gedenkstätten – wir tun dies immer mit einem ganzen Jahrgang, damit jeder einmal davon gehört hat, wenigstens…; die Hoffnung stirbt zuletzt.

Am Mittwoch, den 08.10.2014 ist in der Aula der Integrierten Gesamtschule in Kandel (Anmeldung von Einzelpersonen 07275 98580) um 9.25 Uhr der Zeitzeuge Paul Niedermann zu Gast. Er überlebte das Lager Gurs/Südfrankreich.

Mehr Informationen auf www.igskandel.de/dialogstatthass.

Wolfgang Holzler

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Ein Kommentar auf "Leserbrief zu den Misshandlungen in Flüchtlingsheimen"

  1. Günni aus de Palz sagt:

    Lieber Hr. Holzer,
    zuerst war ich auch entsetzt als ich das Bild sah. Dann vermischen Sie da einiges- das ist wahrlich nicht zulässig ! Ein Bild erst mal. Was an Text dazu geliefert wurde, steht für sich. Im Nachhinein habe ich eine Information zu diesem Bild erhalten, dass zuvor der auf „dem Boden liegende“ stark alkoholisiert das Personal mit Glasscherben in der Hand zuerst bedroht und dann angegriffen haben soll. Ob das wirklich stimmt, weis ich nicht. So, was glauben wir jetzt ? Ich für mich habe entschieden, die ganze Geschichte dazu erfahren zu wollen, bevor ich in der Öffentlichkeit was von mir gebe. Damit fahre ich ganz gut. Ach ja, mein Schwiegervater hat auch Südfrankreich überlebt.

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