Freitag, 09. Dezember 2016

60 Jahre Erdölförderung in Landau: Wintershall will Standort weiter stärken

10. Oktober 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Landau, Regional, Wirtschaft in der Region

 

Moderator Michael Lueg, Mario Mehren, Ministerpräsidentin Dreyer, OB Schlimmer und Dr. Hans-Ulrich Engel (v.l.)
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Landau. Wintershall feierte heute (10. Oktober) das 60-jährige Bestehen des Standortes Landau mit der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer und rund 170 Gästen aus Politik und Wirtschaft im Alten Kaufhaus. Die Veranstaltung moderierte Michael Lueg (SWR), umrahmt wurde sie vom Palatina Benefiz Orchester unter der Leitung von Thomas Winter.

Das Comedy-Duo „Spitz und Stumpf“ – Urpfälzer Humoristen hatten für sich einen neuen „Geschäftszweig“ entdeckt, nämlich die Erdölförderung, nachdem das Weingeschäft nicht so gut florierte.

In ihrer unnachahmlichen Art wurde das Publikum und die Pfälzische Weinkönigin dazu „überredet“ zu singen. Entstanden ist daraus die „Pfälzische Nationaloper“ (siehe Video)

Spitz und Stumpf, die Pfälzische Weinkönigin und (frisch aus dem Publikum geholt), der Fraktionsvorsitzende der FWG im Stadtrat, Wolfgang Freiermuth.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Wir sind in der Pfalz: Dies betonte auch der aus der Vorderpfalz stammende Moderator. „Ich erinnere mich an das Land der Rüben, Reben und an die stählernen Roßkopfpumpfen, die in Landau Erdöl förderten.

Auch OB Schlimmer sah die großen Pumpen als „generationenprägend“ an, an die auch er Kindheitserinnerungen habe. Wintershall sei  in Stadt und Region etabliert, so Schlimmer. Transparenz sei nötig (Schlimmer dachte dabei an das Thema Geothermie), versicherte aber auch: „Wir stehen an ihrer Seite.

OB Hans-Dieter Schlimmer.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Wintershall ist eine hundertprozentige BASF-Tochter. Selbstverständlich gratulierte die Mutter („eine echte Pfälzerin“- Michael Lueg) der Tochter zum 60jährigen Bestehen. Der Finanzvorstand der BASF, Dr. Hans-Ulrich Engel, überbrachte Grüße und gute Wünsche.

Er schilderte die Wichtigkeit des Rohstoffs Erdöl, der sich in vielen Dingen des täglichen Gebrauchs wiederfinde. Eine kleine, aber feine Produktion: 40 Prozent der deutschen Erdölförderung kommt von Wintershall.

„Wir benötigen Unterstützung und ein Rahmenwerk um uns weiter entwickeln zu können“, so Engel. Auch er betonte die intensive Diskussion und ein „Aufeinanderzubewegen“ bei Themen wie zum Beispiel „Erdgas aus Schiefergewinnung“.

BASF-Finanzvorstand Dr. Hans-Ulrich Engel.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Seit 60 Jahren fördert Wintershall rund um Landau Erdöl. Auch in Zukunft soll der Standort einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung in Deutschland leisten.

„Wir sind stolz auf unsere lange Produktionsgeschichte hier vor Ort, auf unsere engagierten Mitarbeiter und auf die gute Nachbarschaft zu den Südpfälzern“, sagt der Wintershall-Vorstandsvorsitzende Mario Mehren.

„Wir wollen den Standort nicht nur erhalten. Wir wollen weiter in Infrastruktur, Forschung sowie Produktion investieren und sorgfältig prüfen, wo zusätzliche Öl-Ressourcen liegen. Denn unsere bewährten Pferdekopfpumpen sollen weiter nicken.“

Mario Mehren.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

In Landau befindet sich eines der größten Erdölfelder im Oberrheintalgraben. Im September 1955 hat Wintershall den Grundstein für die traditionelle Förderung von Erdöl in Landau gelegt.
In Tiefen bis zu 1.800 Metern fördern Pferdekopfpumpen das Rohöl aus einer Sandstein-Lagerstätte. Rund 200 Bohrungen wurden abgeteuft, von denen 65 noch produzieren – jährlich rund 20.000 Tonnen Erdöl.

Bis heute hat Wintershall in Landau insgesamt rund 4,5 Millionen Tonnen gewonnen. Die Raffinerie MiRO in Karlsruhe bereitet das Erdöl aus Landau weiter auf.

Trotz der bereits 60-jährigen Förderdauer seien noch genug Ölreserven in der Lagerstätte in Landau vorhanden, die Wintershall auf traditionelle Weise wirtschaftlich fördern könne, so Mehren.

So seien im Jahr 2011 mit der Bohrung „Landau 2a“ weitere wertvolle Reserven erschlossen worden, die eine längerfristige Förderung am Standort ermöglichten – schätzungsweise könnte in den nächsten Jahren eine weitere halbe Million Tonnen Erdöl gewonnen werden, prognostiziert Mehren.

 Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Verlässlicher Partner für Rheinland-Pfalz

„Wintershall ist ein verlässlicher Partner für unser Land Rheinland-Pfalz – und das seit 60 Jahren. Das lange Bestehen spricht für ein erfolgreiches Wirken, für Innovationskraft und für unternehmerischen Weitblick. Doch für die Wintershall Betriebe in Deutschland ist auch das Engagement vor Ort ganz selbstverständlich und gehört einfach dazu. Ich wünsche dem Standort Landau weiterhin viel Erfolg und hoffe, dass hier noch viele Jahre Erdöl gefördert werden kann“, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

„Erdöl ist ein wesentlicher Rohstoff für den Chemieindustriestandort Rheinland-Pfalz. Ihr Unternehmen steht seit Jahrzehnten für Know-how im Bereich der Exploration und Produktion“, lobte die Ministerpräsidentin.

Im Vergleich der Bundesländer stehe Rheinland-Pfalz bei der Erdölförderung an dritter Stelle, aus den Fördergebieten Speyer und Landau würden derzeit knapp acht Prozent der Förderung in der Bundesrepublik erzielt, so Dreyer.

Die Wintershall AG zeige dabei seit den 1950er Jahren, dass ein Nebeneinander von Erdölförderung, Trinkwassergewinnung, Weinbau und Besiedelung auch im Einvernehmen mit der Gesellschaft möglich sei.

Dies werde auch durch eine verantwortliche und vorbildliche Unternehmens- und Betriebsführung gewährleistet, die hohe Sicherheits- und Umweltstandards berücksichtige. Die Landesregierung werde die zu beeinflussenden Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel die Feldes- und Förderabgabe, auch in Zukunft mit Vernunft und Augenmaß anpassen.

„Die Voraussetzungen für Unternehmen in Rheinland-Pfalz sind sehr gut. Unser Land ist vor allem deshalb mit an der Spitze, weil es wirtschaftlichen Erfolg, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt vereint. Ich wünsche dem Wintershall-Standort Landau weiterhin viel Erfolg und hoffe, dass hier noch viele Jahre Erdöl gefördert werden kann“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Wintershall ist mit einer Jahresproduktion von rund 130 Millionen Barrel Öläquivalent der größte international tätige deutsche Erdöl- und Erdgasproduzent mit weltweit mehr als 2.500 Mitarbeitern.

Die Wintershall Holding GmbH mit Sitz in Kassel ist eine 100-prozentigeTochtergesellschaft der BASF in Ludwigshafen. In Landau befindet sich das größte Erdölfeld im Oberrheingraben.

Seit 1955 fördert Wintershall hier den wertvollen Rohstoff. Aus Tiefen von bis zu 1.800 Metern wurden bis heute 4,4 Millionen Tonnen Rohöl gefördert. (desa/red)

Die Veranstaltung fand im Alten Kaufhaus statt.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

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