Sonntag, 17. Dezember 2017

Anthrax-Sporen in Landstuhl – US-Botschafter Emerson gibt „Entwarnung“

17. Juli 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Politik Rheinland-Pfalz, Regional, Rheinland-Pfalz

Diplomat John B. Emerson: Alles nicht so schlimm.
Foto: Pulkowski / © Staatskanzlei RLP

Mainz/Landstuhl – Am 11. Juli machte eine Meldung die Runde, die die ganze Republik erstaunt die Augen aufreißen ließ: In den Jahren 2007, 2009 und 2010 sollen aktive Anthrax-Sporen an das Labor der US-Armee in Landstuhl geliefert worden sein.

Sie sollen im Rahmen “mehrerer Nato-Übungen als Proben zur Identifizierung” chemischer, biologischer und nuklearer Kampfstoffe eingesetzt worden sein.

Nach Angaben der US-Militärs war es bei der Inaktivierung der Keime durch das US Labor “Dugway Proving Ground” vorab zu “Unregelmäßigkeiten” gekommen.

Nun hatte sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer der mit der Bitte um Aufklärung an US-Botschafter John Emerson gewandt.

Dieser habe der Ministerpräsidentin heute per Fax geantworter, dass „die in den vergangenen Tagen verbreiteten Informationen nicht der Wahrheit entsprächen“.

Nach Rheinland-Pfalz sei nur eine einzige Anthrax-Probe versendet worden und zwar im Zeitraum 2004 bis 2005. Sie wurde an ein medizinisches Labor auf dem Gelände des US-Krankenhauses in Landstuhl geschickt, um dort ein Messgerät zu testen.

Ob die enthaltenen Sporen aktiv oder inaktiv waren, lasse sich heute nicht mehr nachvollziehen, da sie zerstört worden seien.

Im Jahr 2013 seien sowohl das Messgerät ausgemustert als auch die Probe ordnungsgemäß vernichtet worden. Heute würden andere Messverfahren angewendet. Die Benutzung von Sporen sei nicht mehr nötig.

„Auf diese Informationen müssen wir uns nun verlassen“, sagte die Ministerpräsidentin.

Der für den  Katastrophenschutz, die Feuerwehren und die Rettungsdienste zuständige Staatssekretär im Innenministerium, Randolf Stich, wolle sich nächste Woche im Labor in Landstuhl einen eigenen Eindruck vor Ort verschaffen.

Dies sei mit der amerikanischen Seite verabredet worden. (red/cli)

 

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