Sonntag, 24. September 2017

Feierliche Grundsteinlegung für neues Polizeigebäude in Landau: Zentrale Anlaufstelle für Bürger

6. Juli 2017 | noch keine Kommentare | Kategorie: Allgemein, Landau, Regional
Zunächst wird die Zeitkapsel gefüllt...

Zunächst wird die Zeitkapsel gefüllt…

Landau. Mit der feierlichen Grundsteinlegung am 6. Juli hat der Bau des neuen Polizeigebäudes in Landau offiziell begonnen. In dem Komplex an der Paul-von-Denis-Straße werden künftig Polizeidirektion, Kriminalinspektion und Polizeiinspektion unter einem Dach vereint sein.

Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen und Innenminister Roger Lewentz schwangen gemeinsam mit Polizeivertretern, Politikern und Baufachleuten die Mörtelkelle. Das Land Rheinland-Pfalz investiert rund 10 Mio. Euro in den zentral gelegenen Neubau für 122 Polizeibedienstete, die zurzeit auf drei Standorte im Stadtgebiet verteilt sind.

Eine Zeitung vom Tag der Grundsteinlegung, Architektenpläne des Bauwerks und ein kleines Polizeiauto im Spielzeugformat: Sie zählen zu den Beigaben für die Zeitkapsel aus Edelstahl, die vorerst symbolisch in ein gemauertes Behältnis eingelassen wurde. Bei der späteren Fertigstellung des Rohbaus soll die Kapsel dann sichtbar ihren festen Platz erhalten. Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen steuerte einige blitzblanke Euromünzen bei.

Eine Sanierung der drei schon bestehenden Gebäude habe man erwogen, als wirtschaftlichere Lösung habe sich allerdings ein Neubau herausgestellt, sagte sie.

...dann der Mörtel aufgebracht...

…dann der Mörtel aufgebracht…

„Gerne investieren wir in den Neubau für die Landauer Polizeidienststellen, der die drei bisherigen Standorte auf einen konzentriert und die Mitarbeiter der Polizeidienststelle Landau unter einem Dach vereint“, so Ahnen.

Ein Polizeidienstgebäude sei nur teilweise ein „normales“ Verwaltungsgebäude mit Büros und Besprechungsräumen: „Es gibt zusätzlich kriminaltechnische Labore, Leitstellen und Arrestzellen, außerdem mussten die Planer erhöhte Sicherheitsanforderungen im Innen- und Außenbereich beachten.“

Mit einem kompetenten Planungsteam sei es gelungen, alle fachlichen, baulichen und wirtschaftlichen Aspekte zu vereinen.

Finanzministerin Doris Ahnen. Foto: Pfalz-Express/Ahme

Finanzministerin Doris Ahnen.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Bislang sind die Landauer Polizeidienststellen in zwei benachbarten Gebäuden am Westring sowie in der Xylanderstraße untergebracht. In den teils denkmalgeschützten Gebäuden besteht erheblicher Sanierungsbedarf, unter anderem in punkto Barrierefreiheit und Stellplätze.

...und die Platte festgeklopft. Fotos: Pfalz-Express/Ahme

…und die Platte festgeklopft.
Fotos: Pfalz-Express/Ahme

Eine baufachliche Untersuchung ergab, dass mit einem Um- und Erweiterungsbau am Standort Westring die Erfordernisse einer zeitgemäßen Polizeiarbeit nicht erfüllt werden können. Die Zusammenlegung in dem verkehrs- und einsatztechnisch günstig gelegenen Neubau soll Wege verkürzen und die Zusammenarbeit erleichtern. Auch die „Aufenthaltsqualität“ in den neuen Räumen soll viel besser sein.

Innenminister Roger Lewentz: „Gut erreichbar und mitten drin: Diesem Anspruch der Polizei werden wir mit dem neuen Gebäude in Landau gerecht werden. Außerdem schaffen wir ein modernes und professionelles Arbeitsumfeld, in dem die Beamten und die Beschäftigten der Landauer Polizei gute Voraussetzungen haben werden, um auch weiter erfolgreich den schwierigen Anforderungen gerecht zu werden.“

Innenminister Roger Lewentz. Foto: Pfalz-Express/Ahme

Innenminister Roger Lewentz.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Der Polizeipräsident des Präsidiums Rheinpfalz, Thomas Ebling, sagte: „Wir freuen uns über den Startschuss des Neubaus für alle Polizeidienststellen am Standort Landau.“

Polizeipräsident Thomas Ebling. Foto: Pfalz-Express/Ahme

Polizeipräsident Thomas Ebling.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LLB) habe ein Objekt geplant, das ein zukunftsorientiertes Arbeiten im Blick habe. Aspekte der Sicherheit, der Energieeffizienz und der Funktionalität seien berücksichtigt worden.

Der dreigeschossige Komplex verspricht stadtbildprägend für das Quartier zwischen Südstadt und Hauptbahnhof zu werden.

Die Planung sieht einen frei stehenden Baukörper vor, der sich mit der langen Front von rund 60 Metern entlang der Paul-von-Denis-Straße erstreckt. Der mit 31 Metern kürzere Riegel weist nach Osten zum Bahngelände hin. Für die Fassade wird ein Wärmedämm-Verbundsystem mit mineralischer Dämmung eingesetzt.

„Das neue Polizeigebäude in Landau hat eine große Bedeutung: Es bringt bessere Arbeitsbedingungen für die Polizisten und damit auch mehr Sicherheit für die Menschen in Landau und der Region“, hob der Oberbürgermeister der Stadt Landau, Thomas Hirsch, hervor.

„Die heutige Grundsteinlegung für das neue Polizeigebäude im Südosten der Landauer Kernstadt ist zugleich der Startschuss für die Entwicklung eines neuen, hochwertigen Gewerbestandorts an der Paul-von-Denis-Straße, die das Areal in direkter Bahnhofsnähe sowie die gesamte Innenstadt weiter aufwertet.“

Das Areal: Hier wird das Gebäude bis 2019 gebaut. Foto: Pfalz-Express/Ahme

Das Areal: Hier wird das Gebäude bis 2019 gebaut…
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Geschäftsführer Holger Basten vom Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (Landesbetrieb LBB), dessen Niederlassung Landau das Bauprojekt steuert, sagte, die Fertigstellung des Gebäudes sei für den Sommer 2019 geplant, „und ich hoffe, dass bei den anstehenden Ausschreibungen trotz der guten Auftragslage für die Bauwirtschaft auch lokale Unternehmen gute Angebote abgeben werden.“

Der Inbetriebnahme des hochtechnisierten Gebäudes gehen noch einige Probeläufe voraus.

Im Inneren des Neubaus sind auf einer Nutzfläche von rund 2300 Quadratmetern Büros und Besprechungsräume, eine Leitstelle mit modernster polizeilicher Kommunikationstechnik, Labore für kriminaltechnische Untersuchungen und Gewahrsamszellen vorgesehen.

...so soll es aussehen...

…Pläne..

Für Polizeifahrzeuge stehen in dem durch einen Zaun gesicherten Hof 38 Stellplätze zur Verfügung, die Polizeibediensteten können die Stellplätze außerhalb des umzäunten Geländes nutzen. Davon stehen für Besucher acht Stellplätze direkt in Eingangsnähe zur Verfügung. (lbb/desa)

...und so soll es aussehen... Quelle: sander hofrichter architekten

…und so soll es aussehen…
Quelle: sander hofrichter architekten

 

...und die Bagger rollen schon. Foto: Pfalz-Express/Ahme

… die Bagger rollen schon.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

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