Samstag, 16. Dezember 2017

Kita-Streit: Verdi lehnt Schlichtungsergebnis ab

11. August 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Allgemein, Nachrichten

Foto: dts nachrichtenagentur

Berlin – Die Bundestarifkommission der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Schlichtung im Kita-Streit für gescheitert erklärt, wenn die Verhandlungen mit den Arbeitgebern am kommenden Donnerstag keine Verbesserungen des Schlichterspruchs ergeben.

„Das Ergebnis der Mitgliederbefragung ist ein deutliches Signal an die Gewerkschaften, aber auch an die Arbeitgeber“, sagte der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske.

„Die Schlichtung hat ihre befriedende Funktion erkennbar nicht erfüllt, deshalb sind beide Seiten jetzt gut beraten, ihren Beitrag zu einer Befriedung dieser Tarifauseinandersetzung zu leisten.“ Ein Kritikpunkt gelte der langen Laufzeit, die einen weiteren Anlauf in Richtung Aufwertung erst in fünf Jahren möglich mache.

Zudem sehe der Schlichterspruch gerade für jüngere Erzieherinnen – vor allem bei einem Teilzeitanteil von 62 Prozent – in der Mehrheit nur Verbesserungen von höchstens 30 Euro brutto monatlich vor.

„Das ist nicht dazu angetan, de n Sozial- und Erziehungsdienst für künftigen Berufsnachwuchs attraktiver zu machen“, so Bsirske. Zudem seien die sozialarbeiterischen Tätigkeiten im Schlichterspruch kaum und teilweise gar nicht berücksichtigt worden.

Ein weiterer Ablehnungsgrund sei, dass bei einem Wechsel von einem anderen Träger in den kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst die durch die Vorbeschäftigungszeit erworbene Kompetenz nicht ausreichend berücksichtigt und anerkannt werde.

„Wir werden jetzt mit den Arbeitgebern darüber verhandeln, ob wir zu Verbesserungen kommen können. Wenn das nicht gelingt, stehen die Zeichen auf Streik“, so Bsirske.

Diese Streiks würden voraussichtlich nach dem Ende der Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg, also zum Monatswechsel September/Oktober bzw. in der ersten Oktoberhälfte beginnen.

„Bis dahin sollten alle Beteiligten versuchen, in Verhandlungen zu Verbesserungen zu kommen. Wir sind dazu bereit“, betonte Bsirske. (dts Nachrichtenagentur)

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