Freitag, 09. Dezember 2016

Freckenfelder Gemeindesratsbeschluss: Keine Sammelunterkunft für Flüchtlinge in der Gräfenberghalle

27. Oktober 2015 | 48 Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional, Regional

Gemeinderat Freckenfeld, Sitzung am 26. Oktober 2015.
Foto: pfalz-express.de/Licht

Freckenfeld – Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 26. Oktober mit großer Mehrheit beschlossen, keine Sammelunterkunft für Flüchtlinge in der Gräfenberghalle zuzulassen.

Von der SPD kamen drei Gegenstimmen, eine davon von Ortsbürgermeisterin Gerlinde Jetter-Wüst, die zuvor nochmals ihre Haltung für eine Unterkunft deutlich gemacht hatte.

Zu Beginn der Sitzung hatte Richard Schindler (FWG) beantragt, einen zusätzlichen Punkt „Nachlese zur Bürgerversammlung“ auf die Tagesordnung zu nehmen.

Peter Neubauer (SPD) sagte, eine Sammelunterkunft in Freckenfeld sei nicht machbar. Man sei aber gerne bereit, 20 bis 25 Flüchtlinge willkommen zu heißen, wenn diese in Wohnungen untergebracht würden.

Martin Thürwächter (CDU) betonte, die Bürgerversammlung – „eher Bürgerbeteiligung“ – habe bestätigt, dass die Einwohner mehrheitlich gegen eine Sammelunterkunft seien. Diese Haltung richte sich aber definitiv nicht gegen die Flüchtlinge selbst.

Wohnraum suchen

An dieser Stelle appellierte Jetter-Wüst nochmals an Räte und Bürger, mit allen Personen zu sprechen, die möglicherweise Wohnraum zu vermieten hätten. „Es ist erschütternd. Die Häuser stehen da, der Gemeinderat ist aufgefordert, Wohnungen zu suchen und mit den Leuten zu sprechen“, so die Bürgermeisterin.

Sie selbst habe bei eigener und wiederholter Nachfrage mindestens zehn Absagen bekommen.

Jetter-Wüst und Kersten Beyer (CDU) lieferten sich einen kurzen Schlagabtausch, nachdem Beyer angemerkt hatte, dass seiner Wahrnehmung nach erst nach der letzten Ratssitzung der Dialog mit mit potenziellen Vermietern Fahrt aufnehme.

Dem widersprach Jetter-Wüst vehement und verwies auch auf ihre Kenntnisse, die sich sie bei einer Lehrveranstaltung der Universität Kaiserslautern zum Thema „Leerstandslotse“ angeeignet habe: „Ich bin immer da, wenn ich erfahre, dass ein Haus oder eine Wohnung vermietet wird.“

Die Gemeinde habe eine 50-Quadratmeter-Wohnung, die aber natürlich zu wenig Platz biete.

Beigeordneter Otto Kuhn (CDU) berichtete von zwei Zweifamilienhäusern, bei denen noch geprüft werden müsse, ob diese zur Vermietung anstünden. Eines der Häuser habe man vor Wochen der Verbandsgemeinde angetragen, die damals aber noch keinen Bedarf daran gesehen habe. Nun interessiere sich derzeit ein anderer Mieter für das Objekt.

Einig waren sich alle Räte: Man könne „Einiges machen“, wenn denn nur Wohnungen frei würden.

„Freckenfeld hat keine Angst“

Richard Schindler beklagte eine teils unzutreffende mediale Berichterstattung. Freckenfeld habe keine Angst vor Flüchtlingen. Man habe im Gegenteil in der Vergangenheit Flüchtlinge aus dem damaligen Balkankrieg oder dem Libanon beherbergt – und das gerne.

Es sei ein sehr gutes Verhältnis gewesen. Die Familien hätten sich hervorragend integriert, ihr eigenes Geld verdient und seien somit niemandem „auf der Tasche gelegen“. Seinerzeit habe man versucht, mit einer Unterschriftenaktion die Abschiebung einer jahrelang in Freckenfeld ansässigen Familie zu verhindern.

„Halt dein Maul“ – Michael Hutfluss soll sich entschuldigen

Nicht gut weg bei Schindler kam Michael Hutfluss, ehemaliges Gemeinderatsmitglied (SPD). Dieser hatte bei der Bürgerversammlung das Wort ergriffen und sich über das „Verhalten des Rats“ (bei der Sitzung vor der Bürgerversammlung) mit teils derben Worten beschwert.

Ratsmitglieder anzugreifen und als Lügner zu bezeichnen, Zitate außerhalb des Kontextes anzuführen und Sachverhalte zu verwischen, so wie Hutfluss es getan habe, schüre nur weiteren Unmut, sagte Schindler.

Das schroffe „Halt doch dein Maul“, mit dem Hutfluss einen Widersprechenden angefahren habe, sei „kein Stil“. Jetter-Wüst hätte eingreifen und den Monolog Hutfluss´ beenden sollen. Dieser selbst müsse sich entschuldigen.

Beigeordneter Otto Kuhn berichtete vom Bemühen aller Räte, einen guten Umgang miteinander zu pflegen. Dies habe Hutfluss mit seinem Auftreten geradewegs wieder zunichte gemacht.

„Fragen nicht beantwortet“

Auch Landrat Dr. Fritz Brechtel bekam sein Fett weg. Man sei enttäuscht, sagten Vertreter aller Fraktionen. Die Ängste der Bürger seien weitestgehend ignoriert, die meisten Fragen nicht beantwortet worden.

Auch Helmut Thürwächter kritisierte den Landrat: Das sei „schwach“ gewesen. Er hätte von Brechtel erwartet, wenigstens ein paar der Fragen aufzuschreiben und darauf einzugehen. So seien keine Informationen angekommen.

War Knauth ursprünglich nicht vorgesehen?

Anette Knauth von „Kandel aktiv“ habe ihm leid getan an diesem Abend, so Schindler.

Knauth hatte in einem kleinen Vortrag um Verständnis für die Asylsuchenden geworben.

Sie zeige ein lobenswertes Engagement, jedoch sei die Bürgerversammlung nicht der rechte Ort für ihren Auftritt gewesen.

Überhaupt sei Knauths Auftritt im Vorfeld nicht geplant gewesen. Dann habe sie plötzlich doch gesprochen, kritisierten Schindler und Kersten Beyer mit Blick auf die Ortsbürgermeisterin.

„Bürgerversammlung zu früh abgebrochen“

Nächster Kritikpunkt, den Schindler anführte und auch die Zustimmung der CDU dazu erhielt: Die Bürgerversammlung sei vorzeitig abgebrochen worden, obwohl noch viele Bürger Fragen gehabt hätten. Ebenso hätten etliche Fragen der Freckenfelderin, deren Ehemann sich derzeit noch in den Krisengebieten im Nahen Osten aufhält (siehe Bericht), im Raum gestanden.

Jetter-Wüst entgegnete, es habe bereits Aufbruchstimmung geherrscht, es sei zu laut gewesen. Auch habe sie nicht die detaillierten Kenntnisse, um diese Fragen beantworten zu können.

Dann hätte sie die Fragen notieren und sich erkundigen sollen, ebenso der Landrat, war Schindlers Antwort.

Peter Neubauer schlug vor, die Fragen eventuell über das Amtsblatt zu beantworten. Die Bevölkerung habe ein Recht darauf, die entsprechenden Informationen zu bekommen.

 Bürgerfragestunde: Wie stark wiegen die kulturellen Unterschiede?

In der Bürgerfragestunde war (neben des Themas Windpark, Bericht dazu erfolgt gesondert) wiederum das Flüchtlingsthema Schwerpunkt.

Wieder sprachen Bürger ihre Sorgen, Bedenken und Meinungen aus.

Ein Bürger wollte wissen, warum man in den zahlreichen Hallen in Kandel keine Flüchtlinge unterbringe? Oder in den leerstehenden Gebäuden der Firmen Eichinger oder Obi?

Die Hallen gehörten alle der Stadt Kandel, erklärte Verbandsbürgermeister Volker Poß (SPD), und somit sei auch der dortige Stadtrat zuständig. Andere leere Gebäude seien anderweitig vermietet und nicht zu bekommen: „Es vergeht kein Tag ohne Gespräche über die Nutzung von freien Flächen“, betonte Poß.

Ob man denn Wünsche äußern könne bezüglich Geschlecht und Zusammensetzung der Flüchtlinge, fragte ein anderer Bürger.

Poß sagte, er bekäme nur die Anzahl der zugewiesenen Personen mitgeteilt, aber nicht, ob es Männer, Frauen oder ganze Familien seien. Neun weitere Asylsuchende kämen noch diese Woche in Kandel an.

Runder Tisch Asyl Freckenfeld?

Eine Zuhörerin schlug vor, eine Arbeitsgemeinschaft Asyl zu gründen, damit die Gemeinde ihrer Verantwortung gerecht werden könne: Jeder habe doch Ideen, diese könne man sammeln. Man müsse vorbereitet sein, wenn der „Tag X“ käme, also eine plötzliche Zuweisung einer großen Anzahl Asylbegehrender.

Volker Poß verwies auf die schon abgehaltenen „Runden Tische Asyl“ in der Verbandsgemeinde und bot seine Hilfe an, über die grundsätzlich vorhandenen Strukturen zu informieren: „Ich komme gerne zu einem Runden Tisch Asyl Freckenfeld“.

Ein weiterer Bürger, der bereits bei der Bürgerversammlung viel Zuspruch erhalten hatte, sprach die kulturellen Unterschiede und die daraus möglicherweise resultierenden Probleme an.

Durch eine stark durch Religion und Patriarchat geprägte Gesellschaft, in der die Flüchtlinge verankert seien, wäre deren Toleranzschwelle wohl deutlich niedriger als die der Menschen im Westen. Auch könne durch die erlebte Gewalt während des Bürgerkriegs die Aggressionsschwelle niedriger liegen.

„Bürger machen Hauptteil der Integrationsarbeit“

„Aufgrund ihres Glaubens können die Flüchtlinge nicht so tolerant sei wie wir. Wir müssen selbst toleranter sein und werden.“ Man könne einen „Patriarchaten nicht mal schnell zu einem toleranten Demokraten umerziehen“. Da müsse die Politik ein Zeichen setzen, dass es sich für die Bürger lohne, so viel Toleranz aufzubringen.

“Respekt vor Frauen, freiheitliches Denken – das bekommen sie (die Flüchtlinge) so nicht hin. Die Bürger müssen den Hauptanteil an Integrationsarbeit leisten.“

Der Redner bat darum, bei kritischen Fragen nicht gleich den Kopf zu schütteln und diese zu verneinen, sondern fundiert zu erwägen und zu klären. Gleichzeitig gab es ein Lob für Volker Poß, der immer ein offenes Ohr habe.

Der Rechtsstaat müsse geschützt werden, das gehe aber nur, wenn Verstöße der Flüchtlinge auch geahndet würden. Es könne nicht sein, dass ein deutscher Bürger das Gefühl bekomme, er werde mehr bestraft als ein Flüchtling.

„Solche Dinge dürfen nicht passieren. Und man muss es aussprechen dürfen, ohne in die rechte Ecke gestellt zu werden. Sonst entsteht Unmut unter den Bürgern.“

Ob man denn auch die Polizei aufstocke, hakte der Bürger nach. Er selbst kenne einige Polizisten, die in Brennpunkten in Karlsruhe tätig seien: „Es ist sehr schwierig dort.“

Das wisse er nicht, sagte Poß, er sei nicht für die Polizei zuständig. Er können nur wiederholen, das es in Kandel mit 135 Asylsuchenden bis dato überhaupt keine Probleme gegeben habe. „Natürlich kann ich nicht versprechen, dass nicht irgendwann etwas passiert, ich bin kein Hellseher“, so Poß. Bislang sei jedoch nichts vorgekommen.

Ein anderer Freckenfelder äußerte sein Unverständnis darüber, dass abends nach 18 Uhr Asylbewerber seiner Kenntnis nach mit dem Taxi umsonst in Krankenhäuser gebracht würden. Das sei ungerecht: Jeder „kleine Rentner“ müsse die Fahrt selbst bezahlen.

Bei 50 Menschen in einer Halle kämen wohl Reibereien vor, warf ein weiterer Freckenfelder ein: „Egal, welche Menschen das sind.“ Hätte man früher über alles gesprochen, sei vielleicht Manches anders verlaufen.

In Freckenfeld ist die Diskussion nun wirklich in Gang gekommen. (cli)

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48 Kommentare auf "Freckenfelder Gemeindesratsbeschluss: Keine Sammelunterkunft für Flüchtlinge in der Gräfenberghalle"

  1. Gabriele Scholz sagt:

    Freckenfelder – wie peinlich seid ihr! Keine Schlesier, Banater etc. unter euch? Auch die sind geflohen und heute hier unsere Mitbürger. Die Flüchtlinge sind unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat geflohen, in der sie nur unter Lebensgefahr leben konnten. Und denen verwehrt ihr jetzt die Chance auf einen Neubeginn. Wovor habt ihr Angst? Um euren Wohlstand und satten Bauch? Pfui.

    • Willibald Krötzmann sagt:

      Gabriele Scholz – wie peinlich bist du! Keine Schlesier, Banater haben den integrationsunwilligen Islam, sie waren meist Christen. Die Flüchtlinge sind eben NICHT unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat geflohen, sie zogen allesamt durch x sichere Herkunftsländer, gegen alle EU-Gesetze verstoßend!
      Der gutmenschlich-realitätsfernen Multikulti-Schwurblerin ein dreifach-donnerndes:

      Pfui.
      Pfui.
      Pfui.

    • Kopfschüttler sagt:

      Liebe Gabriele Scholz,

      dann geh doch mit gutem Beispiel vorran, räum die Kissen von deinem Sofa und gib einem armen jungen Mann, der unter Lebensgefahr seine Familie im Krisengebiet zurückgelassen hat, eine Bleibe. Aber hör auf über Menschen zu Urteilen die von ihrem Grundrecht gebrauch machen.

    • Kirsten B. sagt:

      wenn man die Bürger in anderen Orten befragen würde, so kämen ähnliche Bedenken….

  2. Michael Gehm sagt:

    Wer sich umfassend im Internet (nicht den Mainstreammedien) informiert, glaubt schon lange nicht mehr die Mär vom armen, geknechteten, ums nackte Überleben kämpfenden, dankbaren Flüchtling. Es sind ganz überwiegend junge, kräftige, kerngesunde Männer – illegale Migranten. Das Einzige vor dem sie flüchten ist ihre Verantwortung in ihren Heimatländern. Es ist inzwischen gängige Auffassung, dass die Verhältnisse in den sogenannten ‚failed states‘ nur von innen heraus, also dem Volk selbst geändert werden können. Zum Wohle der Frauen und Kinder! Wer bitte sollte diese dringend erforderlichen Veränderungen -erforderlichenfalls unter Einsatz des Lebens- bewirken, wenn nicht die Generation der 18 – 30-jährigen Männer?!
    Zweifellos pauschalisiere ich mit dieser Aussage ein wenig, was eigentlich nicht zulässig ist. Solange aber hochbezahlte, gewählte Volksvertreter, wie die Herren Stegner, Maas und z.T. auch Gabriel in rabiatester Weise pauschale Schuldurteile über überwiegend unbescholtene deutsche Bürger verhängen, nehme ich mir das an dieser Stelle auch heraus. Also das Pauschalisieren, natürlich nicht das Vorverurteilen mit der Gießkanne – das ist ungesetzlich.

  3. Willi Hellmann sagt:

    Vielleicht sollten sich die Freckenfelder mal daran erinnern dass sie 39 zwangsumgesiedelt wurden. Ist ja schon so lange und daran will man ja nicht erinnert werden. Heute denkt man mehr in Kategorien – mein Haus – mein Auto – mein Vorgarten – meine Miezekatze und die Islamisten, bei denen die Frauen nix zu sagen haben und all die Schwierigkeiten mit den Asylanten. Ihr tut mir alle sooooooo leid! Diese Geisteshaltung – nur selber fressen macht wirklich fett. Toleranz, Nächstenliebe….nie davon gehört – höchstens kurz vor der Beichte.
    Willi Hellmann

    • Kopfschüttler sagt:

      Und wieviele Flüchtlinge nehmen Sie auf ?

    • Jutta Schwind sagt:

      Stimmt! Meine Mutter musste auch evakuiert werden. Mit ihren zwei Schwestern und ihrer Mutter kam sie auf einen Bauernhof. Zusammen hatten sie ein Zimmer mit zwei Betten und mussten auf dem Bauernhof arbeiten.

  4. Christian k. sagt:

    Ich denke es würde sich keiner beschweren wenn es nur Leute wären aus den Kriegsgebieten aber das sind ja mittlerweile nur ein Bruchteil.
    Wenn man überlegt was die alles an Schleuser bezahlen um hier her zukommen kann es ihnen nicht schlecht gehen wenn ich hier mal Regionen von Afrika her nehme die nichts haben und an Hunger sterben.
    Das nächste ist wo ist den hier die EU, ich merke keine Unterstützung oder das hier jemand sagt wir nehmen ein Teil auf.
    Was ich noch erschreckend finde ist die Verschleierung der Politik und der Nachrichten was wirklich abgeht mit Diebstahl, Vergewaltigungen, Körperverletzungen und Zerstörung.

  5. Achim sagt:

    Hoffentlich bekommen all die Gutmenschen die sich hier so sehr über Zukunftsängste anderer echauffieren das Messer als erster von den Fachkräftern zwischen die Rippen gerammt, dann haben wir besorgte mehr Zeit um auf der Flucht aus unserem eigenen Land einen Vorsprung heraus zu laufen.

  6. Freckenfelder sagt:

    Zitat: An dieser Stelle appellierte Jetter-Wüst nochmals an Räte und Bürger, mit allen Personen zu sprechen, die möglicherweise Wohnraum zu vermieten hätten. „Es ist erschütternd. Die Häuser stehen da, der Gemeinderat ist aufgefordert, Wohnungen zu suchen und mit den Leuten zu sprechen“, so die Bürgermeisterin.

    Die ‚Bürgermeisterin Jetter-Wüst sollte mit guten Beispiel vorangehen. Sie besitzt in der Hauptstr. 84 ein zweistöckiges Wohnhaus. Dies war nach dem Tod ihrer Mutter über länge Zeit auch leer gestanden.

    Hier hätte, bzw könnte man auch „Flüchtlinge“ unterbringen.

  7. Anoym sagt:

    Ihr wo euch alle aufregt, und Freckenfelder als peinlich beschimpft könnt sie gerne aufnehmen. Wo vor wir Angst haben, das es nicht mehr so sein wird wie es einmal war, ein kleines ruhiges Dorf, wo unsere Kinder draussen spielen können und wir keine Angst haben müssen, deswegen wohne ich auch in einem Dorf und nicht in der Stadt. Man muss sich mal vorstellen soviel junge Männer in der Gräfenberghalle das wäre nie gut gegangen.Auch unsere liebe Bürgermeisterin Frau Jetter-Wüst hätte besser zu ihrem Dorf stehen und halten müssen, dann wäre jetzt nicht so viel Hass in unsere Gemeinde. Grossen Respekt denen Leute, die auf der Bürgerversamlung sich trauten ihre Meinung zu sagen, Vielen Dank an Ernst, unserem Polizist Denis und an Simone, sie alle hatten recht was sie sagten, war echt super! Danke euch! Zum Glück hat das alles was gebracht. Und zu unsere Bürgermeisterin Fr. Jetter -Wüst sie kann ja gerne aufnehmen hat ja ein großes Haus, ihre drei Kinder wohnen ja nicht mehr Zuhause hat bestimmt noch leere Zimmer.

    • B. Werling sagt:

      Das war ein Papyrussieg. Heinz Buschkowsky erwartet, konservativ gerechnet, bis 2020 8–10 Millionen Flüchtlinge in Deutschland. Jeder mag sich selbst ausrechnen, wie viele davon prozentual in seine Gemeinde kommen.

      Noch einmal: konservativ gerechnet und nur bis 2020.

      Schlimm finde ich, dass lt. neuesten Wahlprognosen die Grünen immer noch bei 10 Prozent stehen. Deren Verantwortung wird völlig unterschätzt. „Merkel weg“ nützt nichts, solange die Gründen so stark in den Parlamenten und Regierungen vertreten sind.

  8. Elfenpolizei sagt:

    zu; AuchAnonym – Da haben wir es doch!!! es ist nicht nur in KA so, die Großstädte sind voll mit Ausländerkriminalität und es wird schlimmer! ES sollte mal diejenigen treffen, die anders denken, mal sehen ob sie dann noch so hilfsbereit auftreten.

    • Realist sagt:

      Ja wir haben es ja schon immer gewusst.

      Das Leben ist nun mal lebensgefährlich. Ich nehme an Sie fahren Auto oder nehmen am Verkehr teil, und das bei über 5.000 Verkehrstoten jährlich, von der Zahl der Verletzen mal ganz abgesehen. Wahrscheinlich sind die meisten Ausländer, weil die nicht wissen wie das bei uns so funktioniert, oder „Islamisten“ weil die unsere Verkehrsregeln nicht akzeptieren.

      Wer Ironie in dem Beitrag findet darf Sie behalten.

  9. Realist sagt:

    Angst war noch nie ein guter Ratgeber. Radikale Gruppierungen leben davon. Es ist einfach auf einen gemeinsamen Feind einzuschwören. Die Kunst besteht darin auf ein gemeinsames Ziel (Lösung) einzuschwören.

    Es geht ein Riss durch Deutschland: Befürworter oder Gegner, welche sich immer unversöhnlicher gegenüber stehen. Dieser Riss hat nun auch Freckenfeld erreicht.

    Aber wenn es jemand schafft, diesen Riss wieder schließen, dann ja wohl die Südpfälzer.

    Wünschenswert wäre es, nach vorne zu schauen, und Dinge die wir momentan nicht ändern können zu tragen. Es trägt sich leichter, wenn man sich darauf vorbereitet.
    Zielführend wäre eine Diskussion bzw. Lösungen wie wir zukünftig unserer Verantwortung gerecht werden. Es wäre schön, wenn wir unsere Kraft auf eine Lösungsfindung (erst mal für Freckenfeld) verwenden und sie nicht für gegenseitige Beschuldigungen verschwenden. (Auch ich übe noch :-)

    • B. Werling sagt:

      Wenn mir das Nudelwasser überkocht, schalte ich schnellstmöglich das Heizfeld ab und ziehe den Topf zur Seite. Ich bin noch nie auf den Gedanken gekommen, den Tortenrand aus dem Schrank zu holen und an den Topfrand zu schrauben.

      • Realist sagt:

        Das gehört in die Kategorie ich kann was ändern.
        Wenn aber nun der Knauf zum Abschalten fehlt und der Topf auf der Platte festklebt? Nörgeln hilft da sicherlich nicht und Angst es könnte überkochen ändert auch nichts.
        Die Idee mit dem Tortenring finde ich klasse. Genau so eine innovative Denkweise, fern ab der eingefahrenen Spuren, ist notwendig um die aktuell anstehende Aufgabe zu lösen. Sicherlich bedarf es Aktionen an mehreren Stellen und Ebenen. Nur so einfach wie uns das einschlägige Organisationen (z.B. PEGIDA) mit Ihren dumpfen Parolen weismachen wollen ist es leider nicht.

    • Kopfschüttler sagt:

      Endlich geht mal ein Riss durch Deutschland ! Zeit wird es !! Es ist traurig genug das man sich das jahrelang angeschaut und hingenommen hat was in der Politik von ganz oben bis ganz unten gepfuscht wird. Unsere wunderschöne Kultur wird seit Jahren schleichend vernichtet und die Flüchtlingskrise ist der Todesstoß.

      Und wenn man mal wie jetzt von seinen Grundrechten gebrauch macht, kommen die ganzen Gutmenschen gleich wieder mit ihrem „Du-Böser-Nazi-Stempel“ aus ihren dunklen Löchern gekrochen. Natürlich hat ein Teil der Freckenfelder Angst. Berechtigte Angst. Wenn nicht vor den Menschen die da kommen sollen, dann vor der völligen Ahnungslosigkeit und Unfähigkeit unserer Politik. Wie geht es weiter, kann die Sicherheit gewährleistet werden ? Und viele viele weitere Fragen. Und die Damen und Herren aus der Politik denken allen ernstes immer noch das man mit verschwommenen Aussagen oder garkeiner Antwort das Volk befriedigen und ruhig halten kann.
      Und wenn ich Kommentare lese in denen die Freckenfelder als Peinlich etc betitelt werden ( Wie die beiden (…..) Kommentare von Gabriele Scholz und Willi Hellmann), dann kommt mir das ganz große Kotzen. Ich kenne die Zustände in den Ländern aus denen ein Teil der Flüchtlinge kommt, ich war dort. Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen das sie mit unserer Westlichen Kultur rein garnichts gemeinsam haben. Und vorallem haben sie (die meisten) nicht den Willen sich unseren Gesellschaftlichen Regeln zu fügen.

      Zum Schluss noch meine ganz persönliche Meinung:
      Wer seine Familie in einem Krisengebiet zurücklässt und durch mehrere SICHERE Nachbarländer wandert um ins Schlaraffenland Deutschland zu kommen, anstatt für sein Land und seine Freiheit zu kämpfen, hat sowieso sein Recht auf Asyl verwirkt.
      Jetzt dürft ihr euch alle das Maul über meine Aussage zerreissen :)

      • Realist sagt:

        Ein Ruck ist OK, aber ein Riss halte ich für gefährlich. Darunter könnte die Diskussion und Lösungsfindung leiden.
        Meinungsfreiheit ist bei uns ein Grundrecht, darum versuche ich möglichst vorbehaltlos die Meinung anderer zu respektieren (gelingt mir leider nicht immer). Irritiert hat mich in dem Zusammenhang nur, dass die Gegner der Unterbringung in der Gräfenberghalle fast ohne Störungen reden konnten, Befürworter aber gegen Zwischenrufe und BUH-Rufe anreden mussten.

        Ich fände es toll, wenn wir gemeinsam auch nach Lösungen vor unserer Tür suchen, denn die Aufgabe ist nun mal da. Leider hat uns keiner gefragt, ob uns die Aufgabe gefällt, das ändert aber nichts daran, dass sie da ist.

        In der Vergangenheit haben die Freckenfelder gezeigt, dass Sie mit der Aufgabe Flüchtlinge und Asylbewerber vorbildlich umgehen können. Darum bin ich mir sicher, dass auch diese „größere“ Aufgabe im Bereich Flüchtlinge letztlich gemeistert wird. Wenn wir was tun, werden wir mit unserer Kritik viel besser gehört und ernster genommen.

  10. Claudia sagt:

    @Realist, du sprichst mir aus dem Herzen. Ich bewundere sehr, wie du ruhig und klar formulierst.

    @Kopfschüttler:
    Ich bleibe beim Kopfschütteln. Weißt du, ich mag garnicht urteilen, warum sich ein Mensch -wie- entscheidet. Vor jeder großen Entscheidung stehen Überlegungen, man wägt ab und sucht nach der besten Lösung. Das haben wir hier im Kleinen ja auch. Wie oft passiert es in deinem Umfeld, das Menschen anders entscheiden, als du es getan hättest? Und wie oft ist dir schon passiert, das du nach einem persönlichen Gespräch die Argumente des Anderen verstanden hast und vielleicht sogar mit seinem Wissen wie er entschieden hättest – oder vielleicht dann sogar ganz anders?? Mir schon ganz oft. Das erweitert meinen Horizont.

    Was mich berührt ist die Sorge um unsere Kultur. Du schreibst es hier, bei der BV wurde es ausgesprochen. Was macht denn unsere Kultur wunderschön? Für mich ist es gelebtes Miteinander. Alte Traditionen aufrechterhalten. Nach den Schwächeren schauen. Gemeinsam feiern. Der Schwatz abends auf der Straße. Das „Stille Nacht“ beim Weihnachtsgottesdienst und die herzwärmenden Gespräche mit kalten Füßen dann vor dem Kirchentor. Gemeinsam anpacken, wenn es irgendwo klemmt. Zuwanderung gehört auch zu unserer Kultur. Und die Suche nach dem Glück in der Ferne … …. Was wir dafür tun, liegt an uns allen selbst.

    • Kopfschüttler sagt:

      Liebe Claudia,

      du darfst gerne deinen Horizont erweitern und auch dein Glück in der Ferne suchen :)
      Wenn du aber bis jetzt nicht gesehen hast das unsere Kultur langsam aber sicher vor die Hunde geht, dann solltest du das vielleicht ein wenig einschränken 😉

  11. Spassbremse sagt:

    @ B. Werling – sehr treffender Vergleich, spontaner Lachanfall meinerseits, dafür danke, speziell bei einem Thema, wo mir jeglicher Humor vergangen ist.
    @ Realist – In Deiner nüchternen Betrachtungsweise steckt viel Wahrheit, z.B. das Radikalisierung aus Angst nicht die richtige Antwort sein kann, oder das Risse in „unserer Gemeinschaft“ für uns alle negative Konsequenzen haben werden. Wenn Du meine Kommentare zu anderen Artikel gelesen haben solltest, wirst Du unschwer erkannt haben, das ich mich eindeutig gegen die momentane Flüchtlingspolitik (und die dadurch notwendigen Sammelunterkünfte) positioniert habe. Auch ich versuche die sachliche Ebene zu wahren und die Meinung anderer zu respektieren, scheitere daran aber auch manchmal, gerade wenn ich mich mal wieder mit den schlichtweg nicht vorhandenen „Argumenten“ irgendwelcher naiv-realitätsfremder Träumer konfrontiert sehe. Im Gegensatz zu Dir bin ich allerdings der Meinung, dass man sich sehr wohl wehren kann/sollte/muss (vorausgesetzt natürlich, das man eben nicht einverstanden ist), zumindest hier auf kommunaler Ebene, wie gerade in Freckenfeld geschehen. Eventuell nur ein temporärer Erfolg, und natürlich auch nur dadurch ermöglicht das die Halle der Gemeinde gehört, ändert auch absolut nichts am eigentlichen „Problem“, schon klar. Aber immerhin konnte eine Gemeinde signalisieren, dass sie eben nicht damit einverstanden ist wie es momentan läuft, das ist passiert, und genau solche Signale halte ich für wichtig. In der Hoffnung, sie werden auch wahrgenommen, aber das ist ein anderes Blatt. Zu den Buhrufen im Rahmen der Versammlung, das war (zumindest von meiner Seite aus) eine Ablehnung gegenüber die versuchte Moderation seitens der Politik, nachdem zuvor nicht einmal angedacht war, die Bevölkerung zu informieren, geschweige denn die Diskussion zu suchen. Und ganz ehrlich, so sehr ich die Arbeit von Frau Knauth auch respektiere, wenn die erste Folie einer Präsentation das Bild einer zerbombten Stadt zeigt, dann fühle ich mich in meiner (relativen) Intelligenz als Erwachsener beleidigt. Warst das Du, der in einem Kommentar zu einem anderen Artikel meinte, es könne gar kein Konzept geben? Auf kommunaler Ebene vielleicht, auf höherer Ebene bin ich anderer Meinung. Es bedarf keiner Kristallkugel, um solch eine Entwicklung voraussehen zu können, ganz im Gegenteil. Äh, ich merke gerade, ich schweife ab. Lass uns mal lieber drüber sprechen, was Dir so vorschwebt, wenn Du von –> „Es trägt sich leichter, wenn man sich darauf vorbereitet. Zielführend wäre eine Diskussion bzw. Lösungen wie wir zukünftig unserer Verantwortung gerecht werden“ sprichst. Wobei ich vermutlich ein Problem damit haben werde, was Du mit „unserer Verantwortung gerecht werden“ meinen wirst;-) Aber ist egal, eine sachliche, darf auch gerne mal emotional werden, Diskussion ist immer gut. MfG

    • Realist sagt:

      @ Spassbremse – Also gut, mein Vorschlag:
      Mein Gefühl bei der BV war, dass bei ca. 20 – 25 unterzubringenden Personen ein Konsens erreicht werden könnte. Wir sollten ein Konzept für 20 – 25 Menschen ausarbeiten:
      – konkrete Planung der Maßnahmen in der Gräfenberghalle (z.B. Sanierung der Heizung, Stellwände in Art und Ausführung incl. „Grundriss“, Ausstattung der „privaten“ Bereiche, die konkreten Anforderungen sind sicherlich von den Fachleuten der Begehung zu bekommen)
      – Betreuung der Menschen zusammen mit der Verbandsgemeinde, Gemeinde und Leute aus dem Dorf verbindlich organisieren (Wer/wann/was…). Hierbei ist uns sicherlich Frau Knauth gerne behilflich.
      – Ermitteln der Kosten, um einen kostendeckenden Mietvertrag mit der Verbandsgemeinde zu schließen. bzw. verbindlich regeln wer trägt welche Kosten (Transparenz)
      – Einholen verbindlicher Angebote aus der Dorfgemeinschaft (z.B. Sportangebote, evtl. spielt jemand ein Instrument oder ist am Chorgesang interessiert,…..)
      – Begrüßungsfest organisieren. Woher sollen die denn wissen, dass bei uns der Wein aus Schoppengläsern getrunken wird :-) Begegnung schafft Vertrauen.

      Wenn wir der Verbandsgemeinde pro aktiv konkrete Vorschläge machen, wird diese auch der Unterbringung von 20 – 25 Menschen zustimmen und uns in unseren Bemühungen unterstützen. Bedingung des Angebotes kann auch eine langsame Steigerung der Belegung (z.B. erst mal 10 Menschen, dann 15, dann …. bis maximal 25) sein. Da es sich um ein Angebot unserer Dorfgemeinschaft handelt, können wir pro aktiv mitwirken und auf die Anzahl der Personen Einfluss nehmen (z.B. verbindlich im Mietvertrag geregelt, zumindest was die Menge in der Gräfenberghalle angeht). Ich denke, dass wir jedoch nur einen sehr geringen bis keinen Einfluss darauf nehmen können, wer kommt, da auch die Verbandsgemeinde hierauf keinen Einfluss hat.

      Sicher ist es möglich, mit konkreten Plänen, die Ängste zu nehmen oder doch zumindest Akzeptanz zu schaffen. Dann wird über konkrete Dinge diskutiert, was meistens zu einer Lösung oder einem Konsens führt.

      Ich bin der Meinung, dass wenn wir es schaffen eine Beziehung zu den ankommenden Menschen aufzubauen, werden wir keine Probleme mit „Auffälligkeiten“ haben. Ich werde es immer vermeiden einem Freund/Bekannten Probleme zu bereiten. Ebenso werde ich andere davon abhalten meinem Freund/Bekannten Probleme zu bereiten.

      Mal ganz abgesehen von dem tollen Gefühl was getan zu haben (für mich als Narzist sehr wichtig) und allen die nur spekulieren oder polemisieren zu zeigen wie es gehen kann, wenn man sich als Dorfgemeinschaft zusammenrauft, auch wenn es dabei knirscht, das gehört dazu.

      • Kopfschüttler sagt:

        Ich persönlich bin zwar immer noch komplett gegen eine Unterbringung bzw noch weitreichender gegen eine generelle Aufnahme von so vielen Flüchtlingen, aber ich honoriere deine Beiträge wirklich, da du einer der wenigen bist die es schaffen VERNÜNFTIG und SACHLICH deine Position zu vertreten :)

        • Realist sagt:

          Vernünftig und sachlich, meistens.
          Leider bin auch ich nur ein Mensch und manchmal gewinnt die Emotion Oberhand.

          @ Spassbremse – Wäre schön, wenn wir weiter an meinem Vorschlag diskutieren könnten oder ist die prinzipielle Aufnahme von Flüchtlingen für sie tabu, dann muss ich das so akzeptieren, fände ich aber schade.

          • Spassbremse sagt:

            Hi Realist, nein, bitte nicht falsch interpretieren, ich denke über Deine Vorschläge nach, und inwieweit ich auch bereit wäre, diese zu akzeptieren/mitzutragen. Wie ich aber bereits erwähnte, es gibt Differenzen über die von Dir angesprochene „Verantwortung als Bürger“ zwischen uns. Du hast Dich als Narzisst geoutet, ich würde mich diesbezüglich eher als Egoist einordnen. Profan ausgedrückt, ich habe zu dieser „Party“ nicht eingeladen, zahle aber dennoch letzten Endes die Zeche, muss für den Moment erst einmal reichen. Ich bin kein Befürworter von Sammelunterkünften, wie vermutlich niemand, dennoch sind diese momentan notwendig, aus meiner Sicht aufgrund einer falschen Einwanderungspolitik. Das ist komplett außerhalb unserer Einflussnahme, schon klar. Wie Du schon richtig sagtest, wir werden uns unsere „Gäste“ nicht aussuchen können. Das stellt in meinen Augen das zentrale Problem dar. Bekommen wir hier, dauerhaft über einen längeren Zeitraum, 25 Menschen, die integrationswillig/-fähig und bleibeberechtigt sind, prima Sache, wird klappen. Ist das Gegenteil der Fall, dass uns hier ständig neue Leute ohne echte Bleibeperspektive zugewiesen werden, daraus resultierend ein ständiges Kommen und Gehen, dann könnte es leider ganz schnell ungemütlich werden. Vor diesem, leider durchaus realistischem Hintergrund, die Halle aktiv anzubieten, habe ich ein echtes Problem damit. Das von Dir angedachte Konzept, aktiv und damit auch kontrollierend die Initiative zu ergreifen, ist prinzipiell absolut in Ordnung, nur leider fehlen aus meiner Sicht die hierfür nötigen Rahmenbedingungen, sprich, eine durchdachte und kontrollierte Zuwanderung. Schönes Wochenende zusammen!

  12. Flüchtlingskind sagt:

    Warum bezeichnet man Menschen, die positive Erfahrungen im Umgang mit Flüchtlingen gesammelt haben, als gutgläubig, naiv oder realitätsfremd?? Warum wird pauschalisiert und von dem einen oder anderen Vorfall, der sich mit Asylanten oder Flüchtlingen ereignet hat, gleich generalisiert???? Gibt es bei uns keine gleichen Vorkommnisse??? Haben wir nur brave deutsche Bürger??? Schaut doch euch einmal in euren Nachbargemeinden um – wo hat es da schon große Probleme, Übergriffe und was sonst noch an Horrorszenarien gegeben???? Fragt doch einmal in Hagenbach, Neuburg, Berg, Scheibenhardt, Wörth, Schaidt, Maximiliansau, Rülzheim……..nach!!!Fragt doch die Leute, die sich um die Integration bemühen, welche Erfolge sie schon zu verzeichnen haben, bevor einfach pauschale Vorurteile in den Raum gestellt werden

  13. Schaidter sagt:

    Was war den heute in der Flüchtlingsunterkunft Schaidt (Linde) los? 1x Notarzt, 2x Rettungswagen und 6 Streifenwagen der Polizei! Bin mal gespannt ob man der örtlichen Presse etwas entnehmen kann.

    • Spassbremse sagt:

      He Schääder, das müssten eigentlich wir Dich fragen & nicht umgekehrt;-) Also, meiner Frau wurde im Wasgau…äh, beim Seither folgendes berichtet: Es sind 2 Familien aneinander geraten, Nachbarn haben dann den Sportverein Blau-Weiß alarmiert. Angeblich wäre ein Bewohner (bewaffnet) auf der Flucht. Wie gesagt, kann stimmen, muss nicht stimmen, alle Angaben ohne Gewähr. Wäre aber natürlich interessant zu wissen, was genau passiert ist. MfG

      • Kopfschüttler sagt:

        Genau das habe ich auch gehört. 2 Bewohner sind sich bewaffnet an die Gurgel.

      • Schaidter sagt:

        So ähnlich habe ich das auch erfahren. War aber ein sehr großes Aufgebot von Blau-Weiß!!! Das geht ja mal sehr gut los. Bin nur mal gespannt ob der Presse etwas zu entnehmen ist ! Die Bürger haben ein Anrecht zu erfahren was sich da abspielt.

  14. Spassbremse sagt:

    Hallo liebes Flüchtlingskind, wie geht’s, wie steht’s, läuft bei Dir? (Ok, ich gebe zu, als ich Deinen Namen gelesen habe, dachte ich zuerst, „Oh ne, nicht Du schon wieder“, hab aber dann doch die Kurve zu einer freundlichen Einleitung gekriegt;-) Vorab die Frage, hängt Deine Feststelltaste, oder willst Du durch den exzessiven Gebrauch von Frage- und Ausrufezeichen die Richtigkeit/Wichtigkeit Deiner Aussagen unterstreichen? Für den ersten Fall, ich hab hier noch diverse Tastaturen rumliegen, ich spendier Dir eine. Für den zweiten Fall, wovon ich ausgehe – ein Satzzeichen reicht völlig;-) Bei Dir werde ich das Gefühl nicht los, dass Du einen Kommentar überfliegst, irgendwelche Wörter aus dem Zusammenhang reißt, und dann ohne Sinn und Verstand in die Tasten haust. Das funktioniert nur leider so nicht, richtig wäre: Lesen – (nach)denken – posten. Wo zur Hölle habe ich denn bitte geschrieben, das Menschen, welche positive Erfahrungen im Umgang mit Flüchtlingen gesammelt haben, als gutgläubig, naiv oder realitätsfremd einzustufen sind? Wo bitte??? (Hey, das mit den vielen Fragezeichen fühlt sich irgendwie gut an, ich hatte sogleich das Gefühl noch mehr im Recht zu sein…ist ironisch gemeint;-) Mit diesen Adjektiven habe ich Mitbürger bedacht, welche (immer noch) der Meinung sind, das eine solche Massenzuwanderung mit einer erfolgreichen Integration in Einklang gebracht werden kann, das ist eben nicht der Fall, zumindest meiner Meinung nach. Du machst Dir nicht einmal die geringste Mühe, nachzufragen, warum wir „dagegen“ sind, wertige Argumente „dafür“, ebenfalls wieder Fehlanzeige. Abermals lediglich der extrem nervige Vorwurf, dass man sich Vorurteilen bedient, pauschalisiert und generalisiert. Ich kann das was Du schreibst, wie Du versuchst zu begründen, so einfach nicht für ernst nehmen, ist mir schlichtweg zu dünn, sorry. MfG

  15. Claudia sagt:

    Müssen wir auf Satzzeichen rumreiten? Ist das ein Ausdruck von Hilflosigkeit, wenn einem zum Inhalt sonst nichts mehr einfällt?

    Flüchtlingskind, wir pauschalisieren doch die ganze Zeit schon, das macht es viel einfacher :)
    Der Flüchtling – Die Religion – Die Politik – Der Freckenfelder – …

    Natürlich gibts genügend Mist und genügend Sozialschmarotzer in Deutschland. Deshalb müssen wir uns doch nicht noch mehr dazuholen 😉

    Warum man nicht nach den positiven Erfahrungen fragt? Das ist wie bei der Versicherung.
    Ich versichere mein Haus, weil etwas passieren könnte, weil hier und da schonmal jemandem was passiert ist. Das es die Regel ist, das nichts passiert, ist zweitrangig, denn es könnte. Also sorgen wir vor. Ist ja auch gut und richtig so. Hat wohl was mit der Evolution zu tun.

    Viele Dorfbewohner haben auch nichts gegen die Flüchtlinge ansich. Es ist die Masse, die Angst macht. Das Unbekannte. 50 (oder 40 oder 20) gelangweilte, frustrierte Männer auf kleinstem Raum würden mir auch Angst machen, wenn es Pfälzer wären. Frauen übrigens auch. Da nützt es auch wenig, wenn Frau Müller aus 3 Dörfer weiter 2 richtig tolle Asylbewerber betreut. Es wiegt einfach mehr, wenn mir einer auf die Nase haut, als wenn es 1000 nicht tun. Auch hier ist es die Sorge um das eigene Wohl, das des vertrauten Umfelds und letztendlich auch des ganzen Landes. Auch hier: absolut berechtigt.

    Zum Konzept: Da hast du dir schon richtig viel Mühe gegeben. *Daumenhoch*. Vertrautheit schaffen halte ich auch für einen sehr wichtigen Punkt im Zusammenleben.

    • Spassbremse sagt:

      Hi Claudia, wegen –> „Müssen wir auf Satzzeichen rumreiten? Ist das ein Ausdruck von Hilflosigkeit, wenn einem zum Inhalt sonst nichts mehr einfällt?“…wenn es denn einen Inhalt gegeben hätte, der es wert gewesen wäre, darüber zu diskutieren, wäre ich darauf eingegangen, versprochen. Konnte ich persönlich aber auch dieses Mal in dem Kommentar von Flüchtlingskind einfach nicht erkennen. Diese ständigen „geprägt von Vorurteilen etc…“ Vorwürfe nerven mich mittlerweile einfach nur noch tierisch. MfG

  16. Flüchtlingskind sagt:

    Spaßbremse, du hast deine fest gefahrene Meinung und willst andere nicht akzeptieren oder verstehen und versuchst sie so lächerlich zu machen. Wo bleibt da ein gewisser Stil??? Dein langer Beitrag trägt zur Sache gar nichts bei. Vielleicht hast du heute in der Presse gelesen, was in Schaidt war – eine familiäre Auseionandersetzung, die es unter deutschen Familien fast täglich genauso gibt, wenn man die Medien verfolgt. Ich bin sicher auch nicht von einer „Massenunterkunft“ begeistert, aber dann müssten eben andere Möglichkeiten im Ort vorhanden sein – siehe wieder die vielen Nachbargemeinden – und wieder ein Ausrufezeichen!

    • Spassbremse sagt:

      Flüchtlingskind, warum sollte ich mir die Mühe bereiten, andere lächerlich zu machen, wenn die entsprechenden Personen das mit jedem Ihrer Beiträge selbst schon zur Genüge tun? Das ausgerechnet Du vorwirfst, nichts zur Sache beizutragen, ist schon lächerlich genug. Meine Meinung, und warum diese tatsächlich ziemlich manifestiert ist, habe ich schon desöfteren versucht zu begründen, muss ich nicht ständig wiederholen. Besonders nicht gegenüber Leuten, welche, außer mit ständig denselben Phrasen (Alles nur Vorurteile, generalisiert, pauschalisiert, etc…) zu langweilen, absolut gar nichts zu einer sachlichen Diskussion beitragen. Extrem aussagekräftig bezüglich Deiner ach so objektiven Betrachtungsweise finde ich auch den fragwürdigen Versuch, die gestrige Auseinandersetzung in der Schaidter Linde zu begründen –> “ Vielleicht hast du heute in der Presse gelesen, was in Schaidt war – eine familiäre Auseionandersetzung, die es unter deutschen Familien fast täglich genauso gibt, wenn man die Medien verfolgt“. Keine Ahnung in welchem Umfeld Du so lebst, nach Rücksprache mit meiner Frau, das letzte Mal das wir uns mit Messern an die Gurgel gegangen sind, ist etliche Jahre her. Nach einem längeren Schusswechsel sind uns die Kugeln ausgegangen, daher mussten wir auf Messer zurückgreifen. Den beißenden Sarkasmus solltest selbst Du verstanden haben. Aber hey, ich weiß schon was jetzt an „Argumenten“ kommen wird, ist natürlich nur ein Einzelfall, hervorgerufen durch posttraumatische Erfahrungen, vermutlich der menschenunwürdigen Unterbringung geschuldet das sich ein Ehepaar ein Zimmer/Bett teilen musste, kommt in den besten deutschen Familien vor, blablabla….Mädel, setz Deine rosarote Brille ab, werde erwachsen, lerne die Meinung von Andersdenkenden zu akzeptieren, dann können wir weiterreden.

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