Sonntag, 24. September 2017

Braun´sche Stiftung investiert rund 11 Millionen Euro für Altenheim – Reiner Hör: „Das soziale Netz wird noch engmaschiger“

19. Juni 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim

Es wird fleißig gewerkelt auf der Baustelle: Der erste Teilabschnitt soll Ende diesen Jahres fertiggestellt sein.
Fotos: v. privat

Rülzheim – Die Braun´sche Stiftung investiert für die Modernisierung ihrer Alten- und Pflegeeinrichtung 10,9 Mio. Euro. Der erste Teilabschnitt soll Ende dieses Jahres fertiggestellt sein.

Dabei werden die Zimmer im Neubau und dem sanierten Gebäudeteil im Frühjahr 2016 bezugsfertig. Anfang 2017 soll die Baumaßnahme komplett abgeschlossen sein. Dann bietet das Stift Platz für 139 Personen, zehn mehr als bisher.

Künftig wird es mehr Einzelzimmer geben, alle Zimmer werden barrierefrei und die Bäder werden komplett erneuert. Neben dem neuen Anbau wird die Einrichtung (mit Ausnahme des Stifterbaus) „runderneuert“. Damit wird das Alten- und Pflegeheim eines der modernsten im Kreis Germersheim.

Die günstige Lage mitten im Zentrum von Rülzheim, umgrenzt von einem kleinen Wäldchen mit Grünanlage, am Klingbach gelegen und in unmittelbarer Nachbarschaft der katholischen Kirche, dem Rathaus und dem Dorfzentrum verleiht dem Haus ein richtiges Wohlfühlambiente zum entspannen.

Modell: So wird das erweiterte Stift nach der Fertigstellung aussehen.

„Dass ein solch finanzieller Kraftakt nicht ohne die Kostenbeteiligung durch die Bewohner gestemmt werden kann, mussten wir den Angehörigen an einem Informationsabend im Dezember 2014 deutlich sagen“, so Stiftungsvorsitzender und Bürgermeister Reiner Hör. Die genaue Höhe müsse noch vom Landesamt für Jugend und Soziales in Mainz ermittelt werden.

Die zentrale und doch ruhige Lage unterscheide das Altenheim von vergleichbaren Einrichtungen, die eher am Ortsrand angesiedelt seien, findet Hör: „Unser Ziel ist es, dass das soziale Netz noch engmaschiger wird. Wir wollen unsere Bewohner nicht an den Ortsrand abschieben, sondern sie in unserer Mitte willkommen heißen und in das Dorfleben einbeziehen. Deshalb investieren wir das Geld gerne.“

Der Neubau umfasst 18 Einzelzimmer zu jeweils 19 Quadratmetern. Alle neuen Zimmer sind rollstuhlgerecht, verfügen über einen Balkon und entsprechen neuesten Standards. Außerdem werden die bereits bestehenden Zimmer im Westflügel sowie das Dachgeschoss saniert und auf den Stand des Neubaus gebracht. Die Doppelzimmer im Westflügel werden ebenfalls zu Einzelzimmern umfunktioniert.

Im zweiten Bauabschnitt werden die Zimmer auf der Südseite gegenüber der katholischen Kirche saniert, im dritten Bauabschnitt schließlich ist der Ostteil an der Reihe. Die Doppelzimmer auf der Nordseite bleiben erhalten, der Stifterbau aus dem Jahr 1993 erfüllt die neuere Standards bereits und muss daher nicht saniert werden.

Der Innenbereich wird zum Freibereich und dient als Treffpunkt für die Bewohner. Die Neugestaltung soll den bestehenden Park am Klingbach ergänzen.

Die beiden letzten Bauabschnitte sollen jeweils sechs Monate dauern, so dass die Baumaßnahme im Frühjahr 2017 abgeschlossen ist. Am Ende bietet das Braun’sche Stift 139 Bewohnern Platz, zehn mehr als bisher. Dabei steht die verbesserte Wohnqualität im Mittelpunkt: 85 Prozent der Zimmer werden Einzelzimmer sein.

Außerdem sollen die Aufenthaltsräume durch die Umbaumaßnahmen attraktiver werden – so soll es dort einen Kochbereich für gemeinsame Aktivitäten mit den Bewohnern geben. Zusätzlich werden die Aktivitäten im Freizeitbereich und die Betreuungskräfte auf die einzelnen Wohnbereiche konzentriert.

Das trage dazu bei, dass die Bewohner punktuell betreut werden können, so Heimleiter Hans-Peter Schulz: „Bei uns gibt es keine Massenabfertigung. 130 Mitarbeiter aus der Gemeinde und Umgebung arbeiten zum Wohl unserer Bewohner. Das Braun’sche Stift ist vollkommen autark, von der Betreuung über die Reinigung und die Wäscherei bis zur Verwaltung. Das ist ein riesiger Vorteil für unsere Bewohner. Durch das freiwillige Engagement vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer, die den Bewohnern im Freizeitbereich mit Rollstuhlfahrten durch die Gemarkung, bei der Essensausgabe, durch Vorlesen und Durchführung von Veranstaltungen die Unterkunft angenehmer gestalten, wird das Leben im Heim kurzweiliger gestaltet.“

Diese ehrenamtlichen Helfer, betont auch Hör, seien unersetzlich.

 

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