Dienstag, 23. Mai 2017

Fahrradinfrastruktur wird optimiert: Landau wird zur Radlerstadt

12. März 2017 | 1 Kommentare | Kategorie: Landau, Regional
Abgestellte Fahrräder an der Uni: Die Situation von Fahrradfahrern in Landau soll weiter verbessert werden. Stadtverwaltung, Stadtmarketing und Büro für Tourismus wollen dazu gemeinsam und abgestimmt ein Maßnahmenbündel umsetzen.

Abgestellte Fahrräder an der Uni: Die Situation von Fahrradfahrern in Landau soll weiter verbessert werden. Stadtverwaltung, Stadtmarketing und Büro für Tourismus wollen dazu gemeinsam und abgestimmt ein Maßnahmenbündel umsetzen.

Landau. „Attraktive Innenstadt“, „Besondere Lebensqualität“ und „Lage inmitten der Südpfalz“: Das sind die drei Markenbausteine, die aus dem von Oberbürgermeister Thomas Hirsch angestoßenen Stadtmarkenprozess für die Stadt Landau hervorgegangen sind.

Neben der allgemeinen Förderung dieser Attribute mit unterschiedlichen Aktionen und in verschiedenen Netzwerken wollen Stadtverwaltung, Stadtmarketing und Büro für Tourismus mit einem zentralen Projekt, das alle drei Markenbausteine berücksichtigt, die Attraktivität der Stadt weiter fördern. Dieses „Leuchtturmprojekt“ wird die Optimierung der Fahrradinfrastruktur sein, teilen Stadtvorstand und Stadtverwaltung jetzt mit.

„In einer gemeinsamen und abgestimmten Herangehensweise wollen wir die Situation für Radfahrer in Landau nachhaltig und konsequent verbessern“, fasst Oberbürgermeister Hirsch zusammen. „In den Workshops, die wir im Zuge des Stadtmarkenprozesses durchgeführt haben, wurde der Wunsch nach einer Optimierung der Fahrradinfrastruktur häufig geäußert.“

Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen solle sowohl der touristischen Infrastruktur als auch der Verkehrsführung und -lenkung sowie dem Umwelt- und Klimaschutz dienen, so der Stadtchef.

Geplant ist, zunächst den baulichen Zustand des so genannten Winzerradrundwegs, der auf 45 Kilometern rund um die Stadt Landau führt, zu überprüfen und gegebenenfalls Instandsetzungs- bzw. Ausbesserungsarbeiten durchzuführen.

Die Beschilderung wird auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Regionale und überegionale Anbindungen sollen besser ausgeschildert werden. Mittelfristig ist geplant, das innerstädtische Radwegenetz zu optimieren und besser an den Winzerradrundweg anzubinden.

Zudem soll mindestens eine E-Bike-Tankstelle in der Innenstadt errichtet werden, die Einheimischen und Touristen das kostenlose „Auftanken“ von E-Bikes ermöglicht. Weiter sollen in Kooperation mit lokalen Fahrradhändlern und privaten Anbietern Verleihstationen für Tourenräder und E-Bikes aufgebaut werden. Parallel zum Ausbau der Infrastruktur werden in Zusammenarbeit mit Landauer Beherbergungsbetrieben neue Angebote im Bereich Radtourismus erarbeitet.

„Ein so umfassendes Projekt muss dezernats-, ämter- und abteilungsübergreifend in Angriff genommen werden“, betont Bürgermeister und Baudezernent Dr. Maximilian Ingenthron.

Die beim Stadtbaumamt angesiedelte Abteilung Mobilität und Verkehrsinfrastruktur arbeitet aktuell bereits an der Ausschilderung der Radwege in der Innenstadt und zwischen Innenstadt und Stadtdörfern nach der landeseinheitlich festgelegten Beschilderungssystematik. Diese Maßnahme ist in das übergeordnete Konzept eingebettet.

„Einheimische und besonders Studierende nutzen für den täglichen Weg zum Studienplatz oder zum Einkauf das Fahrrad und tun damit nicht nur ihrer Gesundheit, sondern auch dem Stadtklima etwas Gutes“, so der Bürgermeister. „Wir schaffen mit einer ziel- und zielgruppenorientierten Planung des kompletten Radwegenetzes und der damit verbundenen Infrastruktur nun die Rahmenbedingungen, um den Umstieg auf das Fahrrad zu erleichtern.“

„Landau wird immer mehr als Start- und Zielort von Radtouristen gebucht“, berichtet Beigeordneter und Tourismusdezernent Rudi Klemm. „Gründe für diese positive Entwicklung sind die zentrale Lage der Stadt in der Südpfalz und die gute Anbindung an das Radwegenetz der beiden benachbarten Landkreise Südliche Weinstraße und Germersheim über den Winzerradrundweg Landau.“

Der Rundweg war im Jahr 2004 vom Stadtmarketing initiiert und finanziert worden. Er führt rund um die Stadt Landau und erschließt sieben weitere regionale Radwanderwege, darunter der Radweg Deutsche Weinstraße, der Südpfalz- und der Queichtal-Radweg.

Die Optimierung der Fahrradinfrastruktur werde die Position Landaus als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Südpfalz weiter stärken, sind sich Oberbürgermeister Hirsch, Bürgermeister Dr. Ingenthron und Beigeordneter Klemm sicher.

„Wir wollen das Freizeitangebot für Einheimische, Gäste aus der Region und Touristen verbessern, zugleich aber auch einen Anreiz zur Nutzung umweltschonender Verkehrsmittel schaffen. Landauer, die den täglichen Weg mit dem Fahrrad zurücklegen, schaffen auch Parkraum für Besucher der Einkaufsstadt Landau, die von außerhalb kommen und mit dem Auto fahren.“

Der erste Schritt des neuen Konzepts – der vom Bauamt koordinierte Austausch der Schilder – wird die Stadt in der Planung rund 13.000 Euro und in der Umsetzung rund 50.000 Euro kosten. Diese Summe ist bereits im Haushalt für 2017 eingestellt. Mit der Planung, an welchen Standorten welche Schilder benötigt werden, wurde ein Koblenzer Fachbüro beauftragt. (ld)

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Ein Kommentar auf "Fahrradinfrastruktur wird optimiert: Landau wird zur Radlerstadt"

  1. Andreas sagt:

    Na, dann wird ja alles gut.

    Ein paar Schilder ergänzen, eine Stromtankstelle – und schwupp di wupp, ist Landau eine fahrradfreundlichen Stadt.

    Ehrlich gesagt, dass ist doch reines Marketing-Gequatsche!
    Gerade in Landau gäbe es tatsächlich sehr viel zu tun, wenn man eine fahrradfreundliche Stadt sein möchte.

    Heute, 2017, ist Landau vor allem Autofahrer-freundlich. Es gibt keinerlei Geschwindigkeitskontrollen in der Stadt, an Ampeln haben grundsätzlich motorisierte Fahrzeuge Vorrang und Querungshilfen(sog. „Furte“) für Fussgänger / Radfahrer dienen vor allem dazu, das Grundtempo für Autofahrer hoch zu halten. Nicht verschweigen sollte man auch die vielen „verkehrsberuhigten“ Zonen, die viellerorts mit 50 km/h und mehr regelrecht durchpretscht werden .

    Aber gut das wir eine Verwaltung haben, die ernsthaft glaubt, dass man für 50K zu einer fahrradfreudlichen Stadt wird…

    Eigentlich unglaublich was hier passiert!

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