Dienstag, 25. April 2017

Lehrer und Zauberer: August Müller, alias Magic Baba lebt für seinen Traum – Auftritte am 3. Mai und 9. Juni

10. April 2017 | noch keine Kommentare | Kategorie: Allgemein, Kreis Südliche Weinstraße, Kultur, Regional, Veranstaltungstipps
August Müller mit indischen Zaubererkollegen. Foto: privat

August Müller mit indischen Zaubererkollegen.
Foto: privat

Annweiler. Schon als Kind hat August Müller einen Zauberkasten bekommen. Das Zaubern ist seither nach eigenem Bekunden nicht sein Beruf, sondern seine Leidenschaft.

„Mit einem außergewöhnlichen Namen mitten in der Pfalz geboren, brauchte ich mir über einen Künstlernamen keine Gedanken zu machen.

Ich habe Lust die Dinge auf den Kopf zu stellen und einmal aus einer anderen Perspektive anzuschauen. Frei nach F. Picabia: „Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann“, so Zauberer August.

Müller verbindet die Zauberei mit seiner pfälzischen Heimat und deren Dialekt. „Diese Philosophie verfolge ich weiterhin“, so Müller, der im „wirklichen Leben“ als Lehrer an der BBS Südliche Weinstraße arbeitet.

„In meiner interaktiven Beziehung mit den Zuschauern und den Improvisationen, die daraus entstehen, verbindet sich das Staunen mit dem Lachen, stellt er fest.“

In den verschiedenen „Parallelwelten“ in denen der Zauberer lebt (Schule, Klettern, Zaubern), habe er festgestellt, dass „Menschen in unserem technisch und medial überfrachteten Zeitalter Illusionen brauchen und sich auch wünschen.“

In einer Zeit, in der fast alles technisch machbar ist, bekomme das Unerklärliche einen ganz neuen Wert. Insbesondere wenn es sich direkt vor unseren Augen abspiele. „Illusionen verschönern den Alltag“, ist Müller überzeugt.

In Indien hat August Müller, sich bei den Kollegen vor Ort umgeschaut und selbst gezaubert. Die Inder waren von seiner Kunst begeistert und gaben ihm den Namen „Magic Baba“, was eine große Ehrerbietung ausdrückt.

"Magic Baba" zaubert sich in die Herzen der indischen Zuschauer. Foto: privat

„Magic Baba“ zaubert sich in die Herzen der indischen Zuschauer.
Foto: privat

Indien ist ihm eine zweite Heimat, wenn auch die Gegensätze sehr bedrückend sind. 10 Prozent der Gage der Zauberer-Auftritte gehen deshalb an das Projekt „Magic Baba“ nach Indien. Er hilft damit der bitterarmen Bevölkerung eines kleinen Dorfes, das er auf seinen Reisen kennen und schätzen gelernt hat (www.magicbaba.de)
Seit 2005 ist er Mitglied im Magischen Zirkel von Deutschland in den Ortszirkeln Neustadt a.d.W. und Kaiserslautern.

Der Pfalz-Express (PEX) fragt nach:

PEX: Herr Müller, sie sind Sie denn Zauberer geworden?

2000 war ich zum Klettern in England und auch ein paar Tage in London. Dort sah ich in Covent Garden einen Straßenzauberer der das Becherspiel vorführte und bei dem zum Abschluss eine Melone unter einem Hut erschien. Dies faszinierte mich so, dass ich das lernen wollte. Zuhause recherchierte ich im Internet und fand dass Jim Cellini – the King of the Streets – einen 3tägigen Workshop in der Schweiz gab.

Er lebte über 30 Jahre weltweit von der Zauberei auf der Straße und hatte ein wunderbares Buch darüber geschrieben.
Ich meldete mich an und fuhr hin. Eine faszinierende Welt tat sich auf…

PEX: War das schon ein Kindheitstraum von Ihnen?

Vielleicht im Innern, denn Zauberei war meist außer Reichweite, manchmal im Fernsehen und nicht zum Greifen nah. Erst als ich den Zauberer in London hautnah sah, wollte ich den schlummernden Traum unbedingt verwirklichen.

PEX: Sind Sie denn gebürtiger Annweilerer und Sie wohnen dort auch, oder?
Nee isch kumm aus Derkem (Bad Dürkheim), wohne allerdings seit 1997 in Annweiler.

PEX: Ist denn die indische Zauberkunst eine andere Art des Zauberns oder was unterscheidet sie denn hauptsächlich von der „hiesigen“?

Nein, denn Zaubern ist im Grund ein Handwerk mit alten Fertigkeiten und Techniken. Diese muss man erst lernen. Die indischen Zauberer, die ich dort getroffen habe, benutzten die gleichen Techniken nur mit landesspezifischen Materialien.

PEX: Man könnte meinen, dass das indische Publikum offener für die Zauberei sei als die Deutschen?

Ja, wenn ich dort etwas vorführte, blieben gleich einige Leute stehen und schauten interessiert zu. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass in Spanien und Frankreich die Leute leichter als in Deutschland zu begeistern sind. Vielleicht liegt es daran, dass dort regelmäßig Zauberei im Fernsehen gezeigt wird. Über die Zusammenhänge könnte man noch lange filousofieren…

PEX: Was ist denn ihr schwierigstes Kunststück?

Mit viel Übung ist kein Kunststück schwierig! Gut ist ein Kunststück dann, wenn es leicht aussieht. In meinem breit gefächerten Repertoire von Zaubereien mit Münzen, Karten, Eiern, Geldscheinen, Ringen, Tüchern u.v.m. sind meine Favoriten das Becherspiel und das Seil.

Der Grund ist, dass diese keine kurzen Effekte sind, sondern mit ihnen kann ich Geschichten erzählen, filousofieren und Menschen zum Nachdenken und Staunen bringen.

PEX: Was sagen den bekannte, Kollegen und die Familie zu Magic Baba?

Bis jetzt hat noch keiner etwas Negatives gesagt, außer dass es meiner Tochter manchmal ein bisschen peinlich ist.

Die nächsten öffentlichen Auftritte des Zauberers August:

„Zaubershow Wissenschaft & Filousofie“ mit Professor Habakuk & August am 3. Mai

„Seriöser Wissenschaftler trifft Pfälzer Filou“. Das ist der Ausgangspunkt eines abwechslungsreichen und unterhaltsamen Abends mit Wissenschaft, Filousofie und viel Zauberei. Hier erfahren Sie alles, was Sie schon immer wissen wollten -aber nie gewagt haben zu fragen – aus der Sicht eines Wissenschaftlers und eines Filousofen.

Abwechselnd entweder einzeln oder im Dialog treten die beiden Zauberer Prof. Habakuk und der Pälzer Filou(sof) August auf. Sie zeigen mit ihren magischen Kunststücken Einblicke in Wissenschaft und Philosophie sowie ihre jeweiligen Erklärungsmodelle. Dabei werden auch die Zuschauer aktiv in den Ablauf einbezogen.

Der besondere Humor kommt durch die sehr unterschiedlichen Charaktere: Prof. Habakuk ein hochdeutsch sprechender, etwas zerstreuter Professor und August, dem bodenständigen Pfälzer Filou.

Alles wird auf den Kopf gestellt: Wissenschaft und Filousofie. Foto: privat

Alles wird auf den Kopf gestellt: Wissenschaft und Filousofie – August (links) und Professor Habakuk.
Foto: privat

Mittwoch 3. Mai, 19 Uhr, Stadthalle Landstuhl – Kartenvorverkauf resevix

VOLLMOND-WEINLOUNGE am 9. Juni

Auch in diesem Jahr wird wieder zur beliebten Vollmond-Weinlounge eingeladen. Das Panorama ist atemberaubend, die Stimmung auf dem Weinberg bezaubernd schön.

Die Gäste können in einer einmaligen Atmosphäre mit Lagerfeuer-Romantik, Live-Musik mit Günter Reinhardt, Zauberkunst mit Hut von August (Magic Baba), leckerem Fingerfood und den besten Weinen den freien Blick in die Rheinebene genießen.
Beitrag für die Speisen 19 Euro pro Person. Getränke werden extra erhoben.

Anmeldung bis 26. Mai:
Treffpunkt zur kurzen gemeinsamen Wanderung zur Weinlounge
am 9. Juni um 19 Uhr im Bio Weingut Franz Braun, Weinstraße 10 in Ranschbach,Telefon: 06345-919082

Weitere Infos:
www.august-magisch.de

In der Weinlounge. Archibild: privat

In der Weinlounge.
Archvibild: privat

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