Donnerstag, 21. September 2017

Beeindruckende Waffe: Terra Sigillata Museum in Rheinzabern erhält Nachbau eines römischen Feldgeschützes

17. Mai 2016 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Kultur
Freuen sich über ein neues Highlight im Museum:  v.li.:  Prof. Dr. Christof Schäfer (Universität Trier), Ortsbürgermeister Gerhard Beil, Walter Niedermeyr.

Freuen sich über ein neues Highlight im Museum: v.li.: Prof. Dr. Christof Schäfer (Universität Trier), Ortsbürgermeister Gerhard Beil, Walter Niedermeyr.

Rheinzabern – Walter Niedermeyr aus Jockgrim stellt dem Terra Sigillata Museum den Nachbau eines römischen Feldgeschützes, das in der Zeit um 45 n. Chr. eingesetzt wurde, als Dauerleihgabe zur Verfügung.

Das Original gehörte der Legio IV Macedonica, die zu dieser Zeit in Mainz stationiert und auch in Rheinzabern aktiv war.

Ortsbürgermeister Gerhard Beil und der Vorsitzende des Museumsvereins, Philipp Schmitt, bedankten sich stellvertretend für den gesamten Museumsverein bei Walter Niedermeyr für die großzügige Geste.

Bei einer kleinen Feierstunde nahmen sie das neue Ausstellungsobjekt, das eigens von Prof. Dr. Christoph Schäfer von der Universität Trier nach Rheinzabern gebracht wurde, in Empfang.

Studierende und Doktoranden der Universitäten von Osnabrück und Trier arbeiteten unter Anleitung von Prof. Schäfer über ein Jahr lang am Nachbau des voll einsatzfähigen Feldgeschützes.

Als Holzart wurde aufgrund der Festigkeit und Elastizität die Esche der Eiche vorgezogen. Die römischen Legionäre waren damals in der Lage, mit dem Geschütz 4 bis 5 Bolzen pro Minute abzufeuern. Je nach Spannung konnten so Ziele in einer Reichweite von etwa 300 Metern erreicht werden.

Das Feldgeschütz kann zusammengeklappt werden und wurde von den Legionären während der Schlacht unproblematisch auf andere Positionen transportiert.

Feldgeschütz Rheinzabern Terra Sigillata

Walter Niedermeyr ist Diplom-Physiker im Ruhestand. Er hatte den Bau des Feldgeschützes aus eigenen Mitteln finanziert, weil ihn römische Geschichte seit seiner Schulzeit an einem altsprachlichen Gymnasium in einem Benediktinerkloster fesselt und fasziniert.

Seine Begeisterung für römische Themen reicht so weit, dass er sich nach seiner Pensionierung zusammen mit seiner Frau auch deshalb für Jockgrim als Wohnort entschieden hatte, weil in der Region noch viele römische Relikte vorhanden sind.

Prof. Schäfer nahm das Angebot von Walter Niedermeyr, den Bau des Feldgeschützes finanziell zu unterstützen, gerne an. Er erklärt die Bedeutung des Projekts folgendermaßen: „Wir lernen nicht nur viel über die römischen Geschütze, militärische Taktik und Strategie, es

es geht vielmehr im Vergleich der Leistungsdaten um die Beurteilung von Technologieentwicklung und der grundsätzlichen Haltung der Römer zum Fortschritt ganz allgemein.“

Beim Museumsfest des Terra Sigillata Museums am 22. Mai wird das Geschütz im Außengelände des Museums aufgebaut. (mj/red)

V.li.:  Prof. Christof Schäfer, Walter Niedermeyr, Philipp Schmitt, Achim Stadter.

V.li.: Prof. Christof Schäfer, Walter Niedermeyr, Philipp Schmitt, Achim Stadter.

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