Montag, 05. Dezember 2016

Heidelberger Forscher untersuchen Grundwasser für Tiefenerdwärme

22. September 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Landau

In der Nähe von Landau,an der Quelle „Heubrunnen“ in Ranschbach, nimmt ein Wissenschaftler der Universität Heidelberg mit einem speziellen Schlauch Wasserproben.
Foto: Deutsche ErdWärme GmbH & Co. KG

Landau/Bellheim/Gommersheim/Karlsruhe/Heidelberg – Etwa 70 Wasserproben werden momentan im Bereich des Oberrheingrabens genommen. Dafür sind zwei Wissenschaftler der Universität Heidelberg in der Region zwischen Riedstadt, Landau  und Heidelberg unterwegs.

Ziel ist, die bestmögliche Datenbasis für Tiefe Erdwärme in der Region zusammen zu tragen.

Dazu gibt es einen Forschungsauftrag zwischen dem Institut für Umweltphysik der Ruprecht-Carls-Universität Heidelberg, der Deutschen ErdWärme GmbH KG und dem Ingenieurbüro GeoThermal Engineering GmbH.

Die Deutsche ErdWärme will Erdwärme-Vorhaben am Oberrhein entwickeln. Dazu hat sie jüngst die bergrechtliche Aufsuchungserlaubnis für das Gebiet zwischen Bellheim und Gommersheim vom Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz erhalten.

Zum Einsatz kommen modernste Forschungsmethoden: Aus den Brunnen wird frisches Wasser entnommen, in keimfreie Kupferbehälter gefüllt und verschlossen.

Anschließend wird das Wasser an der Universität Heidelberg in einem Massenspektrometer auf Spurenelemente und Edelgase untersucht. Diese geben Hinweise auf thermalwasserführende Schichten, den von heißem Wasser durchflossenen Zonen im Untergrund.

Die Untersuchungen sollen bis Ende September 2015 beendet sein, die Ergebnisse um den Jahreswechsel 2015/2016 vorliegen.

Lutz K. Stahl, Geschäftsführer der in Karlsruhe ansässigen Deutsche ErdWärme: „Die Erde am Oberrhein ist sehr gut untersucht etwa von Erdölgesellschaften. Wir verlassen uns aber nicht nur auf vorhandene Untersuchungsergebnisse und vorhandenes Kartenmaterial. Wir wollen möglichst alles über die Erde in der Region wissen, bevor wir gemeinsam mit den Bürgern eine Entscheidung zur Tiefen Erdwärme treffen.“

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