Freitag, 20. Oktober 2017

Fleischer-Innung Südliche Weinstraße-Landau-Germersheim: „Nachwuchs gewinnen, mit Frische und Qualität punkten, Kundenorientierung leben“

20. März 2017 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Wirtschaft in der Region
Foto: pfalz-express.de

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Südpfalz. Im Rahmen der Mitgliederversammlung der Fleischer-Innung Südliche Weinstraße-Landau-Germersheim nannte es Obermeister Walter Adam jr. aus Herxheim die größte Herausforderung für das Fleischerhandwerk, in hinreichender Anzahl leistungswillige und leistungsfähige Auszubildende zu gewinnen. Dies sei in der Vergangenheit leider nicht in hinreichendem Maße gelungen.

Obermeister Walter Adam jr. nannte es ernüchternd, dass im Zeitraum 2006 bis 2016 die Zahl der Fleischer-Auszubildenden um ca. 50 Prozent zurückgegangen sei, sich mithin halbiert habe.

Es gehe darum, vom schlechten Image bei Jugendlichen, Eltern und Lehrern wegzukommen und junge Menschen zunächst über das Fleischerhandwerk zu informieren und Interesse, vielleicht aber auch Begeisterung für eine Ausbildung zu wecken.

Jeder einzelne Fleischerkollege müsse in seiner persönlichen Umgebung, bei Mitarbeitern, Kunden und der in unmittelbarer Nähe liegenden weiterführenden Schulen für eine Ausbildung im Fleischerhandwerk werben.

Dies beinhalte, in den Schulen Praktikumsplätze anzubieten, sich bei den Lehrern für Berufsorientierung ins Gespräch zu bringen und regelmäßig zusammenzuarbeiten. Es komme darauf an, dem Jugendlichen aufzuzeigen, dass das Fleischerhandwerk nicht nur dicke Arme, sondern auch Geschick, Phantasie und Kreativität erfordere und im Hinblick auf Catering, Zubereitung von küchenfertigen Produkten und anderen ausgefalleneren Dingen viele Möglichkeiten biete.

Obermeister Adam verwies auf die zahlreichen Aktivitäten der Fleischer-Innung. In Sachen Nachwuchsgewinnung sei man auf der Landauer Wirtschaftswoche, der Ausbildungsmesse des Pamina-Schulzentrums in Herxheim und der Ausbildungsmesse der Arbeitsagentur in Landau aktiv.

Er verwies auch darauf, dass es immer eine entsprechende Kundschaft gebe, die hochwertige Fleisch- und Wurstwaren in der Metzgerei ihres Vertrauens kaufen möchte und dabei auch Fragen nach der Herkunft und artgerechten Haltung der Tiere stelle.

Diese Käuferschicht sei auch bereit, für frische, hochwertige Produkte den angemessenen Preis zu bezahlen. Die Haltungen „Geiz ist geil“ und „Hauptsache billig“, hätten zunehmend ausgedient. Die Endkunden schätzten mehr denn je hochwertige Steaks, frische Spezialitäten, das Geschmackserlebnis des Fleischerfachbetriebs.

Die Innungsbetriebe wurden konkret in den Fragen Hygiene und Gefährdungsbeurteilung erfolgreich unterstützt. Mit einer neu gestalteten Informationsbroschüre über Fragen wie „Das perfekte Steak“, „Fett als Geschmacksträger“ und „Richtiges Einkaufen“ im Fleischerfachbetrieb könne sich der Endverbraucher im Fleischerfachgeschäft seines Vertrauens umfassend informieren.

Für Mai 2017 lud Obermeister Adam wieder zum Maimarkt in Landau ein. Die Fleischer-Innung werde in gewohnter Manier im Weindorf Fleisch- und Wurstspezialitäten servieren.

Er zeigte sich entschlossen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen für das Fleischerhandwerk in den Aktivitäten und Bemühungen nicht nachzulassen und immer wieder auf die Möglichkeiten und Chancen dieses großartigen, für die Esskultur der Region unverzichtbaren Handwerks aufmerksam zu machen.

Adam bedankte sich herzlich bei seinen Vorstandskollegen für die Arbeit der vergangenen Monate. (red)

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