Sonntag, 19. November 2017

Landau: Mehr Einnahmen, noch mehr Ausgaben: Stadt stellt Haushaltsentwurf 2018 vor

14. November 2017 | 19 Kommentare | Kategorie: Landau, Regional
Stellten gemeinsam den Entwurf des Haushalts der Stadt Landau für 2018 vor: Christine Baumstark, Leiterin des städtischen Hauptamts, Oberbürgermeister Thomas Hirsch, Martin Messemer, Leiter der städtischen Finanzverwaltung, Kurt Degen, Leiter der städtischen Kämmereiabteilung, Christian Hans, stellvertretender Leiter der städtischen Kämmereiabteilung und Michael Götz, Werkleiter des städtischen Gebäudemanagements (v.l.). Foto: Stadt Landau

V.li.: Christine Baumstark, Leiterin des städtischen Hauptamts, Oberbürgermeister Thomas Hirsch, Martin Messemer, Leiter der städtischen Finanzverwaltung, Kurt Degen, Leiter der städtischen Kämmereiabteilung, Christian Hans, stellvertretender Leiter der städtischen Kämmereiabteilung und Michael Götz, Werkleiter des städtischen Gebäudemanagements (v.l.).
Foto: Stadt Landau

Landau – Die Haushaltslage der Stadt bleibt angespannt.

Oberbürgermeister Thomas Hirsch hat zusammen mit Martin Messemer, Leiter der städtischen Finanzverwaltung, und Michael Götz, Leiter des städtischen Gebäudemanagements (GML), den Entwurf des Haushalts und des GML-Wirtschaftsplans für 2018 bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung im Rathaus vorgestellt.

Der Kernhaushalt sieht im Ergebnis ein Defizit von rund 12,2 Millionen Euro vor. Die Einnahmen belaufen sich auf rund 140 Millionen Euro; die Ausgaben auf rund 152,2 Millionen Euro. Stadtvorstand, Stadtverwaltung und Ältestenrat haben das Zahlenwerk erstellt.

„Unser Ergebnishaushalt befindet sich wie bei den meisten rheinland-pfälzischen Städten in einer strukturellen Schieflage“, sagte Hirsch. Gründe seien vor allem eine chronische Unterfinanzierung des Sozial- und Jugendetats und eine unzureichende Finanzausstattung.

„Trotz bester wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und steigender Erträge, etwa durch Steuern, kann es daher nicht gelingen, die Lücke zwischen Aufwand und Ertrag zu schließen – egal, welche Sparanstrengungen die Stadt auch unternimmt“, so Hirsch. „Die Ursache für das strukturelle Defizit liegt maßgeblich im pflichtigen, nicht gestaltbaren Bereich.“

So lägen die Ausgaben für die Bereiche „Jugend“ und „Soziales“ im 2018er Haushalt zusammen bei rund 72,3 Millionen Euro. Der städtische Anteil belaufe sich auf rund 40,2 Millionen Euro.

Kernhaushalt und GML-Wirtschaftsplan setzen die im Haushaltsjahr 2016 festgelegten Vorgaben fort, beispielsweise die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, die Fortentwicklung der Bauland- zu einer Wohnraumversorgungsstrategie, die Zukunftsentwicklung der Stadtdörfer und die Sicherung und Fortentwicklung der Verkehrsinfrastruktur- und konzeption.

Der 2018er Haushalt sei ein „Haushalt der Kontinuität“, sagte der Stadtchef. Gleichzeitig müsse man aber auch größtmögliche Flexibilität an den Tag legen. Der Grund: Da im laufenden Jahr Bewilligungs- und Zuschussbescheide des Landes ausstanden, mussten Großprojekte wie etwa der Bau der Sporthalle West in das (Haushalts-)Jahr 2018 verschoben werden. „Durch die verschobenen Maßnahmen wird es für die Verwaltung eine Herausforderung, das Investitionsprogramm im kommenden Jahr umzusetzen“, so der OB.

Das geplante Gesamtinvestitionsvolumen von Stadt und GML beläuft sich auf rund 29,3 Millionen Euro. Die Gelder sollen neben dem Bau der Sporthalle West unter anderem in die Erweiterungen der Grundschulen Süd und Dammheim, die weitere Modernisierung der Berufsbildenden Schule, die energetische Modernisierung der Grundschule Horstring, die Erschließung des Gewerbegebiets D10, die Sanierung und Umgestaltung der Bornbachstraße, die Maßnahmen zur Entwicklung des Ostparks inklusive des Schwanenweihers und die Realisierung des dritten Bauabschnitts der Ostbahnstraße zwischen Rosenplatz und Reduitstraße, fließen.

Als eine der ersten Städte in Rheinland-Pfalz wird Landau im kommenden Haushaltsjahr die Fördergelder aus dem „Kommunalen Investitionsprogramm (KI) 3.0“, Kapitel 1, vollumfänglich ausgeschöpft haben. Im Zug von Kapitel 2 erhält die Stadt weitere rund 4,7 Millionen Euro an Mitteln. Die Verwaltung werde dem Stadtrat einen Vorschlag unterbreiten, wo diese Gelder eingesetzt werden sollten, so Hirsch.

Niederschlag im Haushalt findet unterdessen auch das Thema Saatkrähen. Die Stadt hat 35.000 Euro eingestellt – 6.000 Euro, um ein Vergrämungskonzept erstellen zu lassen, und weitere 29.000 Euro, um (wenn der Stadtrat zustimmt), im Winterhalbjahr 2018/2019 erste Baumpflegemaßnahmen durchführen zu können.

Ebenfalls im 2018er Haushalt zu finden sind der Ansatz zur Erstellung eines Feuerwehrbedarfsplans, der den künftigen personellen und technischen Bedarf der Feuerwehr ermitteln soll, sowie Mittel zur Erneuerung der Beschilderung der Landauer Radwege.

Der Haushaltsentwurf liegt bei der Kämmereiabteilung in Zimmer 114 des Rathauses aus. Bürger haben bis zum 27. November die Möglichkeit, Vorschläge zu dem Entwurf zu machen. Ausgelegt bleibt der Haushaltsentwurf bis zur Beschlussfassung im Stadtrat am 19. Dezember. Zusätzlich zur öffentlichen Auslegung bei der Kämmereiabteilung ist Haushaltsentwurf auch auf der städtischen Internetseite www.landau.de zu finden. (red/LD)

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19 Kommentare auf "Landau: Mehr Einnahmen, noch mehr Ausgaben: Stadt stellt Haushaltsentwurf 2018 vor"

  1. Demokrat sagt:

    Einfach unfähig, abwählen!

  2. Chris sagt:

    Demokrat wählen, weiss und kann alles besser aber ist anscheinend nicht fähig sich zur Wahl zu stellen und von den Bürgern gewählt zu werden. Sonst müsste er das beweisen dass er es besser kann. Darf in Deutschland jeder machen. Ist sogar erwünscht.

    Es gibt öffentliche Sitzungen und viele Möglichkeiten auch zu beteiligen. Sachliche Kritik ist auch nicht unerwünscht.
    Warum sind denn bitte alle unfähig? Geht’s ein wenig genauer?

    • Demokrat sagt:

      Die kleinste politische Zelle ist die Familie und die kann es sich auch nicht leisten einen gewaltigen Schuldenberg aufzubauen, weil sonst die Pleite droht.
      Genau das Gleiche trifft auch für die Kommunen, Städte und Länder zu.
      Möglich ist die verantwortungslose Anhäufung von gewaltigen Schulden nur, weil die Verantwortlichen nicht persönlich haften.

      • Chris sagt:

        Man kann es sich einfach machen und keine Schulden machen.
        Was wären die Konsequenzen? Zuerst alle freiwilligen Leistungen einstellen aber das wird nicht reichen.

        Dann folgen Kürzungen. Wo würdest du denn kürzen? Kindergärten? Geht nicht, Rechtsanspruch. Schulen? Eher schlecht. Sozialhilfe usw. ? Hat die Stadt keinen Einfluss drauf und muss zahlen ob sie will oder nicht.
        Am Ende bleiben die Investitionen. Kann man streichen aber ob das eine vernünftige Politik ist, da hab ich große Zweifel.

        Übrigens kannst du auch ein Unternehmen heranziehen, damit ist eine Stadt wohl eher zu vergleichen. Da sind Verbindlichkeiten durchaus normal und für die Zukunftsfähigkeit in der Regel unumgänglich. Stichwort Investitionen.
        Und auch Familien können Schuldenberg aufhäufen, was nicht immer schlecht sein muss, z.b. Hausbau.
        300.000 € für eine 3köpfige Familie sind z.b. 100.000 € pro Kopf. Landau liegt bei irgendwas unter 3000€ pro Einwohner.

  3. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Wie ich den Unterlagen der Stadt Landau entnehme, wurden 2014

    21 418 099 EUR Sozialhilfe an Minderjährige und
    23 176 014 EUR Sozialhilfe an Erwachsene ausgezahlt .

    2016 wurde hingegen bereits

    23 723 906 EUR Sozialhilfe an Minderjährige ausgezahlt und
    28 960 999 EUR Sozialhilfe an Erwachsene ausgezahlt.

    Das ist bei den Erwachsenen eine Steigerung von ziemlich genau 25% und einen Absolutbetrag von 5.8 Millionen EUR innerhalb von zwei Jahren.

    Für 2018 sind nun

    28.580.400 EUR Sozialhilfe an Minderjährige und.
    31.477.150 EUR Sozialhilfe an Erwachsene veranschlagt.

    Bereits 2017 mussten die Auszahlungen an Erwachsene in einem Nachtragshauhalt um ca. 1,5 Millionen EUR auf 33 Mio EUR erhöht werden.

    Das ist eine Steigerung von ca. 33% und einen Absolutbetrag von ca. 15 Millionen EUR innerhalb von vier Jahren, die wir sehr wahrscheinlich dem Einwanderungsprogramm unserer Kanzlerin zu verdanken haben.

    Seite 7 und 8 in
    Quelle: http://www.landau.de/media/custom/1815_5703_1.PDF?1464094032
    bzw.
    Seite 7 und 8 in
    Quelle: http://www.landau.de/output/download.php?file=%2Fmedia%2Fcustom%2F2644_1721_1.PDF%3F1510223521&fn=Anlage_4_-_Teilergebnishaushalte_10_-_20

    Bei etlichen Veranstaltungen im Zusammenhang mit der sogenannten Flüchtlingskrise wurde meist darauf verwiesen, das Deutschland ja ein reiches Land sei und niemand durch die Masseneinwanderung etwas weggenommen werde.

    Nun stellen sich die gleichen Leute hin und reden von einer „strukturellen Schieflage“ und Kosten im „nicht gestaltbaren Bereich“ – Hauptsache das Wort „Flüchtlinge“ wird nicht erwähnt.

    Fazit: Durch die Massenmigration wird unser Sozialsystem spätestens in der nächsten Wirtschaftskrise zusammenbrechen.

    In Syrien beginnt übrigens der Wiederaufbau. Der Krieg geht zu Ende. Vielleicht liegt es im „gestaltbaren Bereich“ die syrischen Flüchtlinge und Familien in ihrer Heimat zusammenzuführen, damit das Land wieder aufgebaut weren kann?

    • Demokrat sagt:

      Dienstwagen in der Oberklasse für OB Hirsch und am besten noch mit Fahrer!
      Da sind die Schulden egal.

    • Chris sagt:

      Aufwendungen der sozialen Sicherheit ist nicht gleich Sozialhilfe. Da ist noch mehr dabei, z.b. auch Kindergeld, und auch Versorgung der Beamten wenn ich mich nicht irre.

      D.h. die Steigerungen voll auf die Flüchtlinge anzurechnen ist wahrscheinlich falsch. Das es da natürlich auch Steigerungen gibt ist klar aber wie hoch die genau sind lässt sich anhand der veröffentlichten Zahlen nicht sagen.

      Das strukturelle Defizit gibt es übrigens schon seit etlichen Jahren in rheinland-pfälzischen Kommunen, schon als noch niemand an Flüchtlinge gedacht hat. Das wurde nur verstärkt aber nicht dadurch ausgelöst.
      Kommunen in anderem Bundesländern schaffen es derzeit sehr gut Überschüsse zu erwirtschaften und die Verschuldung abzubauen. MIT FLÜCHTLINGEN.
      Auch die Sozialsystem erzielen Überschüsse, die sind 2016 sogar gestiegen.
      Von 2,1 Mrd 2015 auf 8,2 Mrd. in 2016 trotz höherer ausgaben

      • Johannes Zwerrfel sagt:

        Zitat Chris:
        „Kommunen in anderem Bundesländern schaffen es derzeit sehr gut Überschüsse zu erwirtschaften und die Verschuldung abzubauen.“

        Liebe Chris,
        Kommunen erwirtschaften GAR NIX.
        Sie pressen Steuerzahler aus.
        Mehr nicht.

  4. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    „… Versorgung der Beamten wenn ich mich nicht irre.“

    Leider irren Sie sich. Aufwendungen für Personal und Versorung sind in den Zeilen 11 und 12 zu finden.
    Ich habe auch nichts von 33% höheren Beamtensold seit 2014 gehört. Folglich ist es mehr als plausibel, dass die explodierenden Sozialhilfekosten auf die Konten von illegalen Migranten gehen.
    Andernfalls wäre es doch naheliegend diesen Posten aufzuschlüsseln und nachzuweisen, dass Migranten hier keine große Rolle spielen.

    Ich kann Ihnen dann noch von einem Landauer Taxifahrer berichten, dessen syrische Nachbarn finanziell besser dastehen als sein Familie. Der Unterschied: Er arbeitet, die nicht – und den Migranten will ich das gar nicht vorwerfen. Warum sollten die sich bemühen, die Sprache lernen und eventuell eine Ausbildung machen, wenn sie sich damit finanziell schlechter stellen?

    Wenn es die strukturellen Defizite schon seit Jahren gibt, dann haben doch die Verantwortlichen Politiker nichts anderes getan als gelogen, wenn sie Deutschland als ach so reiches Land bezeichnen?

    „Kommunen in anderem Bundesländern schaffen es derzeit sehr gut Überschüsse zu erwirtschaften und die Verschuldung abzubauen. “

    Sie können mir hier sicher einige Beispiele nennen?

    Übrigens gibt es etwas das _noch_ einfacher ist als keine Schulden machen: Schulden machen, den Leuten erzählen wie reich das Land ist, wenn andere Völker zu versorgen sind und wie arm das Land ist, wenn es um die eigenen Leute geht. Und dann in die Beamtenpension gehen und sich von der Allgemeinheit aushalten lassen …

  5. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    „Übrigens kannst du auch ein Unternehmen heranziehen, damit ist eine Stadt wohl eher zu vergleichen. Da sind Verbindlichkeiten durchaus normal und für die Zukunftsfähigkeit in der Regel unumgänglich. Stichwort Investitionen.“

    Aha, und wie viele Unternehmen kennen Sie, die _ständig_ höhere Schulden anhäufen und selbst bei bester Auftragslage diese nicht reduzieren?
    Sie finden sie im Insolvenzregister!

    „Und auch Familien können Schuldenberg aufhäufen, was nicht immer schlecht sein muss, z.b. Hausbau. 300.000 € für eine 3köpfige Familie sind z.b. 100.000 € pro Kopf.“

    Das machen in der Regel Leute im besten Alter bei sehr gutem Verdient und dann steht der Schuld ein Wert gegenüber.

    „Landau liegt bei irgendwas unter 3000€ pro Einwohner.“

    3000 EUR mal 45 000 Einwohner ergibt 135 Mio EUR Schulden – ein Klacks!

    • Chris sagt:

      -Beispiele: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/kommunen-einnahmen-101.html
      – Verteilung der Steigerung: weil es nicht aufgeschlüsselt wird sind es Flüchtlinge? Könnte sein, wissen sie aber nicht, sie behaupten es einfach. Ich weiss es nicht. Und ich hab nicht gesagt dass es keine große Rolle spielt, sondern dass sie den genauen Effekt nicht wissen, was sie durch ihre Rechnung suggeriert haben.
      -Schulden: hat niemand gesagt dass es wenig sind aber sie sind auch nicht unbezahlbar. 3000 euro pro kopf sind natürlich nicht wenig aber keine riesensumme. Auch von ihnen gerne einen Vorschlag wo sie sparen würden. Und sie kennen ja die Zahlen. Es reicht nicht alle Flüchtlinge rauszuwerfen. Das wissen sie.
      – insolvenzregister: das hat nichts mit der Höhe der Schulden zu tun, sondern mit überschuldung. Solange die Stadt zahlungsfähig ist, und genügend Vermögen hat ist das kein Problem. Sie können ja mal nachschauen wie hoch das Anlagevermögen ist. Womit der schuld auch ein Wert gegenüber steht. Ähnlich dem Hausbau.

      Wenn Sie den Link oben anschauen können sie sich die Frage zum strukturellen Defizit selbst beantworten. Es ist kein Zufall dass die hochverschuldeten Kommunen fast alle in NRW und rlp sind während Kommunen in anderem Bundesländern tw. Schuldenfrei sind.

  6. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Einverstanden: In einer Situation mit Nullzins, 80 Milliarden EUR monatlichen Stützungskäufen durch die EZB und, wegen viel zu niedrigem Euro-Wechselkurs, boomender Exportindustrie machen die Kommunen insgesamt einen Überschuss von 4,5 Milliarden EUR. Bei einer kommunalen Verschuldung von 337 Milliarden EUR wären die Kommunen wenn sich das fortsetzt in ca. 65 Jahren schuldenfrei. Das sind doch mal Aussichten!

    Allein 4,5 Milliarden kosten übrigens auch die 60 000 sogenannte „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ in Deutschland, bei denen keine Altersprüfung vorgenommen wird. Der gleiche Betrag reicht übrigens dem UNHCR aus um in der Herkunftsregion 5 Millionen syrische Flüchtlinge zu versorgen …

    „… dass sie den genauen Effekt nicht wissen, was sie durch ihre Rechnung suggeriert haben …“

    Jetzt bitte nicht unverschämt werden. Als Bürger ist es nicht meine Aufgabe Zahlen und Fakten zu liefern, die den Behörden vorliegen, aber verschwiegen werden. Ich habe eine plausible Vermutung gemacht, nicht mehr und nicht weniger. Diese Vermutung wird durch offizielle Berichte grundsätzlich bestätigt:

    „Erwartungsgemäß stiegen dabei insbesondere die flüchtlingsbedingten Ausgaben massiv an: 5,5 Milliarden Euro zahlten die Kommunen in 2016 für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, was einem Anstieg von 76,5 Prozent bzw. 2,4 Milliarden Euro entspricht. “

    Quelle: http://www.derneuekaemmerer.de/nachrichten/haushalt/2016-kommunen-mit-milliarden-plus-38751/

    „Sie können ja mal nachschauen wie hoch das Anlagevermögen ist. Womit der schuld auch ein Wert gegenüber steht.“

    Ach, Sie meinen die an vielen Orten verrottende Infrastruktur? Danke, ich habe verstanden. Immerhin hat die Stadt „35.000 Euro eingestellt , um ein Vergrämungskonzept für Saatkrähen erstellen zu lassen“.

    Mir wird ganz warm ums Herz.

    • Chris sagt:

      65 Jahre ist mMn keine lange Zeit für diesen Bereich. Zumal der Überschuss keineswegs statisch ist.

      Ihre Zahlen und Fakten sind sicherlich grundsätzlich richtig aber doch eher ungenau und geschätzt , sie können es gerne genauer machen, siehe meinen Link oben.

      Auch ihre pauchale aussage über die „verrottete Infrastruktur“ geht in diese Richtung. Wenn es ihre Aufgabe ist Zahlen und Fakten zu liefern dann schauen Sie doch mal nach und suchen den Wert raus.

      Wenn Sie eine plausible Vermutung gemacht habe, wo ich durchaus grundsätzlich bei ihnen wäre, dann sollten Sie nicht mit genauen Prozentzahlen arbeiten und schon gar nicht alle Kosten auf Asylbewerber und Flüchtlinge schieben ohne das vorher überprüft zu haben.
      Wie gesagt, sie können es gerne mal genauer nachprüfen. Die Zahlen wären verfügbar. Leider aber sehr mühsam und zeitaufwändig.

      Und auch Polemik hilft nur bedingt weiter, seinen sie froh wenn Ihnen warm ums Herz wird, sparen Sie Heizkosten. Die sind aufgrund der afd ja auch stark gestiegen seit diese ihre herzenskälte verbreitet.

  7. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    „65 Jahre ist mMn keine lange Zeit für diesen Bereich. Zumal der Überschuss keineswegs statisch ist. “

    Vollkommen richtig. Überschüsse sind historisch gesehen Ausnahmen.

    „Wenn es ihre Aufgabe ist Zahlen und Fakten zu liefern dann schauen Sie doch mal nach und suchen den Wert raus.“

    Das ist eben nicht meine Aufgabe, sondern die Aufgabe derer, die ich mit meinen Steuern bezahle.

    Wer übrigens das Vergnügen hat, durch das allmorgendliche Chaos über eine völlig überlastete und altersschwache Brücke nach Karlsruhe zu pendeln, der erlebt mehr als genug Fakten bezüglich dem Zustand unserer Infrastruktur …

  8. Chris sagt:

    „Das ist eben nicht meine Aufgabe, sondern die Aufgabe derer, die ich mit meinen Steuern bezahle.“
    Stimmt, ich hatte bei Ihnen das Wörtchen nicht übersehen. War mein Fehler. Aber wie gesagt können sie die Zahlen sehr detailliert auf der Homepage der Stadt Landau finden, aber 758 Seiten tut sich wohl niemand freiwillig an.
    wenn sie die Brücke als Beispiel nehmen haben sie recht, aber wie oben schon gesagt ist die Brücke nicht die gesamte Infrastruktur, da gehört mehr dazu. Und das ist, wenn ich jetzt mal bei Landau bleibe, bei weitem nicht mehr so marode wie tw. noch vor ein paar Jahren.
    In anderem Zusammenhang hier hatte ich schon das Gesamtbild erwähnt, nicht immer nur einzelne Punkte(Brücke) rausgreifen sondern das Ganze sehen. Auch an ihrem Haus ist wahrscheinlich nicht alles auf dem neuesten Stand.

  9. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Lieber Chris,

    wenn es ein weiteres Beispiel sein soll, dann erinnere ich mal an die Horstbrücke in Landau, die seit Jahren so marode ist, dass in eine Richtung keine Laster mehr Fahren dürfen.

    Wenn es um einen allgemeinen Eindruck geht, empfehle ich einen Kurzurlaub in die Niederlande oder die Schweiz um sich restlos von der maroden deutschen Infrastruktur zu überzeugen.

    Ansonsten wäre ich für konkrete Argument dankbar, statt über eine „Gesamtbild“ oder über das „Ganze“ zu fabulieren. Muss ich jetzt noch vom „Gesamtbild“, dass unser Eisenbahnwesen abgibt anfangen? Oder vom „Ganzen“ des Berliner Flughafens?

    Herzliche Grüße!

    • Chris sagt:

      Sorry aber auch wenn du 10 Beispiele nennst sind das immer beispiele die nicht repräsentativ sind, Berliner Flughafen, frankfurt und München und viele andere funktionieren sehr gut. Siehst du anscheinend nicht.
      Die Bahn ist auch nicht so schlecht im internationalen Vergleich. Klar geht’s besser aber in 95% aller Länder ist es deutlich schlechter.
      Nimm in Landau die Schulen die saniert wurden und werden, das LGS Gelände mit komplett neuer Infrastruktur und Sportpark, neues entsorgungszentrum in mörzheim, schnelles Internet, mittlerweile in Landau sogar ganz passabel, gewerbepark, straßen- und kanalsanierungen in vielen Gebieten usw.
      Das sind jetzt nur Beispiele aus Landau von tw. komplett neuer Infrastruktur. Du behauptest hier es würde nichts funktionieren indem du die Infrastruktur im ganzen als marode bezeichnest.
      Ich empfehle einen Kurzurlaub in Osteuropa oder auch südeuropoa, auch gerne USA.

      Ich freue mich für dich, dass du bei dir immer alles auf allerneustem stand hälst, ich benutze meinen Fernseher länger als 1 Jahr auch wenn er vielleicht nicht alles kann was ein neuer kann. Ist wirtschaftlicher.

    • Chris sagt:

      Wie fährst du eigentlich bis zur rheinbrücke? Auf einer holprigen schotterpiste oder auf einer funktionierenden autobahn? Wie schriebst du hier deine Beiträge? Schickst du sie mit Brieftauben oder trommelst du sie? Dein Strom machst du selbst mit dem Fahrrad oder kommt der vielleicht zuverlässig aus der Steckdose. Vielleicht sitzt du ja im warmen Wohnzimmer das mit Gas geheizt wird was aus der Leitung kommt. Wasser übrigens auch. Und wenn du das Wasser schmutzig gemacht hast dann fließt es sogar durch den Abfluss wieder ab. Oder trägst du es mit einem Eimer in den Wald? Ich nicht.
      Du hast sicherlich einen Telefonanschluss mit dem du erreichbar bist, und du kannst damit sogar Feuerwehr oder Notarzt anrufen die in kürzester Zeit da sind um dir zu helfen. Man kann das noch lange so weiterführen.

      Das ist auch ALLES Infrastruktur, und zwar weitaus besser und mehr als der größte Teil der Weltbevölkerung hat und wahrscheinlich in den nächsten Jahrzehnten haben wird
      Jetzt kannst du gerne weitermeckern dass der Zug mal 5 Minuten zu spät ist oder du im Stau stehst, aber vielleicht denkst du auch mal drüber nach wie privilegiert du in Deutschland bist. Ich weiss das zu schätzen und natürlich geht’s immer besser aber trotzdem bin ich dankbar dafür.
      Und das alles einigermaßen gut funktioniert liegt wahrscheinlich nicht an dir sondern an den „unfähigen “ Politikern die Deutschland in den letzten 70 Jahren regiert haben und Verantwortung übernommen haben. Sie machen auch nicht alles richtig aber wohl mehr richtig als falsch sonst würde Deutschland anders aussehen.
      Ich bin jetzt hier raus, du darfst aber gerne noch weiter Beispiele nennen was angeblich marode ist. Ich weiss es gibt welche und es ist immer leichter negativbeispiele zu suchen als das zu schätzen was gut ist. Jetzt mach ich mir einen Tee mit sauberem Trinkwasser aus der Leitung und koch das mit Strom aus der Leitung. Ist doch Spitze und voll bequem. Oder?

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