Samstag, 11. Juli 2020

Innenminister de Maizière legt 10-Punkte-Plan für „deutsche Leitkultur“ vor

30. April 2017 | 7 Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Politik
Innenminister Thomas de Maizière (CDU). Foto: (c) Henning Schacht, BMI

Innenminister Thomas de Maizière (CDU).
Foto: (c) Henning Schacht, BMI

Berlin  – Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat einen 10-Punkte-Katalog für eine deutsche Leitkultur vorgelegt.

„Ich will mit einigen Thesen zu einer Diskussion einladen über eine Leitkultur für Deutschland. Wer sich seiner Leitkultur sicher ist, ist stark“, schreibt de Maizière in einem Gastbeitrag für die „Bild am Sonntag“.

De Maizière führt insgesamt zehn Punkte auf. Im ersten Punkt geht es um eine zur Leitkultur gehörende „bestimmte Haltung“: „Wir sagen unseren Namen. Wir geben uns zur Begrüßung die Hand.“

Und weiter: „Wir sind eine offene Gesellschaft. Wir zeigen unser Gesicht. Wir sind nicht Burka.“

Teil der Leitkultur sei zudem der Leistungsgedanke, so de Maizière: „Wir fordern Leistung. Leistung und Qualität bringen Wohlstand. Der Leistungsgedanke hat unser Land stark gemacht.“

Das Erbe der deutschen Geschichte „mit all ihren Höhen und Tiefen“ gehöre ebenfalls zur deutschen Leitkultur. „Unsere Vergangenheit prägt unsere Gegenwart und unsere Kultur. Wir sind Erben unserer deutschen Geschichte.“ Dies schließe ein besonderes Verhältnis zum Existenzrecht Israels ein.

Zur Rolle der Religion schreibt der Innenminister in BamS, sie müsse Kitt und nicht Keil der Gesellschaft sein. „Unser Staat ist weltanschaulich neutral, aber den Kirchen und Religionsgemeinschaften freundlich zugewandt. Kirchliche Feiertage prägen den Rhythmus unserer Jahre. Kirchtürme prägen unsere Landschaft. Unser Land ist christlich geprägt.“

Grundlage für den religiösen Frieden im Land sei der „unbedingte Vorrang des Rechts über alle religiösen Regeln im staatlichen und gesellschaftlichen Zusammenleben“.

Zum Patriotismus schreibt de Maizière: „Wir sind aufgeklärte Patrioten. Ein aufgeklärter Patriot liebt sein Land und hasst nicht andere. Auch wir Deutschen können es sein.“ Es habe in der Vergangenheit zwar Probleme mit dem deutschen Patriotismus gegeben. Doch das sei vorbei, vor allem in der jüngeren Generation. „Unsere Nationalfahne und unsere Nationalhymne sind selbstverständlicher Teil unseres Patriotismus: Einigkeit und Recht und Freiheit.“

De Maizière definiert auch, was er unter `wir` versteht: „Wer ist `wir`? Wer gehört dazu? Für mich ist die Antwort klar: Wir – das sind zunächst einmal die Bürger unseres Landes. Nicht jeder, der sich für eine gewisse Zeit in unserem Land aufhält, wird Teil unseres Landes.“

Kritik an dem Begriff Leitkultur wies der Innenminister zurück: „Ich finde den Begriff `Leitkultur` gut und möchte an ihm festhalten.“ Die Leitkultur präge und solle prägen. Sie könne und solle vermittelt werden. „Leitkultur kann und soll vor allem vorgelebt werden. Stärke und innere Sicherheit der eigenen Kultur führt zu Toleranz gegenüber anderen. Wenn wir uns klar darüber sind, was uns ausmacht, was unsere Leitkultur ist, wer wir sind und wer wir sein wollen, wird der Zusammenhalt stabil bleiben, dann wird auch Integration gelingen – heute und in Zukunft.“  (dts Nachrichtenagentur)

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7 Kommentare auf "Innenminister de Maizière legt 10-Punkte-Plan für „deutsche Leitkultur“ vor"

  1. Johannes Zwerrfel sagt:

    Ist Thomas de Maizière zur AfD gewechselt?

    Der Wahlkampf scheint die Geister nicht nur zu entzweien, er verwirrt sie auch. Wer sich den neuen Leitkultur-Plan von Innenminister Thomas de Maizière anschaut, muss denken, er wäre im falschen Film – oder in der AfD….
    Es kann natürlich sein, dass dieser Plan nur bis September gültig ist.
    Dann ist der Wahlkampf rum.

    http://www.journalistenwatch.com/2017/04/30/leitkultur-katalog-ist-thomas-de-maiziere-zur-afd-gewechselt/

  2. Johannes Zwerrfel sagt:

    „Wir sind nicht Burka“,
    sprach Burkaimporteur Tom die Misere von der Firma Merkel & Co.

  3. Claus Bischof sagt:

    Oh, dieser Wolf im Schafspelz, dieser Kreidefresser gibt erst Ruhe, wenn er alle eure Kreuzchen am 24 September bekommen hat. Es sei denn eine mutige, hochprozentige AfD macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Es ist offensichtlich nur Wahlkampftaktik. Es wird interessant sein zu sehen, wie viele Schlafschafe wieder darauf hereinfallen.

  4. Lepanto sagt:

    „Wir sind nicht Burka“. Aha, aber sind wir Kopftuch und Ditib-Moschee ?

  5. Claus Bischof sagt:

    Oh, dieser Wolf im Schafspelz, dieser Kreidefresser gibt erst Ruhe, wenn er alle eure kleinen Kreuzchen am 24 September eingesammelt hat. Es ist offensichtlich leeres Gerede und Wahlkampfgetöse. Es wird wiederum interessant sein zu sehen, wie viele Schlafschafe auf das Gewäsch hereinfallen. Nur eine mutige und hochprozentige AfD kann diese Lügen Lügen strafen. .

  6. Helmut Hebeisen sagt:

    Habt ihr AfD-Sympathisanten jetzt feuchte Hosen bekommen ?

  7. Johannes Zwerrfel sagt:

    Bisher dachten wir eigentlich, Christian Lindner (FDP) sei der größte politische Raubkopierer, doch wir haben uns getäuscht. Die CDU entdeckt plötzlich die Leitkultur für sich, wirft mit plakativen Sätzen um sich. So erklärt Thomas de Maizière: „Wir sind nicht Burka“.

    Die Millionen von Merkel nach Deutschland eingeladenen Gäste werden das freilich anders sehen, doch Sorgen müssen sie sich nicht machen. Denn umsetzen wird die CDU keine unserer Positionen, auch wenn sie sich diese nun auf die eigenen Fahnen schreibt.

    Echte statt gespielter Veränderung gibts eben doch nur beim Original. Deshalb im September #AfD wählen!

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